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iPhone 6 / iPhone 6 plus im Test: Eine Frage des Formats

Das iPhone 6 (li.) und das iPhone 6 Plus. Foto: (c) Apple

iPhone 6 (li.) und  iPhone 6 plus.

Größe war bei den Mobiltelefonen jahrelang verpönt. Immer kleiner zu werden, das war das erklärte Ziel der Hersteller. Die ersten Handys, wenn man sie denn aus heutiger Sicht noch so nennen mag, waren klobig, groß und unhandlich. Rund um die Jahrtausendwende waren dann die Klapphandys groß in Mode. Bildschirm und Tastatur waren eh schon klitzeklein. Indem man sie praktisch zusammenklappen konnte, konnte die Gerätegröße noch einmal um die Hälfte reduziert werden (wenn auch mit Abstrichen bei der Tiefe).

14 Jahre später geht die Entwicklung in die umgekehrte Richtung. Mit den Smartphones wurden die Mobilgeräte wieder größer, da das mobile Internet nur ab einer bestimmten Bildschirmgröße Freude bereitet. Dafür wurde die Hardwaretastatur eingespart. Das Format des ursprünglichen iPhones mit 3,5 Zoll war in der Hinsicht ein guter Kompromiß zwischen Mobilität, nötiger Bildschirmgröße und am Anfang auch der technischen Machbarkeit.

Dass anfangs kaum einer nach größeren Bildschirmen verlangte, lag aber auch daran, dass die Nutzer sich in dieser neue Welt erst einmal einleben mussten. Heutzutage ist das Kommunikationsverhalten ein ganz anderes als im Jahre 2007. Hinzu kommt, dass das mobile Internet heute schneller und günstiger ist. Damit steigt die Nutzungsdauer und es wächst folglich auch der Wunsch nach größeren Bildschirmen. Das bisherige Format kam aus der Mode, weil es bei längerer Nutzung anstrengend für die Augen ist. Seither gehen die Mobilgeräte wieder in die Größe.

Handys werden wieder größer

Während sich andere Hersteller schon seit einiger Zeit mit immer größeren Geräten gegenseitig übertrumpfen, zierte sich Apple einige Zeit und machte mit dem iPhone 5 zunächst nur ein Zugeständnis an die Höhe. Mit dem neuen iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus ist nun klar: Die Zukunft ist groß und größer. Der Sprung vom 4-Zoll-Bildschirm (5S) zum 4,7- (iPhone 6) bzw. 5,5-Zoll-Format (iPhone 6 Plus) ist gewaltig.

Wer künftig weiterhin an neuen Betriebssystemversionen, besseren Kameras, schnelleren Prozessoren und neuen Funktionen teilhaben möchte, muss für sich entscheiden, welches Format besser gefällt. Ich habe beide Formate einem einwöchigen Test im Alltag unterzogen.

Das Äußere

Das iPhone 6 liegt besser in der Hand als das iPhone 5S, weil es mit seinen Rundungen ein Handschmeichler im Stile der früheren 3G-Modelle ist, zugleich aber die Wertigkeit des Designs der danach folgenden Modelle beibehält. Die Mischung aus Gewicht (129 Gramm), Dicke (6,9 Millimeter) und Materialien (Glas, Metall) wirkt gut aufeinander abgestimmt. Das iPhone 6 bringt 17 Gramm mehr auf die Waage als sein Vorgänger, doch angesichts des gleichzeitigen Größenzuwachses macht sich das kaum bemerkbar. Alleine dadurch, dass das Gerät so dünn ist, wirkt es wie ein Fliegengewicht.

Das iPhone 6 Plus ist da schon ein anderes Kaliber: Neben dem größeren Format von 15,8 mal 7,78 Zentimetern wiegt es 172 Gramm. Es fühlt sich damit in jeder Hinsicht massiver in der Hand an.

Beim Display stellt sich rasch der Effekt ein, den schon Wechsler beim Übergang vom iPhone 4S auf das iPhone 5 festgestellt haben: Am Anfang wirkt die neue Größe etwas ungewohnt, doch nach einiger Zeit möchte man nicht mehr zurück. Beeindruckend ist die hohe Auflösung von 1334 mal 750 Pixeln beim iPhone 6 und 1920 mal 1080 beim iPhone 6 Plus.

Welches Format ist das Richtige?

Bei der Frage, welches Format für einen das richtige ist, sollte man sich vor allem davon leiten lassen, wie man das Gerät später transportieren möchte. Das iPhone 6 Plus sprengt jede Hemdtasche und es ist auch für die Jeans schon fast zu groß (wenngleich die Netzdebatte über die angeblich leichte Verbiegbarkeit in die Märchenwelt gehört). Die Freude über den großen Bildschirm geht folglich mit Kompromissen bei der Mobilität einher. Dafür ist der Bildschirm allerdings auch deutlich größer als jedes bisherige iPhone, was gerade Dauernutzer zu schätzen wissen.

Das iPhone 6 hat für mich hingegen genau das richtige Format. Es liefert ein Mehr an Bildschirm und kann trotzdem gut mitgenommen werden. Damit ist das, was vorher gut war, rückblickend nicht schlecht geworden. Es ist einfach nur folgerichtig, dass Apple diesen Weg, der mit dem iPhone 5 begonnen wurde, weiter gegangen ist.

Dass Apple trotzdem beide Formate auf den Markt gebracht hat, ist damit zu erklären, dass das 5,5-Zoll-Format eher als das iPhone 6 als Hybrid zwischen Smartphone und Tablet bezeichnet werden kann. Damit dürfte es jenen Nutzern entgegenkommen, denen ein Tablet zu groß ist, die aber mit dem Smartphone so intensiv arbeiten, dass sie ein möglichst großes Display benötigen. Apple hat das Gerät softwareseitig deshalb auch mit der Fähigkeit ausgestattet, dass der Homescreen und viele System-Apps im Querformat genutzt werden können.

Beide Formate haben gemeinsam, dass die Ein-Hand-Bedienung an ihre Grenzen kommt. Apple hat zwar eine praktische Funktion eingebaut, die durch zweimaliges Antippen des Touch-ID-Sensors die obere Hälfte der Bildschirmanzeige nach unten schnellen lässt. Trotzdem reicht mein Daumen selbst dann manchmal nicht an den linken Bildschirmrand.

In wachsender Zahl unterstützen auch Dritt-Apps die neuen Größen, womit sich der Vorteil des neuen Formate zunehmend entfaltet. Alte Apps werden hochgezoomt, was beim iPhone 6 kaum, beim 6 Plus aber deutlich auffällt.

Das Innere

Die neuen Größen haben den angenehmen Nebeneffekt, dass die Akkus mehr Platz finden und entsprechend leistungsfähiger sind. Andererseits sind Bildschirme die größten Energieverbraucher bei Mobilgeräten, was den Zuwachs an Akkulaufzeit wieder etwas aufhebt.Besonders das iPhone 6 Plus hielt bei uns trotz hoher Beanspruchung locker zwei Tage ohne Aufladekabel durch.

Bei den Zuwächsen in der Prozessorleistung scheint hingegen allmählich der Gipfel erreicht zu sein. Für die hauptsächlich verwendeten Anwendungen war ohnehin kaum eine spürbare Steigerung zu erwarten, da die Apps bereits beim iPhone 5S sehr schnell und nahezu verzöge- rungsfrei liefen. Unterschiede sind hier nur bei sehr rechenintensiven Anwendungen zu spüren. Entscheidender dürfte ohnehin die Grafikleistung sein, die Apple stärker gesteigert hat. Hiervon sollten vor allem Spiele profitieren.

Positiv ist auch die Aufstockung des Speichers auf bis zu 128 Gigabyte, wobei damit allerdings indirekt eine Preiserhöhung einhergeht: Mit den 16 GB im Einstiegsmodell kommen Nutzer schnell an ihre Grenzen: Dafür sorgen schon HD-Videos und großformatige Fotomotive. Viele Käufer dürften damit auf ein Modell mit mehr Speicherplatz umschwenken, das teurer ist. Es wäre sicherlich sinnvoller gewesen, von der 16-32-64-Staffelung auf 32-64-128 umzuschwenken.

Die Kamera

Bei der Kamera sind gegenüber dem Vorgängermodell zwei Neuerungen erwähnenswert: Die eine ist der bessere Zeitlupenmodus für Videos. Der Unterschied zwischen bislang 120 (iPhone 5S) und jetzt 240 Bildern (iPhone 6) pro Sekunde fällt deutlich aus – dies ermöglicht grandiose Videos. Hilfreich ist auch der Einsatz so genannter Focus Pixel im neuen Modell, die den Fokus bei Videoaufnahmen ständig nachjustieren. Das iPhone 6 Plus verfügt über einen optischen Bildstabilisator. Im Ergebnis stellten wir jedoch keinen riesigen Unterschied fest, da beide Geräte sehr gute Fotos abliefern.

Fazit

Dass Apple einige seiner eisern geglaubten Standpunk te auf den Prüfstand gestellt hat, zeigt sich nicht nur bei der Größe, sondern auch bei der Software. In iOS 8 wurden ebenfalls einige festgeglaubte Zügel gelockert. Appentwickler können jetzt den Nut- zern Browser-Plug-Ins, Fotofilter, Widgets und Bildschirmtastaturen anbieten. Auch das Fingerabdrucksystem Touch ID wurde geöffnet und macht einiges einfacher.

Das Wagnis auf größere Formate zu setzen, scheint sich bislang auszuzahlen: Zehn Millionen Geräte wurden alleine am ersten Wochenende verkauft und die bisherigen Rekorde eingestellt. In der Größe – daran besteht nun kein Zweifel mehr – liegt die Zukunft.

Groß oder größer? Am Ende ist es also eine Frage des Formats.

Kommentare geschlossen

Es gibt viele Faktoren für den Erfolg von Apple. Einer davon, der in der allgemeinen Wahrnehmung unterschätzt wird, ist die Öffentlichkeitsarbeit.

Am 9. 9. 2014 findet das nächste große Apple Event statt. Das neue iPhone 6 wird ebenso erwartet wie eine Vorschau auf eine mögliche iWatch. Ein Erlebnis sind die bis ins letzte Detail durchgeplanten Keynotes allemal.

Nicht ohne Grund gebrauchen viele Menschen Adjektive wie revolutionär oder magisch, wenn sie über Geräte wie das iPhone oder das iPad sprechen. Apples PR ist dezent und doch sehr wirkungsvoll.

Es ist ein beeindruckendes Erlebnis und zugleich Ausdruck großer Wertschätzung, mit der Apple PR zu tun zu haben. Warum sie so faszinierend ist, hat 9to5Mac in einem mehrteiligen Feature zusammengefasst (englischsprachig).

Gigaset Elements im Test – Groß in der Sicherheit, klein im Preis

Alle paar Minuten ereignet sich in Deutschland ein Einbruch – mag die Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein, vielleicht auch nicht so hoch sein, sorgen die ständigen Schreckensmeldungen doch für ein Unbehagen, dem man irgendwie begegnen möchte. Und hier kommt Gigaset Elements ins Spiel. wasgehtApp.com hat das Sicherheitssystem für kleines Geld einem Praxistest unterzogen.

Verpackung von Gegaste Elements

Die Verpackung von Gigaset Elements

Lohnt sich eine Alarmanlage oder ist der Kauf überzogen? Diese Frage stellen sich viele, die die Sicherheit ihrer Wohnung oder ihres Hauses erhöhen möchten. Folglich sind es vor allem wohlhabende Menschen oder solche, die schon einmal von Einbrechern heimgesucht wurden, die weniger Berührungsängste mit Sicherheitstechnik haben.

In genau diese Kerbe schlägt die Firma Gigaset mit einem vergleichsweise günstigen System, das den Einstieg leicht macht. Gigaset dürfte den meisten durch die Festnetztelefone bekannt sein. Einst eine Siemens-Sparte, steht Gigaset heute auf eigenen Füßen. Das Wissen um die Schnurlostelefone ist aber insofern von Bedeutung, da Gigaset ein Teil seines Know-Hows auch in das Alarmsystem “Elements” hat einfließen lassen.

Bewegungssensor von Gigaset Elements

Der Bewegungssensor

Bei Elements handelt es sich um ein System aus Funksensoren und einer Basisstation, das seinem Besitzer über Pushnachricht oder E-Mail auf dem Smartphone signalisiert, wenn jemand das Haus oder die Wohnung betritt. Zusätzlich kann der Nutzer auch den Status von Fenstern und Türen abrufen, die mit einem Sensor ausgestattet sind. Somit lässt sich leicht herausfinden, ob beispielsweise vergessen wurde, die auf Kipp stehende Terrassentür zu schließen. Oder ob die Haustür noch offen steht.

Das knapp 200 Euro teure Basisset enthält mit der Basisstation, einem Türsensor und einem Bewegungsmelder bereits eine gute Grundausstattung. Die Station wird mittels LAN-Kabel mit dem Internetrouter verbunden und wird mittels Netzteil mit einer Steckdose verbunden. Eine WLAN-Anbindung ist übrigens nicht möglich, so dass an einer Aufstellung am Router kein Weg vorbei führt und auch ein freier LAN-Port vorhanden sein muss.

Gigaset Elements funkt mit Ultra Low Energy

Die beiden Sensoren – der eine ein kleines Kästchen für die Tür, der andere ein Kaffeebecher-großer Bewegungsmelder – werden mit einer CR123-Batterie betrieben und kommunizieren per DECT-Funk. Das genutzte ULE-Verfahren (Ultra Low Energy) soll besonders stromsparend sein. Der Hersteller wirbt mit zwei Jahren Laufzeit, was wir bedingt durch die Kürze des Tests noch nicht bestätigen können.

In jedem Fall ist das System aber leicht installiert. Lediglich bei der Basisstation brauchte es eines feinen Schraubenziehers und ruhiger Hände, um das Fixierplättchen für die Kabel zu befestigen. Ansonsten ging alles sehr schnell und durch Zusammenstecken. Die Sensoren können mittels Klebestreifen angebracht werden. Für den Bewegungsmelder gibt es außerdem eine Halterung zum Aufstellen und die Möglichkeit des Anschraubens. Der Türsensor fällt durch seine Maße schon etwas auf beim Blick auf die Tür. Wer weiße Türen und Fenster hat, dürfte die Sensoren aber bald gar nicht mehr bemerken. Schwieriger ist die Verwendung auf Holztüren oder Türen und Fenstern in anderen Farben.

Der Türsensor

Der Türsensor

Die Sensoren für Fenster und Türen müssen mittels App kalibriert werden, damit sie Bewegungen und Öffnungen richtig erkennen. In der Regel genügt es dazu, die Tür oder das Fenster einmal auf- und zuzumachen. Bei einem Test kann die richtige Erkennung überprüft werden. Das System scheint uns sehr feinfühlig zu sein. Bei einer Tür, die nicht richtig eingerastet und folglich noch offen steht, kommt der Sensor erwartungsgemäß aber an seine Grenzen. Am Rütteln an der Tür, ob sie wirklich zu ist, führt also kein Weg vorbei. Die Sensoren können nicht in die Tür hineinschauen.

Erschrickt man sich zunächst beim Anblick der vielen Einzelteile beim Auspacken, weicht die Sorge bald der Gewissheit, dass der Aufbau nicht lange dauert. Es liegt eine gute Anleitung bei. Außerdem gibt es im Internet Anleitungsvideos, um die Installation zu verdeutlichen. Probleme gab es in unserem Falle nur, als für die Sensoren via Internet Updates installiert werden sollten. Plötzlich verstanden sich Basis und Sensoren nicht mehr. Eine Neuinstallation, die etwas umständlich war, löste das Problem jedoch. Ob das auch bei anderen Nutzern vorkommt, ließ sich im Internet nicht ermitteln – möglicherweise war es nur ein Einzelfall.

Die Erkennung von Bewegungen und der Türen läuft sehr zuverlässig. Werden Tür- und Bewegungssensor kurz nacheinander ausgelöst, erhielten wir regelmäßig eine Pushnachricht, dass wohl jemand nach Hause gekommen ist. Das ruckartige Abnehmen des Türsensors löste in unserem Test einen Warnton aus, der laut Beschreibung auch ertönt, wenn sich Einbrecher an der Tür zu schaffen machen. Auch in diesem Falle soll eine Pushnachricht rausgehen. Nutzer können übrigens auch über ein Webinterface den Status des Systems abrufen. Dies funktionierte aber im Safari-Browser im Mac nicht, in Google Chrome dagegen tadellos.

Gigaset Elements ist leicht erweiterbar

Der Hersteller verspricht für die Zukunft noch weitere Einstellmöglichkeiten. Auch ist es möglich, sich Benachrichtigungen an mehrere Mobilgeräte per Pushnachricht senden zu lassen, dass auch der Partner bzw. die Partnerin in den Genuß der Benachrichtigungen kommt.

Vorteilhaft an Gigaset Elements ist die leichte Erweiterbarkeit. Für 40 bis 50 Euro gibt es Zusatzmodule wie weitere Tür- und Fenstersensoren, eine Sirene für die Steckdose oder – demnächst – eine Funkkamera. Die Anmeldung bei der Basisstation ist kinderleicht mithilfe der kostenlosen App für iOS- und Android-Geräte. Elements passt sich so an unterschiedliche Anforderungen je nach Haus- und Wohnungstyp an, ohne dass die Lösung gleich enorm ins Geld geht. Neue Sensoren werden kurz in die Nähe der Basis gehalten und über die App angemeldet.

Die Basisstation

Die Basisstation

Angesichts des günstigen Preises darf allerdings nicht erwartet werden, dass Elements eine professionelle Alarmanlage ersetzt. Der Hersteller räumt selbst ein, dass zum Beispiel Glasbruch nicht registriert wird. Und liegen einmal die Server des Herstellers lahm, über die die Kommunikation zwischen Geräten und Nutzer läuft, ist es auch vorbei mit der Alarmierung. Übrigens liegt hierdrin auch ein Risiko für die Zukunft. Sollte Gigaset das System einmal einstellen, könnten die Geräte plötzlich wertlos sein. Selbstredend sind auch der Ausfall von Internet und Strom ein Ausfallgrund – es gibt also ein nicht unerhebliches Restrisiko.

Trotzdem: Ein bisschen Schutz ist besser als gar keiner. Und wenn das System durch seine Alarmtöne die Einbrecher nicht gleich abschreckt, besteht zumindest die Möglichkeit, einen Bekannten oder gleich die Polizei zu alarmieren. Das System verschafft dem Besitzer wertvolle Zeit, die zur Ergreifung der Täter führen kann oder zumindest den Schaden abmildert.

Familien, die das System nutzen, müssen dafür allerdings in Kauf nehmen, dass die Privatsphäre leidet. Dass im Protokoll alle Bewegungen registriert bzw. teilweise sogar signalisiert werden, dürfte nicht in jedermanns Sinne sein. Dies ist der Preis, den man für mehr Sicherheit zahlen muss.

Weitere Informationen auf der Website des Herstellers.

Hinweis: Gigaset Elements wurde uns kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.



t3n sagt uns, was nach Facebook und Twitter kommt

Jörn Brien (t3n.de):

Derzeit scheint an Facebook, Google+, Twitter und Co. kein Weg vorbeizuführen. Aber es gibt einige neue bekannte und weniger bekannte Social Networks, die in Zukunft die aktuellen Platzhirsche ablösen könnten. (…) die folgenden zehn Social Networks haben das Zeug, zum nächsten großen Ding zu werden.

Ein potenzialreiches soziales Netzwerk wurde leider ganz vergessen: Yo!

Liebes t3n-Magazin – ich mag Euch wirklich. Aber diese Liste ist wohl eher ein Klickfänger als ein Glanzstück des Onlinejournalismus.

Snapchat verdankt seine Popularität primär dem so genannten Sexting, das vor allem in den USA grassiert. Secret ist ein Netzwerk, das vor allem im Silicon Valley für unzufriedene Mitarbeiter von Techfirmen geschaffen wurde. Und die Sekunden-Videoclips von Vine würde wohl kein Mensch kennen, wenn sie nicht auf der Twitterwelle rollen würden.

Keines dieser drei genannten Netzwerke hat jedoch das elementare Rüstzeug, das zu ersetzen, was den Erfolg von Facebook und Twitter ausmacht. Denn das Entscheidende bei beiden ist das Vernetzen mit Freunden, Bekannten und interessanten Personen. Und da Snapchat und Secret gerade durch die Anonymität einzigartig sind, ist es auch konzeptionell gar nicht möglich, dass sie in die Fußstapfen der Big Player treten.

2014 ist das Jahr der Selfies

Sascha Steinhoff (Heise Foto):

Wenn man behaupten würde, dass dem sogenannten Selfie in diesem Jahr der absolute Durchbruch gelungen ist, wäre das sicher stark untertrieben. Selfies, also handwerklich meist eher unbeholfen umgesetzte Selbstporträts, waren früher allenfalls als Profilfotos in Internet-Communities akzeptiert. Inzwischen sind die verrauschten Bildchen ebenso omnipräsent wie Smartphones und das gilt auch für die etablierten Printmedien.

Schönes Thema, aber eines fehlt mir in dem Kommentar: Eine Meinung.

Die Sache mit den Selfies ist Ausdruck einer zunehmenden Selbstbezogenheit- und –verliebtheit in der Gesellschaft. Leute, die in einer Tour Selfies aufnehmen, hören auch “Ein Hoch auf uns” von Andreas Bourani.

Kleiner Hinweis: Im wasgehtapp Podcast haben wir in Folge 1 über Selbstdarstellung gesprochen.

Mittlerweile könnten wir schon über Selbstdarstellung 2.0 reden.

 

Tja, liebe Schlausprecher, die mit den App Stores das Ende der Geiz-ist-geil-Kultur im Netz gekommen sahen: Eine Umfrage unter App-Entwicklern hat ergeben, dass nicht einmal ein Viertel von ihrer Arbeit existieren können:

Flo’s Weblog:

Demzufolge verdienen über die Hälfte der über 10.000 befragten Entwickler lediglich bis zu 500,- US$ pro Monat. 23% kommen immerhin auf bis zu 5.000,- US$ pro Monat, wovon sich schon ganz gut leben ließe. Und gerade einmal knappe 3% kommen auf über 100.000,- US$ an Gewinnen mit der eigenen App.

Im Google Play Store soll es – erwartungsgemäß – noch schattiger aussehen.

Das Problem mit diesen verallgemeinerten Zahlen ist, dass sie natürlich außer Acht lassen, welche Qualität die Apps haben. Ein dezenter Hinweis darauf ist das überraschende Ergebnis, dass fast die Hälfte der Entwickler nicht die nativen Entwicklungsplattformen benutzt. Der durchschnittliche Anwender wird für sich feststellen, dass er vielleicht eine Handvoll Apps regelmäßig benutzt.

Letztlich ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass in den App Stores in den vergangenen Monaten ein ruinöser Wettbewerb mit Preisdumping und Kostenlos-Aktionen stattgefunden hat, mit dem sich die Entwickler zum Teil selbst die Preise verdorben haben. Ein wenig erinnert das an den Handel mit Nachrichten, der ebenfalls darunter leidet, dass viele Nutzer nicht einsehen, dafür etwas zu zahlen, der andererseits diese Haltung aber ebenso mit kostenlosen Angeboten im Wettbewerb befeuert.

Diese Spirale nach unten scheint auch in den App Stores angekommen zu sein.

Das Amazon-Smartphone scheint den ersten Reviews zufolge eher ein Reinfall zu sein. In punkto Support zeigt das Onlinekaufhaus aber, dass es auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen kann.

Jean-Claude Frick:

Per Mayday können sich Kindle Fire HDX-User mit nur einem Klick mit einem technischen Berater von Amazon verbinden und via Live-Video durch Funktionen führen lassen und technischen Support erhalten. 

Hut ab vor Amazon. Sie scheinen damit die Marktlücke jener Nutzer erkannt zu haben, die gerne ein Tablet haben möchten, trotz der niedrigen Kenntnis-Voraussetzungen aber Berührungsängste mit den Geräten haben.

Touristiker, bietet Euren Gästen WLAN an!

Deutschland hat ein komisches Verhältnis zu öffentlichen WLANs. Dank der so genannten “Störerhaltung”, dass also der Betreiber eines WLANs den Kopf für seine Nutzer herhalten muss, geht man hierzulande nur sehr zaghaft an das Thema heran. Ein ICE, der auf ausgewählten Strecken mehr schlecht als recht eine Wifi-Internetverbindung anbietet, gilt vielen Medien schon als Sensation. Im Vergleich zum europäischen Ausland ist das geradezu lachhaft.

Egal ob im Fernbus von Wien nach Bratislava, am Mailänder Flughafen oder in nahezu jedem Hotel – stets war ein freier WLAN-Zugang mein treuer Begleiter. Und obwohl die Roamingbedingungen der Mobilfunker innerhalb der EU deutlich besser geworden sind, wusste ich dieses Angebot zu schätzen: Die schnelle Recherche zum Reiseziel, die Maps-Information oder die kurze E-Mail gehen dadurch noch schneller und das mobile Datenkontingent leidet darunter nicht. Ganz zu schweigen vom Senden von Urlaubsfotos in die Heimat oder Skype-Telefonaten.

Umso erstaunlicher, dass viele deutsche Touristiker anscheinend noch nicht erkannt haben, dass freies WiFi vielen Urlaubsgästen zunehmend wichtiger ist, als Faltkarten, Flyer, Touristinfos und Hinweisschilder.

Dabei muss das eine das andere gar nicht mal ausschließen: Am Mailänder Flughafen gibt es einen kostenlosen Grundzugang. Wer schneller surfen möchte, muss etwas dafür bezahlen – so lässt sich das Angebot ein Stück weit refinanzieren. Oder man sucht sich Werbepartner, die den WLAN-Zugang sponsern und dafür beim ersten Login Präsenz zeigen dürfen. So einen Sponsor guckt man sich als Nutzer gerne mal an.

Also, liebe Touristiker: Bietet Euren Gästen bitte WLAN an!

Pro und Contra der Public Beta von OS X Yosemite

Apple hat einen öffentlichen Betatest für die nächste Version seines Mac-Betriebssystems OS X (Yosemite) gestartet.

Testversionen von künftiger Software sind für viele Nutzer wie der verbotene Apfel im Garten Eden. Jeder möchte mal reinbeißen, aber der Biß in die verbotene Frucht kann allerlei Nachteile mit sich bringen, wenn die Software noch fehlerbehaftet ist und die Tester mangels zusätzlicher Hardware die Testversion auf ihrem Produktionssystem installieren.

Für die Softwarehersteller sind die Betatests hingegen doppelt vorteilhaft: Zum einen entfalten sie einen unglaublichen Marketingnutzen, weil die neue Version bereits vor Veröffentlichung in aller Munde ist. Zum anderen erhöht sich die Testbasis ungemein. Das reduziert im besten Falle die Fehlerrate beim fertigen Produkt, weil so viele Bugs schon vor dem Release beseitigt werden können.

Pionier in Sachen Public Beta ist Microsoft, die mit Windows 7 seinerzeit in die erste große Public Beta starteten. Am Ende hatte diese Testphase nur Gewinner.

Warum Apple sich allerdings auch in die Public Beta-Bewegung stürzt, bleibt trotz der beschriebenen Vorteile etwas rätselhaft. Zum einen verschenkt Apple sein Betriebssystem im Gegensatz zu Microsoft. Der Schnuppereffekt bringt den Nutzern also nicht so viel wie bei Windows, wo die Hemmschwelle zum Update durch den Anschaffungspreis höher ist. Zum anderen hat Apple ein recht überschaubares Feld an Hardwarekonfigurationen zu bedienen. Windows läuft hingegen auf so vielen Kombinationen, dass sie Microsoft schwerlich im Labor alle abbilden könnte.

Auf der anderen Seite hat Apple einen Ruf zu verlieren. Die iOS Betaversionen, die eigentlich nur für Entwickler bestimmt sind, landeten in der Vergangenheit immer wieder auf Geräten von Nutzern, die sie eigentlich nicht erhalten dürften. Diese hatten folglich Probleme mit einigen Apps und ließen ihren vollkommen unberechtigten, weil erwartbaren Frust in negativen App Store Bewertungen aus. Das Beispiel zeigt, dass die Nutzer eine sehr hohe Erwartung an Apple-Software haben – selbst, wenn sie offiziell noch als unfertig deklariert ist. Wohl deshalb hat Apple die Public Beta auch erst jetzt, mit Beta 4, gestartet. Das neue OS X hat bereits etliche grobe Schnitzer hinter sich gelassen. Ob es weise war, auf den Public Beta-Zug aufzuspringen, wird sich trotzdem erst noch erweisen müssen.

(via Flo’s Weblog)

Retro mal anders: Ein Bastler hat in ein altes Gameboy-Gehäuse einen Raspberry Pi eingebaut, der neben Gameboy-Spielen auch andere traditionelle Konsolentitel abspielt. Ganz großes Kino und ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie weit die Technik vorangeschritten ist.

(via t3n.de)