Amazon will Pakete in den Kofferraum liefern lassen

Der Online-Händler Amazon will seinen Prime-Kunden zukünftig die Möglichkeit geben, Pakete direkt in ihrem Kofferraum abzulegen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll ab Mai 2015 im Großraum München stattfinden. Das Unternehmen kooperiert dazu mit dem Paketdienst DHL und dem Autohersteller Audi.

Nach der Drohne jetzt der Kofferraum – auf den ersten Blick scheint es, als wäre Amazon jede schräge Idee recht, um etwas Publicity zu bekommen.

In Wirklichkeit steckt aber ein fundamentales Problem des Onlineshoppings dahinter: Für Versender und Versandunternehmen ist es ein riesiges Problem, das viele Empfänger durch Beruftstätigkeit etc. während der Zustellzeiten zuhause nicht anzutreffen sind.

Zum Glück gibt es ja Nachbarn. Doch bei dem Paketvolumen, das manche Nachbarschaften heute empfangen, kann das auch kein Dauerzustand sein – zumindest, wenn man möchte, dass einem die Nachbarn auch künftig noch wohl gesonnen sind.

Und die Packstationen sind vielerorts ein so großer Erfolg, dass die Kapazitäten häufig ausgeschöpft sind, besonders natürlich zu Weihnachten. Würden noch mehr Menschen auf die Packstation umschwenken, ginge dort wahrscheinlich bald gar nichts mehr.

Ich entsinne mich, dass zu Beginn die Packstation auch gerne von DHL genutzt wurde, um Sendungen zu hinterlegen, wenn jemand nicht zuhause war. Das wird meines Wissens mittlerweile gar nicht mehr praktiziert, sondern in meinem Fall musste ich dann eine Filiale aufsuchen.

 

Quelle: Amazon will euren Kofferraum beliefern: Das steckt hinter dem Pilotprojekt mit Audi und DHL | t3n

Im iPhone steckt ein verdecktes UKW-Radio

Einige haben sich vielleicht schon einmal so wie ich gefragt, warum eigentlich diverse Smartphone-Hersteller ein UKW-Radio im Gerät einbauen (das sie oft kaum bewerben) und Apple so etwas nicht vorhält. Nun, eine plausible Erklärung wäre, dass Apple auf unnützen Ballast verzichtet und – zumindest in meinem Fall – ein UKW-Radio im Smartphone entbehrlich ist.

Zumindest technisch steckt aber auch in jedem iPhone ein UKW-Radio:

You probably didn’t know it, but there’s a FM radio inside your iPhone. It’s part of the wireless chip that provides the phone with WiFi and Bluetooth (the Murata 339S0228 chip, in the case of the iPhone 6). Apple has this functionality switched off, and the National Association of Broadcasters would like the company to switch it on, arguing that there are a number of benefits over streamed radio content.

Wenn die Technik sowieso im Chip sitzt, warum wird sie dann nicht zumindest für Dritt-Apps freigegeben? Die Antwort ist, dass es allein mit dem Empfangsmodul nicht getan ist. Es fehlen eine brauchbare Antenne und ein Verstärkermodul, was beides Platz benötigt, der nun wirklich nicht unbedingt verschwendet werden muss. Die meisten anderen Smartphones lösen das Antennenproblem, indem das Headset als Antenne fungiert. Das wäre sicherlich auch im Falle des iPhones denkbar, entspricht aber wohl kaum dem Anspruch, den Apple an Technologien stellt.

Zumindest einen guten Grund gibt es aber schon, das Fehlen des Radios zu bedauern:

Users could avoid expensive data charges and save battery life if they listen to the FM chip for free. Listening to streaming drains your battery three to five times faster than listening to the exact same content on the FM chip [and] it’s a critical resource in an emergency.

Im Katastrophenfall hätte der Anwender also ein brauchbares Batterieradio, das er so wohl nicht mehr unbedingt vorhält. Und wenn wir mal darüber nachdenken, ob die Mobilfunknetze im Ausnahmezustand wohl noch funktionieren, so wird einem das UKW-Radio im Smartphone immer sympathischer.

Doch selbst wenn Apple sich irgendwann doch noch entscheidet, dem Wunsch der amerikanischen Rundfunkanstalten zu beugen (was unwahrscheinlich ist), so bleibt das Problem, dass viele Länder schon drauf und dran sind, analoge UKW-Sender abzuschalten. Ersatz ist DAB-Funk. Und natürlich … Onlinestreaming.

Wie die Apple Watch den Puls misst

Apple hat in einem Supportdokument buchstäblich Licht ins Dunkel gebracht, wie die Apple Watch den Puls misst. Manch einer hat vielleicht schon mal mit seinem iPhone den Puls gemessen. Dabei wird die Blitz-LED genutzt, um durch den Finger zu leuchten und die Kamera hat dann freies Sichtfeld auf den Blutfluss (häufig zumindest).

Die Apple Watch arbeitet mit grünen LEDs. Das Verfahren ist denkbar einfach, aber – so wie man hört – effizient:

The heart rate sensor in Apple Watch uses what is known as photoplethysmography. This technology, while difficult to pronounce, is based on a very simple fact: Blood is red because it reflects red light and absorbs green light. Apple Watch uses green LED lights paired with light?sensitive photodiodes to detect the amount of blood flowing through your wrist at any given moment. When your heart beats, the blood flow in your wrist — and the green light absorption — is greater. Between beats, it’s less.

Journalismus: Sterben, um zu leben?

Richard Gutjahr hat auf den Österreichischen Journalismustagen eine Brandrede über die Perspektiven des Journalismus gehalten und dass er den Glauben an eine baldige Verbesserung verloren hat.

Auch wenn ich zuletzt mit Richards Aussagen nicht immer einverstanden war, ist diese Rede sehr lesenswert und enthält allerlei Denkanstöße.

 

Liebe zum Detail: Der iMac mit Retina 5K Display im Test

Der iMac mit Retina 5K Display - Foto: (c) Apple
Der iMac mit Retina 5K Display – Foto: (c) Apple

In der Entwicklung des Desktop-Computers gab es viele Stationen: Besonders in Erinnerung bleiben im kollektiven Gedächtnis aber vor allem die Fortschritte in der grafischen Darstellung. Der erste Farbmonitor, größere Bildschirme und höhere Auflösungen waren gefühlt meist  größere Verbesserungen als etwa neue Geschwindigkeitsrekorde bei Prozessoren oder eine leistungsstärkere Grafikkarte.

Und mit Computern die Gefühle der Anwender anzusprechen, das versteht kaum ein Hersteller besser als Apple. Folglich musste sich der Tester auf ein Erlebnis gefasst machen, als der neue iMac mit Retina 5K-Display vor ihm stand. Schon die Verpackung mit der aufklappbaren Frontseite signalisiert einem, dass sich da ein kleiner Star präsentiert. Der Aufbau ist denkbar einfach und besteht lediglich aus dem Einstecken des Stromkabels. Die mitgelieferte Aluminiumtastatur und die Magic Mouse kommunizieren per Bluetooth mit dem Gerät. Die Ersteinrichtung besteht aus wenigen Schritten und schon präsentiert der iMac einem das, was ihn so signifikant von seinen gleich aussehenden Vorgängermodellen unterscheidet.

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Neues MacBook: Der Apfel leuchtet nicht mehr

Gute Beobachtung:

Doch die vielleicht wichtigste Änderung hat Apple dezent verschwiegen. Wichtig nicht in Sachen Technik, wichtig nicht in Sachen Usability – doch umso wichtiger in Sachen Markenwahrnehmung. Und: für die Apple-Jünger. Das leuchtende Apfel-Logo gehört der Vergangenheit an . Stattdessen – der noch flacheren Bauweise sei Dank – prangt zukünftig ein golden oder silbern schimmernder Apfel auf den Luxus-Geräten.

Wie sagte einst Steve Jobs? “To focus means to say no.” Auf jeden Fall eine mutige Entscheidung.

via Apple knipst das Licht aus: Warum dem MacBook bald das leuchtende Logo fehlt [Kolumne] | t3n.

Apple Watch: Jetzt sind die Dauernörgler dran

Spiegel Online will im Netz augenscheinlich mal wieder Klicks sammeln, indem gängige Klischees bedient und Gegenreaktionen herausgefordert werden (was leider in diesem Fall geklappt hat).

Hier die Quintessenz:

Apple hat seine Smartwatch präsentiert. Doch was taugt das neue Gadget? Nichts, sagt der ehemals Apple-Abhängige Stefan Kuzmany. Er findet die Uhr teuer, stillos und infantil.

Zunächst muss betont werden, dass der Ressortleiter Meinung und Debatte bei Spiegel Online hier etwas schlecht findet, was er augenscheinlich noch gar nicht selbst in die Hand genommen hat. Die Uhr erscheint erst Ende April. Er urteilt also abschließend über eine halbstündige Präsentation einer Uhr, die einen natürlich auf den ersten Blick faszinieren oder abstoßen kann. Aber sollte so ein Gerät der Vollständigkeit halber nicht auch im Alltag in Augenschein genommen werden?

Dazu passt es dann auch, dass die Fernsehserie “Knight Rider” und das Micky-Maus-Ziffernblatt offenbar argumentativ genügen, um die Uhr als infantil abzutun. Wer Argumente sucht, die die Kritik an Stil und Preis untermauern, muss auch lange suchen.

 

Ein wunderbarer Artikel für die Wiedervorlage in einem Jahr.

via Apple Watch: Braucht kein Mensch – Kommentar – SPIEGEL ONLINE.

Telekom plant umprogrammierbare SIM-Karte

Wer heute seinen Mobilfunk-Anbieter wechseln will, braucht dafür eine neue SIM-Karte. Dabei gibt es inzwischen Technologien, die eine Neuprogrammierung per Funk ermöglichen. Die Deutsche Telekom will solche “eSIMs” jetzt etablieren.

Endlich!

via Telekom will umprogrammierbare SIM-Karte in vernetzten Geräten | heise online.