So tickt die Apple Watch

Achtung, Wortspiel: Michael Spehr von der FAZ hat sich mit seinem Test der Apple Watch etwas Zeit gelassen.

Der dabei herausgekommene Artikel ist für alle Apple Watch-Interessierten ein Must-Read und definitiv einer der besseren, weil aufschlussreicheren Texte zu dem neuen Gerät.

Sein Fazit:

Der Fitness-Tracker mit seiner Messgenauigkeit ist beeindruckend, kann eigentlich mehr und ruft geradezu nach einem Funktions-Update. Native Apps auf der Uhr könnten ein Knüller werden. Apple legt mit seiner ersten Watch etliche Grundlagen, die über das hinausgehen, was man bislang gesehen hat. Das Fundament steht, es eröffnet viele Möglichkeiten. Alles andere muss sich in den nächsten Monaten zeigen.

Ich kann aus eigener Anschauung berichten, dass die Apple Watch ein Gerät ist, mit dem man sich erstmal einige Zeit beschäftigen muss. Aus diesem Grunde schätze ich die Entscheidung, nicht zu den ersten gehören zu wollen, die ein Review veröffentlichen, sondern besser auch den wichtigen Aspekt der Alltagstauglichkeit zu beleuchten.

Es gibt an der Apple Watch vieles, was einem unglaublich nützlich erscheint. Andererseits frage ich mich, zum Beispiel bei den Fitness-Funktionen, ob sich auch langfristig ein Nutzen entfaltet oder ob das eher eine zeitweilige Spielerei ist, derer man irgendwann müde wird.

Vielleicht hat Apple aber auch deshalb noch Luft nach oben gelassen. Das GPS-Tracking wäre zum Beispiel jetzt schon möglich, zumal fast jeder sein iPhone ständig bei sich trägt.

Quelle: Im Dauertest: So tickt die Apple Watch

Apple bietet fürs iPhone wieder ein Dock an

Freud und Leid sind beim iPhone Dock vereint: Immer wieder mussten iPhone-Besitzer das Zubehörteil neu kaufen, weil sich die Bauform in der neuen Gerätegeneration geändert hat. Dann kam der Lightning-Anschluss und die größeren Modelle und damit erstmal freie Fahrt für Drittzubehörhersteller, weil Apple selbst kein eigenes Dock mehr im Angebot hatte.

Jetzt hat sich Apple mit einem Dock zurückgemeldet, das gute Chancen hat, auch die nächsten iPhone-Generationen zu überdauern. Allerdings ist auch der Preis deutlich gestiegen: 45 Euro kostet das Teil.

Quelle: iPhone Lightning Dock – Apple Store (Deutschland)

iMac mit 5K Retina Display ist teurer geworden

Der iMac mit 5K Display wurde durch ein zweites, etwas günstigeres Modell ergänzt.

Die Freude über das günstigere Einstiegsmodell hat viele Blogger und Journalisten übersehen lassen, dass das bisherige Modell (zumindest als Build-to-Order-Version) in Europa deutlich teurer geworden ist.

Quelle: Apple stellt 15-Zoll MacBook Pro mit Force Touch Trackpad & günstigeren Retina 5K iMac vor » iFrick.ch – Nothing but Tech

Overcast and the learning curve of Apple Watch design [English]

Marco Arment hat seine App Overcast für die Apple Watch deutlich überarbeitet.
The new interface design for Overcast on the Apple Watch.

iOS developer Marco Arment has changed the user interface design of his podcast app Overcast for the Apple Watch. In a blog post he explains his motives. Arment had created the first version of the interface for the Apple Watch even before he received the watch. When he took his own Apple Watch in operation, he noted quickly that the chosen design sucked because it was too complicated and there were long loading times.

Arments blog post is a must-read for developers as there is an increasing number of criticism about the Watch and third-party apps. Some say that the watch is a fault because it’s easier to usse the iPhone than waiting for apps to load and learning their specifics.

In my opinion the users of the Apple Watch should give some months to the developers for adapting their apps for the Apple Watch. It’s a complete new user interface which requires designers to rethink the logic of their apps. Designs which are successful on the iPhone or iPad are not automatically the best choice of design for the Watch. Overcast is a good example for that. I also think that even Apple will evaluate the criticism and rethink some parts of the operating system of the Watch.

Quelle: Redesigning Overcast’s Apple Watch app – Marco.org

Apple Watch: Neues Design für Overcast

Marco Arment hat seine App Overcast für die Apple Watch deutlich überarbeitet.
Marco Arment hat seine App Overcast für die Apple Watch deutlich überarbeitet.

(Switch to the English version of this blog post)

iOS-Entwickler Marco Arment hat das Design seiner Podcast App Overcast für die Apple Watch komplett geändert. In einem Blogeintrag erklärt er seine Beweggründe. Arment hatte das User Interface für die Apple Watch erstellt, bevor er selbst die Uhr besaß. Als er seine Apple Watch in Betrieb nahm, stellte er rasch fest, dass das gewählte Design umständlich und mit langen Ladezeiten behaftet war.

Arments Beitrag ist insofern interessant, da bereits verschiedentlich Kritik zu lesen war (siehe auch hier), dass die Bedienung von Apps auf der Watch umständlich ist und sich oft kein Vorteil erkennen lässt.

Möglicherweise sind jene, die die Watch deshalb gleich abschreiben, voreilig, da zunächst ein Lernprozess für die Entwickler notwendig ist, um sich auf den wesentlich kleineren Bildschirm und die Eigenarten der Uhr einzustellen. Vermutlich dürfte auch Apple aus der Nutzerkritik manche Schlussfolgerung für das Uhren-Betriebssystem ziehen. Ganz sicher ist schon einmal, dass die Möglichkeiten für Dritthersteller-Apps (mittels WatchKit) in Zukunft ausgebaut werden sollen.

Quelle: Redesigning Overcast’s Apple Watch app – Marco.org

Gutjahr findet die Apple Watch Quatsch

Die Apple Watch. Foto: (c) Apple
Foto: (c) Apple

Richard Gutjahr hat sich ein lustiges Wortspiel zur Apple Watch (Apple Quatsch) einfallen lassen. Das Titelbild finde ich gelungen, weil es sich deutlich von anderen Reviews abhebt. Die Rezension kann ich in Ermangelung eines Gerätes derzeit noch nicht im Detail nachvollziehen, bin aber auf jeden Fall dankbar für den Input und werde diese Punkte besonders ins Auge nehmen.

Sein Fazit:

Die Apple Watch ist ein Gimmick, das schwer an den Apple Newton erinnert. In der Theorie fantastisch, im Alltag unbenutzbar. So gerne ich auf den Vergleich verzichtet hätte, bin ich mir sicher: Unter Steve Jobs wäre die Apple Watch in dieser Form niemals auf den Markt gekommen.

Unter Steve Jobs hätte es auch niemals Ping gegeben oder Mobile Me. Obwohl? Moment. Gab es ja doch.

Aber Spaß beiseite:

Auch unter Steve Jobs wurde nicht jedes neue Produkt zum Erfolg. Und manche Idee, wie Mobile Me, brauchte erst tiefgreifende Veränderungen und einen neuen Namen, um doch noch eine gute Resonanz zu erfahren. Insofern finde ich diesen Vergleich sehr schwierig. Wir haben diese Aussagen zu lesen bekommen, seit Steve Jobs vor vier Jahren gestorben ist. Und wir werden sie wohl auch noch jahrelang zu hören bekommen.

Das Echo zur ersten Apple Watch ist – was ich bislang so lese – geteilt. Selbst jene Rezensenten, die oft Neuerscheinungen sehr positiv begleiten, hatten in ihren Bewertungen einiges an Wenn und Aber. Interessant finde ich, dass die Kritikpunkte aber von Tester zu Tester sehr unterschiedlich sind. Es gibt nur wenige Schnittmengen, was Apples Aussage stützt, dass die Watch das bislang persönlichste Produkt ist. Somit gehen auch wohl die Befindlichkeiten weit auseinander.

Braucht man sowas? Auf diese Standard-Frage hat John Gruber (Daring Fireball) eine schöne Antwort geliefert:

Of course you don’t need it. No one, not one person on the face of the earth, needs any $400 watch, Apple Watch or otherwise.3

The right question is simply “Do you want one?

Amazon will Pakete in den Kofferraum liefern lassen

Der Online-Händler Amazon will seinen Prime-Kunden zukünftig die Möglichkeit geben, Pakete direkt in ihrem Kofferraum abzulegen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll ab Mai 2015 im Großraum München stattfinden. Das Unternehmen kooperiert dazu mit dem Paketdienst DHL und dem Autohersteller Audi.

Nach der Drohne jetzt der Kofferraum – auf den ersten Blick scheint es, als wäre Amazon jede schräge Idee recht, um etwas Publicity zu bekommen.

In Wirklichkeit steckt aber ein fundamentales Problem des Onlineshoppings dahinter: Für Versender und Versandunternehmen ist es ein riesiges Problem, das viele Empfänger durch Beruftstätigkeit etc. während der Zustellzeiten zuhause nicht anzutreffen sind.

Zum Glück gibt es ja Nachbarn. Doch bei dem Paketvolumen, das manche Nachbarschaften heute empfangen, kann das auch kein Dauerzustand sein – zumindest, wenn man möchte, dass einem die Nachbarn auch künftig noch wohl gesonnen sind.

Und die Packstationen sind vielerorts ein so großer Erfolg, dass die Kapazitäten häufig ausgeschöpft sind, besonders natürlich zu Weihnachten. Würden noch mehr Menschen auf die Packstation umschwenken, ginge dort wahrscheinlich bald gar nichts mehr.

Ich entsinne mich, dass zu Beginn die Packstation auch gerne von DHL genutzt wurde, um Sendungen zu hinterlegen, wenn jemand nicht zuhause war. Das wird meines Wissens mittlerweile gar nicht mehr praktiziert, sondern in meinem Fall musste ich dann eine Filiale aufsuchen.

 

Quelle: Amazon will euren Kofferraum beliefern: Das steckt hinter dem Pilotprojekt mit Audi und DHL | t3n

Im iPhone steckt ein verdecktes UKW-Radio

Einige haben sich vielleicht schon einmal so wie ich gefragt, warum eigentlich diverse Smartphone-Hersteller ein UKW-Radio im Gerät einbauen (das sie oft kaum bewerben) und Apple so etwas nicht vorhält. Nun, eine plausible Erklärung wäre, dass Apple auf unnützen Ballast verzichtet und – zumindest in meinem Fall – ein UKW-Radio im Smartphone entbehrlich ist.

Zumindest technisch steckt aber auch in jedem iPhone ein UKW-Radio:

You probably didn’t know it, but there’s a FM radio inside your iPhone. It’s part of the wireless chip that provides the phone with WiFi and Bluetooth (the Murata 339S0228 chip, in the case of the iPhone 6). Apple has this functionality switched off, and the National Association of Broadcasters would like the company to switch it on, arguing that there are a number of benefits over streamed radio content.

Wenn die Technik sowieso im Chip sitzt, warum wird sie dann nicht zumindest für Dritt-Apps freigegeben? Die Antwort ist, dass es allein mit dem Empfangsmodul nicht getan ist. Es fehlen eine brauchbare Antenne und ein Verstärkermodul, was beides Platz benötigt, der nun wirklich nicht unbedingt verschwendet werden muss. Die meisten anderen Smartphones lösen das Antennenproblem, indem das Headset als Antenne fungiert. Das wäre sicherlich auch im Falle des iPhones denkbar, entspricht aber wohl kaum dem Anspruch, den Apple an Technologien stellt.

Zumindest einen guten Grund gibt es aber schon, das Fehlen des Radios zu bedauern:

Users could avoid expensive data charges and save battery life if they listen to the FM chip for free. Listening to streaming drains your battery three to five times faster than listening to the exact same content on the FM chip [and] it’s a critical resource in an emergency.

Im Katastrophenfall hätte der Anwender also ein brauchbares Batterieradio, das er so wohl nicht mehr unbedingt vorhält. Und wenn wir mal darüber nachdenken, ob die Mobilfunknetze im Ausnahmezustand wohl noch funktionieren, so wird einem das UKW-Radio im Smartphone immer sympathischer.

Doch selbst wenn Apple sich irgendwann doch noch entscheidet, dem Wunsch der amerikanischen Rundfunkanstalten zu beugen (was unwahrscheinlich ist), so bleibt das Problem, dass viele Länder schon drauf und dran sind, analoge UKW-Sender abzuschalten. Ersatz ist DAB-Funk. Und natürlich … Onlinestreaming.

Wie die Apple Watch den Puls misst

Apple hat in einem Supportdokument buchstäblich Licht ins Dunkel gebracht, wie die Apple Watch den Puls misst. Manch einer hat vielleicht schon mal mit seinem iPhone den Puls gemessen. Dabei wird die Blitz-LED genutzt, um durch den Finger zu leuchten und die Kamera hat dann freies Sichtfeld auf den Blutfluss (häufig zumindest).

Die Apple Watch arbeitet mit grünen LEDs. Das Verfahren ist denkbar einfach, aber – so wie man hört – effizient:

The heart rate sensor in Apple Watch uses what is known as photoplethysmography. This technology, while difficult to pronounce, is based on a very simple fact: Blood is red because it reflects red light and absorbs green light. Apple Watch uses green LED lights paired with light?sensitive photodiodes to detect the amount of blood flowing through your wrist at any given moment. When your heart beats, the blood flow in your wrist — and the green light absorption — is greater. Between beats, it’s less.

Journalismus: Sterben, um zu leben?

Richard Gutjahr hat auf den Österreichischen Journalismustagen eine Brandrede über die Perspektiven des Journalismus gehalten und dass er den Glauben an eine baldige Verbesserung verloren hat.

Auch wenn ich zuletzt mit Richards Aussagen nicht immer einverstanden war, ist diese Rede sehr lesenswert und enthält allerlei Denkanstöße.