Snap, Snap, hurra!

In den 1990-er Jahren war es en vogue, auf die Bild-Zeitung zu schimpfen, ohne sie zu lesen. „Die BILD lesen? Ich? Niemals“, lautete eine verbreitete Antwort, obwohl sich die Zeitung täglich millionenfach verkaufte. Klar, muss man ein Produkt nicht dauerhaft beziehen, um es kritisieren zu dürfen. Aber die Bild-Zeitung schuf mit ihrem Slogan „Bild dir Deine Meinung“ schon einen wichtigen Hinweis darauf, dass die Fairness es gebietet, sich erstmal eine Meinung zu bilden. Und nicht einfach etwas hinauszutragen.

Im Jahre 2016 reden wir über Snapchat. Der App-basierte Messagingdienst machte sich vor ein paar Jahren einen Namen als beliebtes Sexting-Tool unter Teenagern in den USA. So konnten sie sich Nacktfotos zuschicken, die sich nach einigen Sekunden selbst zerstören. Scheinbar zumindest, denn natürlich konnte der Empfänger ein Bildschirmfoto anfertigen. Oder ein konventionelles Foto vom Bildschirm machen.

Ohne sich grundlegend zu ändern, hat Snapchat es geschafft, sich des zweifelhaften Rufes zu entledigen. Momentan ist es stark im Trend, bei Snapchat zu sein und seine Geschichten zu teilen: Kurzvideos und skurrile Fotos. Das Ganze lebt augenscheinlich vor allem davon, schräg zu sein. Als Informationsquelle ist es nur bedingt zu gebrauchen. Snap, Snap, hurra! weiterlesen

Auf einen zweiten Blick: Gigaset Elements

Es ist selten geworden, aber wenn den Verbraucher heutzutage im Zusammenhang mit technischen Geräten etwas erfreut, dann ist es die Beständigkeit einer Investition. Dies ist angesichts nahezu halbjährlicher Produktzyklen eher selten geworden, aber für den Bereich Smart Home scheinen noch andere Regeln zu gelten. Dies hat aber auch mit dem Erlösmodell zu tun. Gigaset bietet Zusatzdienste wie eine Videoüberwachung übers Netz für einen monatlichen Aufpreis an. Das reduziert den Druck, immer wieder neue Hardware an den Mann zu bringen. Andererseits hatte man das System technisch augenscheinlich aber auch gleich für die Zukunft ausgelegt.

So haben wir also Gigaset Elements schon einmal, vor einigen Jahren, an dieser Stelle vorgestellt. Dass das Sicherheitssystem hier ein zweites Mal Thema ist, hat damit zu tun, dass Gigaset zwischenzeitlich stark an der Software gefeilt hat. Überdies gibt es noch weitere Sensoren und Elemente, die nachträglich hinzugefügt werden können, so dass ein zweiter Blick lohnt. Auf einen zweiten Blick: Gigaset Elements weiterlesen

Let us loop you in – Rückblick auf das Apple Event im März 2016

Über das Apple Event im März 2016 sprechen Jean-Claude Frick und ich in einer Sonderausgabe des Apfelfunks. Nachfolgend noch einige weitere Gedanken.

Was kann einem Schenkenden auf der Geburtstagsparty so richtig die Laune vermiesen? Richtig, wenn die große Überraschung vorher schon von jemandem verraten wird.

Genauso dürften sich wohl die Verantwortlichen bei Apple fühlen. Die Events des IT-Giganten aus Cupertino folgen einem traditionellen Ablauf. Im Kern steht die Botschaft, dass Apple seinen Kunden und der Welt neue technische Innovationen schenkt.

Verdoppelung des Durchsickerns

Vor vier Jahren kündigte Apple-Chef Tim Cook auf der D10-Konferenz an, die Sicherheit im Konzern zu verdoppeln. Nichts sollte mehr durchsickern und den Events ihre Magie nehmen können. Im Jahre 2016 sieht es eher so aus, als wenn die Mark Gurmans dieser Welt ihre Quellen verdoppelt haben. Gurman von 9to5Mac sagte die aktuelle Produktvorstellung mit einer Genauigkeit voraus, dass fast gar nichts mehr an Überraschungen übrig blieb.

So nahm die Weltöffentlichkeit also die „erwarteten“ Geschenke entgegen, was ihren Wert freilich kaum schmälert. Das iPhone SE und das kleinere iPad Pro haben das Zeug, zu Bestsellern zu werden.

Die wirkliche Spannung geht ohnehin nicht von den Produkten aus, die bekannte Designs und Technologien in anderen Formaten zurückbringen. Richtig spannend ist, welchen strategischen Vorteil sich Apple mit den Geräten im hart umkämpften Markt verschafft.

Neues Leben für ein altes Design

Das iPhone SE ist insofern bemerkenswert, weil es ein vermeintlich auslaufendes Design reaktiviert. Wer hätte nach der Vorstellung des iPhone 6 gedacht, dass es mit dem Design des iPhone 5s noch einmal ein Wiedersehen jenseits der Resteverkäufe geben würde. Dieses Novum, dass ein altes Design zu neuem Leben erwacht, dürfte bei einigen wohl auch den Eindruck erzeugt haben, dass Apple hier von den sich verweigernden Käufern klein beigibt, weil eben doch nicht alle Welt ein größeres Smartphone haben möchte.

Wer so argumentiert, übersieht die Ingenieursleistung, die in Geräten wie dem iPhone SE stecken. Die Frage ist berechtigt, ob es technisch vor zwei Jahren überhaupt möglich gewesen wäre, in der kleineren Bauform des 5s ohne große Abstriche bei der Akkuleistung ein Gerät wie das 6 oder 6s zu integrieren. Das große Display des iPhone 6 bzw. 6 Plus war nicht nur Selbstzweck. Es eröffnete Apple auch mehr Möglichkeiten, sich hinter dem großen Bildschirm mit der zugrunde liegenden Technik auszubreiten. Diese Technik jetzt in ein kleineres Gehäuse zu verbauen, macht man folglich nicht einfach so: Das ist eine technische Errungenschaft.

Dass das so wenig Wertschätzung erfährt, liegt auch an Apple selbst. Der Konzern hat den Slogan „It just works“ geprägt. Es funktioniert einfach. Also fragt auch keiner, warum es funktioniert. Und in dieser Vorstellungswelt ist es eben auch ein Kinderspiel, die besseren Komponenten in ein kleineres Gehäuse einzubauen. In Wirklichkeit ist es das eben nicht.

Die Rückkehr zum 4-Zoll-Display ist für Apple nur ein kleines Wagnis. Der Nutzen könnte hingegen groß sein, weil andere Hersteller Topmodelle in dem Format vermissen lassen. Keiner weiß, wie viele den Weg Apples zum größeren Smartphone gar nicht mitgegangen sind und jetzt begierig auf das neue Modell warten. Das iPhone SE wird zwar niemals die tragende Säule in den iPhone-Verkäufen sein. Eine so kleine Nische wie das iPhone 5c mit seinem bunten Rücken wird es wohl auch nicht bekleiden müssen.

Ein iPad zwischen zwei Extremen

Beim kleineren iPad Pro ist die Frage nach der Nische schon eher berechtigt. Die iPad-Verkäufe haben sich in den vergangenen Jahren nicht zum Positiven entwickelt. Das 9,7-Zoll-Gerät befindet sich zwischen zwei Extremen: Dem kleineren iPad Mini und dem ganz großen iPad Pro.

Hinsichtlich der Technik drängte sich schon seit dem iPad Air die Frage auf, wo hier noch die Luft nach oben sein soll. Das iPad Air 2 brachte etwas mehr Leistung und den Touch-ID-Sensor. Mit der Umfirmierung und Erweiterung zum Pro öffnen sich der mittleren iPad-Linie die Türen zu neuen Funktionen wie dem Pencil und der andockbaren Tastatur.

Die Frage ist, wo Apple selbst das mittlere iPad am Ende eines Geschäftsjahres sieht. Der höhere Preis lässt zumindest nicht vermuten, dass das Hauptaugenmerk in Sachen iPad auf der mittleren Linie liegt. Wer in ein iPad Pro investiert, könnte bei Ausgaben von fast 1000 Euro geneigt sein, gleich ins größere Gerät zu investieren. Wer ein erschwinglicheres Gerät kaufen möchte, orientiert sich eher an das deutlich günstigere Mini oder Air 2. Das ist möglicherweise Kalkül, denn hätte Apple die beiden Pro-Geräte gleichberechtigt gesehen, hätte man sie sinnvollerweise auch zeitgleich präsentiert. Anders als beim iPhone SE liegen nicht zwei Modellgenerationen zwischen den Veröffentlichungen. Zumindest eines ist die 9,7-Zoll-Linie aber glücklicherweise nicht: verzichtbar.

Fazit: Für jeden etwas dabei

Am Ende war das Apple Event im März 2016 weniger ein Feuerwerk der Innovationen, als ein sinnvolles Vervollständigen vorhandener Produktlinien und ein Platzieren strategisch bedeutsamer Geräte. „Let us loop you in“ spielte zwar auf die letzte Keynote im alten Campus an. Aber der Aspekt eines Einkreisesn passt genauso zum Markt und zu den Bedürfnissen des Verbrauchers. Apples neue Strategie scheint es zu sein, für (fast) jeden Wunsch ein passendes Gerät parat zu haben, ohne aber billig und damit einhergehend beliebig daherzukommen. Hier schließt sich der Kreis.

iPad Pro: Große Klasse

 

Mit dem iPad Pro kommt Apple buchstäblich ganz groß raus. Dank des Pencils ist das 12,9-Zoll-Gerät vor allem eine Verneigung vor den kreativen Käufern. Aber auch für den mobilen Filmgenuss ist es einfach großartig. Ein Test.

Das iPad Pro war mir kurz nach seiner Präsentation zunächst suspekt. Wer braucht so ein riesiges Tablet, das die Grenzen der Klasse der mobilen Geräte aufweicht, ja, sie grob überschreitet? Gibt es dafür nicht Notebooks? Und auch die erste Begegnung mit dem iPad Pro in einem  Elektronikmarkt endete mit Zweifeln: In die Hand genommen, ist es gewaltiger als auf Bildern. Das iPad Air, bislang das Maß der Dinge in punkto Größe, sieht dagegen wie ein Mini aus. Und auch in punkto Gewicht ist das Tablet ein Kaliber: Wer schon das erste iPad sein Eigen nannte, kann es sich ungefähr in dieser Kategorie vorstellen (Technische Daten bei Apple).

Im Alltag, nach einigen Testwochen, relativiert sich manche Aufgeregtheit und der Blick ist frei für das Wesentliche: Und hier sticht natürlich vor allem das gewaltige Display ins Auge. Egal wie man zu Gewicht und Maßen des iPad Pro steht: Der Bildschirm ist in Farbbrillianz, Schärfe und Helligkeit imposant und grandios. Wie bei den Retina-Displays (iPad; MacBook Pro, iMac 5k) und den größeren iPhones ist der 12,9-Zoll-Bildschirm das Aushängeschild dieses Geräts und der Faktor, der einem als erstes fehlt, wenn man zu den vorherigen Geräten zurückkehrt.

Bei Gewicht und Maßen setzt indes eine Gewöhnung ein. Die etwas mehr 710 Gramm erscheinen einem gemessen an der Größe vergleichsweise leicht. Hier zeigt sich, wie stark das Empfinden auch von der Optik bestimmt wird. Der Schwerpunkt des Geräts ist gut austariert. Trotzdem bleibt das iPad Pro im Empfinden groß und wer es sich auf den Bauch stellt, um einen Film zu gucken, wird nach einiger Zeit merken, dass es eben auch nicht federleicht ist. Viele werden sich deshalb zurecht überlegen, ob es für sie als Second Screen auf der Couch in Frage kommt. Hierbei spielt auch hinein, dass es zum Beispiel beim Anschauen von Videos – was ein großartiges Erlebnis ist – spürbar schneller an Akkuladung verliert als seine “kleinen Geschwister” Air und Mini. Dass ein größerer Bildschirm dieser Güte mehr Energie benötigt, ist allerdings nichts Außergewöhnliches. Und viele Stunden Nutzungszeit sind trotzdem garantiert.

Dass Apple vier Lautsprecher verbaut hat, die das iPad Pro gut klingen lassen, egal wie herum man es hält, ist bemerkenswert. Es zeigt, dass der Begriff Pro nicht allein im geschäftlichen Bereich angesiedelt wird, sondern jedweden Anwender mit hohen Ansprüchen befriedigen soll.

Das iPad, das die Fachwelt rief

Zur Geschichte dieses Geräts muss gesagt, dass das iPad Pro nicht aus heiterem Himmel in den Schoß des Anwenders fiel. Schon längere Zeit war darüber spekuliert worden, dass Apple ein größeres iPad plant. Bekannte Techblogger forderten Apple geradezu auf, ein Profi-Gerät herauszubringen. Und sicherlich hat auch Microsoft mit dem Surface Pro sowie andere Hersteller mit Geräten, die zwischen Tablet und Notebook eine neue Liga eröffnet haben, dazu beigetragen, dass auch in Cupertino an einer Antwort darauf gefeilt wurde.

Der Unterschied zu den Windows-Geräten ist, dass Apple nicht sein Desktopbetriebssystem aufgespielt hat, sondern weiterhin auf das mobile Betriebssystem iOS setzt. Das hat Vorteile, wenn es darum geht, das iPad Pro schnell zu aktivieren und zu einer App zu gelangen. Aber es bringt eben auch Einschränkungen mit sich, weil iOS kein vollwertiges Desktopbetriebssystem ist. Eine ganze Reihe von Programmen gibt es nicht für iOS und es ist aufgrund der Eigenheiten und Beschränkungen des Systems auch nicht möglich, sie einfach zu portieren. Aber es ist gerade für den Anwender, der auf Standardlösungen setzt, sehr wohl möglich, seine Arbeit mit einem iPad Pro zu erledigen.

Renaissance der Stiftbedienung

Und dann ist da dieser Stift. Der Apple Pencil gilt einigen als ein gebrochenes Versprechen, dass Apple eben nicht zu jenen Herstellern gehören will, die auf einen so genannten Stylus setzen. Aber Befürchtungen, der Pencil könnte die Touchbedienung in Frage stellen, sind unbegründet. Ganz im Gegenteil hätte Apple ruhig sogar noch etwas mehr auf die Integration des Stifts setzen können. Bei den mitgelieferten Apps sind es gerade mal die Notizen, die von dem hohen Reaktionsvermögen, den Feinheiten beim Druckpunkt und dem guten Handling des Stiftes Gebrauch macht. Ansonsten ist der Anwender gegenwärtig auf Dritt-Apps angewiesen, um den Stift einzusetzen. Das ist schade, da der Pencil nicht nur gut funktioniert, sondern auch schick aussieht und dank eines ausgeklügelten Schwerpunkts nicht vom Tisch rollt, sondern liegenbleibt.

Er ist aber auch nicht günstig. Und das ist das iPad Pro auch nicht. Die 1000-Euro-Grenze ist rasch durchbrochen, erst recht beim Kauf von Stift und Tastatur. Ähnlich dem  Mac Pro legt Apple hier andere Maßstäbe beim Preis an.  Es ist  wohl auch Ausdruck einer gewissen Exklusivität, die allerdings Interessierte abschrecken könnte. Ein vierstelliger Betrag für ein Tablet übersteigt bei vielen eine Schmerzgrenze. Der Vorteil gegenüber einem ähnlich viel kostenden Notebook liegt derzeit noch nicht so glasklar auf der Hand.

Was aber nur wenige bemerkt haben: Das iPad Pro ist eine Verneigung Apples vor jener Kundengruppe, die dem Hersteller selbst in schlechten Zeiten die Treue hielt: Zusammen mit dem Pencil ist es ein Gerät für Kreative, die neben einer großen Zeichenfläche einen perfekt abgestimmten Eingabestift erhalten.

Fazit: Großartig

Zusammen mit der Tastatur ist das iPad Pro ein Gerät für Nutzer, die ein Tablet mit Laptopqualitäten haben möchten. Einige Blogger haben schon erklärt, ihren Workflow dahingehend umzustellen. 

Und ohne das ganze Zubehör ist es einfach ein riesiges iPad, das seinen gewaltigen Bildschirm bei optischen Anwendungen wie dem Filmgenuss voll ausspielt.

Kurzum: Das iPad Pro ist ein Gerät mit vielen Qualitäten. Aber es ist nicht ein Gerät für jedermann. Es ist – wie der Name schon sagt – ein Pro.

Apfelfunk

apfelfunk-artwork1Am 3. Februar habe ich zusammen mit Jean-Claude Frick einen neuen Podcast namens Apfelfunk gestartet.

Alle zwei Wochen wollen wir in der Sendung über Apple-Themen sprechen. Das Interesse, über diesen spannenden Bereich zu podcasten, besteht bei mir schon längere Zeit. Mit Jean-Claude freue ich mich einen Mitstreiter gefunden zu haben, der einerseits über eine hohe Detailkenntnis verfügt, andererseits all die positiven Eigenschaften mitbringt, die einen guten Podcaster ausmachen.

Nach der ersten Folge habe ich ein sehr gutes Gefühl. Ich würde mich freuen, wenn dieses neue Projekt viele Hörer gewinnt.

Thomas Fischer

Fischer im Recht – so heißt die Kolumne von Thomas Fischer bei Zeit Online. Die wöchentlichen Beiträge sind überaus lesenswert. Der E-Mail-Newsletter kann kostenlos bestellt werden.

Ich weiß gar nicht mehr so genau, welcher Zufall es war, der mich auf die Kolumne von Thomas Fischer bei Zeit Online aufmerksam werden ließ. Zumindest war es in dem einen Jahr, in dem es die Kolumne gibt, zu einem späteren Zeitpunkt. Ich kann mich folglich nicht zum Kreise derer zählen, die besonders früh dabei waren. Trotzdem zähle ich mich zu den begeisterten Lesern. Und diese Begeisterung möchte ich hier mitteilen, um den Zuspruch für Fischers Kolumne zu erhöhen.

Obwohl ich das Lesen der neuen Beiträge wegen ihrer Länge immer wieder mal vor mir herschiebe, habe ich die Entscheidung des Abonnierens bis heute nicht bereut. Fischer ist ein Original, was gemeinhin so gesagt wird, wenn jemand einzigartig ist. Ich wünsche nur, er wäre nicht einer von wenigen, die so sind.

Was der Bundesrichter da in seinen Texten mitunter betreibt, ist etwas, das leider selten geworden ist: Er bezieht Stellung. Besonders großartig fand ich seinen Beitrag über Ärztekorruption und das besondere „Vertrauensverhältnis“ zwischen Arzt und Patienten, das immer wieder beschworen ist. Mit dem Hinweis, doch mal den Arzt zum Grillen einzuladen und seine Antwort abzuwarten, holt Fischer einen auf den Boden der Tatsachen zurück. Eigentlich geht es ja vor allem um Rechtsthemen, jüngst etwa um Notwehr. Fischer betreibt Aufklärung, weil viele Menschen es nicht immer nachvollziehen können, wie Entscheidungen in der Rechtssprechung entstehen und warum eine vermeintliche Ungerechtigkeit am Ende oft gar keine ist (zumal das ja mit Gerechtigkeit und Recht sowieso so eine Sache ist).

Der Autor (und sein Medium) nehmen es dabei in Kauf, dass einige Leser ihnen böse sind. Das aber macht die Kolumne gerade so charmant, weil sie schonungslos geschrieben ist und nicht versucht, es allen recht zu machen.

Fischer ist nicht nur Teil der letzten Instanz der deutschen Gerichtsbarkeit. Er scheint mir auch die letzte Instanz zu sein, wenn es um klare Aussagen angeht.

Sehr zu empfehlen ist auch das Video der Zeit Online-Veranstaltung in Berlin mit Fischer. Und natürlich sei hier auf seine Homepage verwiesen.

Smartphone mit Salz und Wasser aufladen

Der Albtraum eines jeden Vielnutzers von Smartphones ist der leere Akku. Die Gerätehersteller sorgen zwar dafür, dass die Batterien einen Tag durchhalten. Trotzdem gibt es Tage mit besonderer Beanspruchung und manchmal keine Steckdose in der Nähe. Die Lösung: Eine Brennstoffzelle.

Diesen Ansatz verfolgt zumindest MyFC mit JAQ, einem sehr kleinen Brennstoffzellen-Ladegerät, bei dem zudem besonders Wert auf das Design gelegt wurde. Diese Bemühungen haben sich ausgezahlt: Obwohl noch nicht verfügbar, gibt es schon einmal den German Design Award für JAQ.

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Umfrage: Apple bei Wearables vorne

Wenig überraschend: Apple genießt bei Interessenten für Smartwatches den besten Ruf. Dies hat jetzt eine Umfrage von Juniper Research in Großbritannien ergeben. Allerdings: Nur wenige sind bereit, mehr als 175 US-Dollar für ein Wearable auszugeben.

Apple Watch
Sehr beliebt: Wearables von Apple. Foto: LWYang/Flickr/CC BY 2.0

Die coolste Marke für Wearables ist Apple. Damit geht es augenscheinlich nicht nach dem Datum des Markteintritts, denn sonst wäre Pebble als einer der Pioniere für Smartwatches mit vorne und stünde nicht abgeschlagen auf Platz 20. Doch nicht nur, dass Apple und Samsung ganz vorne in der Rangliste stehen: Ihre Namen wurden in sage und schreibe 75 Prozent der Antworten genannt. Damit sind bekannte Uhrenmarken wie TAG Heuer (Platz 9), Omega (16) und Breitling (17) deutlich auf die Hinterbank verwiesen worden.

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WordPress beschleunigen – meine Tipps

Jeder Internetnutzer kennt das aus eigener Anschauung: Es gibt kaum etwas Nervigeres als lange Ladezeiten beim Aufrufen von Websites. Grund genug, beim eigenen Blog anzusetzen und WordPress in Sachen Tempo auf den Prüfstand zu stellen.

Voraussetzung für schnelle Ladezeiten ist natürlich zuallererst ein schneller Webserver. Hier gibt es gerade für Blogs spezielle Angebote, die oft kostspielig sind. Natürlich reagiert ein Server wesentlich schneller, wenn er statt einer Festplatte mit SSD-Speicher arbeitet. Aber lohnt sich das bereits für kleine oder mittlere Blogs? Oder ist das nicht eher eine Upgrade-Option, wenn das Blog erfolgreicher wird?

Ich habe mich für einen kostengünstigeren Ansatz entschieden. Der vorhandene Webspace bei Hosteurope ist erstmal ausreichend. Die Ping-Zeiten sind im grünen Bereich. Stattdessen habe ich den Hebel dort angesetzt, wo die Abrufe am häufigsten ausgebremst werden: In der WordPress-Installation.

WordPress ist ein wunderbares System, das einem viel Arbeit abnimmt, wenn es vernünftig konfiguriert ist. Gleichzeitig verliert man als Nutzer aber auch schnell aus den Augen, wie viele Prozesse im Hintergrund laufen. Datenbankabfragen kosten Zeit. Entsprechend ist eine Website viel schneller, wenn sie auf statischen Seiten basiert, so wie das in den 1990-er Jahren noch üblich war.

Ich habe lange experimentiert und bin jetzt bei zwei Plug-Ins gelandet, die das Tempo von WordPress deutlich erhöhen, indem sie mit statischen Elementen arbeiten. Das eine ist ZenCache und legt abgerufene Seiten für eine bestimmte Zeit als Cache-Dateien ab. Somit entfällt die dynamische Erzeugung der Seite und das Abrufen der Datenbank. Wer als Besucher zuerst kommt, muss noch etwas Geduld mitbringen, aber nachfolgende Besucher profitieren von signifikant verbesserten Ladezeiten.

Autoptimize nimmt sich des zweiten zeitraubenden Faktors an: Der vielen Javascript- und CSS-Dateien, die nachgeladen werden. Das Plug-In fasst diese zusammen, so dass der Ladeprozess weiter verbessert wird. Generell empfiehlt sich natürlich auch ein Blick darauf, wie ladeintensiv das gewählte Theme ausfällt. Ich habe mich außerdem dazu entschieden, das Facebook-Plugin herauszuschmeißen, da es ebenfalls die Ladezeit erhöhte und für die Nutzer entbehrlich ist.

Um die Verbesserungen nachzumessen, empfehle ich Google PageSpeed Insights. Neben glücklicheren Nutzern soll ein schnelles Blog angeblich ja auch die Google-Bewertung des eigenen Blogs positiv beeinflussen.

Foto: valentin d/Flickr/CC BY 2.0

Eine Woche mit dem iPhone 6s Plus

Seit einer Woche benutze ich nun das neue iPhone 6S Plus und fasse hier meine ersten Eindrücke zusammen.

3D Touch

iPhone 6s und iPhone 6s Plus. Foto; Apple
iPhone 6s und iPhone 6s Plus. Foto: Apple

Das Aufklappen der Schnellstart-Funktionen (Quick Actions) durch tiefes Drücken auf das App-Icon ist sicherlich die Funktion, bei der viele Nutzer des iPhone 6s und 6s Plus zuerst mit 3D Touch in Berührung kommen.

Auch wenn ich dieses Power-User-Feature seit Anbeginn sehr einleuchtend finde, stelle ich nach einer Woche fest, dass ich es bislang noch kaum benutze. Das mag mit Gewohnheiten zu tun haben und mit meinem Nutzungsverhalten, vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Mehrzahl der Apps dieses Aufklappen bislang nicht unterstützt, wodurch es leicht in Vergessenheit gerät. Eine Woche mit dem iPhone 6s Plus weiterlesen