Liebe zum Detail: Der iMac mit Retina 5K Display im Test

Der iMac mit Retina 5K Display - Foto: (c) Apple
Der iMac mit Retina 5K Display – Foto: (c) Apple

In der Entwicklung des Desktop-Computers gab es viele Stationen: Besonders in Erinnerung bleiben im kollektiven Gedächtnis aber vor allem die Fortschritte in der grafischen Darstellung. Der erste Farbmonitor, größere Bildschirme und höhere Auflösungen waren gefühlt meist  größere Verbesserungen als etwa neue Geschwindigkeitsrekorde bei Prozessoren oder eine leistungsstärkere Grafikkarte.

Und mit Computern die Gefühle der Anwender anzusprechen, das versteht kaum ein Hersteller besser als Apple. Folglich musste sich der Tester auf ein Erlebnis gefasst machen, als der neue iMac mit Retina 5K-Display vor ihm stand. Schon die Verpackung mit der aufklappbaren Frontseite signalisiert einem, dass sich da ein kleiner Star präsentiert. Der Aufbau ist denkbar einfach und besteht lediglich aus dem Einstecken des Stromkabels. Die mitgelieferte Aluminiumtastatur und die Magic Mouse kommunizieren per Bluetooth mit dem Gerät. Die Ersteinrichtung besteht aus wenigen Schritten und schon präsentiert der iMac einem das, was ihn so signifikant von seinen gleich aussehenden Vorgängermodellen unterscheidet.

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Neues MacBook: Der Apfel leuchtet nicht mehr

Gute Beobachtung:

Doch die vielleicht wichtigste Änderung hat Apple dezent verschwiegen. Wichtig nicht in Sachen Technik, wichtig nicht in Sachen Usability – doch umso wichtiger in Sachen Markenwahrnehmung. Und: für die Apple-Jünger. Das leuchtende Apfel-Logo gehört der Vergangenheit an . Stattdessen – der noch flacheren Bauweise sei Dank – prangt zukünftig ein golden oder silbern schimmernder Apfel auf den Luxus-Geräten.

Wie sagte einst Steve Jobs? “To focus means to say no.” Auf jeden Fall eine mutige Entscheidung.

via Apple knipst das Licht aus: Warum dem MacBook bald das leuchtende Logo fehlt [Kolumne] | t3n.

Apple Watch: Jetzt sind die Dauernörgler dran

Spiegel Online will im Netz augenscheinlich mal wieder Klicks sammeln, indem gängige Klischees bedient und Gegenreaktionen herausgefordert werden (was leider in diesem Fall geklappt hat).

Hier die Quintessenz:

Apple hat seine Smartwatch präsentiert. Doch was taugt das neue Gadget? Nichts, sagt der ehemals Apple-Abhängige Stefan Kuzmany. Er findet die Uhr teuer, stillos und infantil.

Zunächst muss betont werden, dass der Ressortleiter Meinung und Debatte bei Spiegel Online hier etwas schlecht findet, was er augenscheinlich noch gar nicht selbst in die Hand genommen hat. Die Uhr erscheint erst Ende April. Er urteilt also abschließend über eine halbstündige Präsentation einer Uhr, die einen natürlich auf den ersten Blick faszinieren oder abstoßen kann. Aber sollte so ein Gerät der Vollständigkeit halber nicht auch im Alltag in Augenschein genommen werden?

Dazu passt es dann auch, dass die Fernsehserie “Knight Rider” und das Micky-Maus-Ziffernblatt offenbar argumentativ genügen, um die Uhr als infantil abzutun. Wer Argumente sucht, die die Kritik an Stil und Preis untermauern, muss auch lange suchen.

 

Ein wunderbarer Artikel für die Wiedervorlage in einem Jahr.

via Apple Watch: Braucht kein Mensch – Kommentar – SPIEGEL ONLINE.

Telekom plant umprogrammierbare SIM-Karte

Wer heute seinen Mobilfunk-Anbieter wechseln will, braucht dafür eine neue SIM-Karte. Dabei gibt es inzwischen Technologien, die eine Neuprogrammierung per Funk ermöglichen. Die Deutsche Telekom will solche “eSIMs” jetzt etablieren.

Endlich!

via Telekom will umprogrammierbare SIM-Karte in vernetzten Geräten | heise online.

Höhenflug fürs iPad: Alto’s Adventure

Das Spielprinzip ähnelt “Tiny Wings” und die Grafik samt Musik hat die Schönheit von “Monument Velley”: Mit “Alto’s Adventure” gibt es für iOS ein wunderschönes Spiel, das die rund zwei Euro absolut wert ist.

Als Snowboarder gilt es Felsen und andere Hindernisse zu überspringen, weggelaufene Tiere einzufangen und Münzen zu sammeln. Und eigentlich geht es vor allem darum, möglichst lange durchzuhalten. Ein Ende gibt es in der Endloslandschaft nicht – es sei denn, man landet irgendwann unweigerlich an einer Felswand oder im Abgrund.

Damit das Ganze nicht langweilig wird, gibt es Level mit verschiedenen Herausforderungen. So muss eine bestimmte Zahl von Münzen eingesammelt oder eine Drehung in der Luft absolviert werden. Klingt einfach, ist es aber nicht, weil die Ansprüche an den Snowboarder mit der Zeit immer mehr steigen. Erfreulich ist allerdings, dass sich viele Aufgaben auch mit mehreren Anläufen erledigen lassen, ohne dass das Erreichte verloren geht.

Dass nebenbei Tag und Nacht sowie das Wetter wechseln, rundet den positiven Gesamteindruck ab. Ein schönes Spiel für zwischendurch, aber auch für lange Abende.

“Alto’s Adventure” im App Store

Mac User-Tipp: Große Dateien für Tests erzeugen

Manchmal kommt es bei Tests gar nicht auf den Inhalt von Dateien, sondern nur auf deren Größe an. Ein Beispiel für so ein Szenario ist etwa das Ausprobieren der Performance eines Fusion Drives. Um das Zusammenspiel von SSD und HDD zu testen, muss die Festplatte des Macs erstmal zu einem bestimmten Prozentteil gefüllt sein.

Wer für Testzwecke große Dateien auf seinem Mac benötigt, muss dafür nicht seine Backups mühsam übertragen. Es geht auch leicht über die Kommandozeile:

mkfile -n 1g Testdatei

erzeugt zum Beispiel eine ein Gigabyte große Datei.

Wer eine andere Größe benötigt, ersetzt einfach 1g durch den gewünschten Wert. Ob Byte, Kilobyte, Megabyte oder Gigabyte gewünscht ist, wird durch b, k, m oder g übermittelt.

Apple baut ein Auto

Mark Otten für die Neue Osnabrücker Zeitung (online):

Apple muss neue Geschäftsfelder erschließen – nicht nur wegen des Drucks durch Google.

Angesichts eines Quartalsgewinns von 18 Milliarden US-Dollar frage ich mich, was das für ein Druck sein soll. Google hat mit seinem mobilen Betriebssystem Android einen weit höheren Marktanteil im Smartphone-Markt und vermag davon trotzdem nicht zu profitieren. Der Druck lastet folglich eher auf Google.

Ein Auto wäre ein komplett neuer Markt. iPhone und Apple Watch könnten als ergänzende Produkte zum Apple Car werden. So könnten Nutzer mit dem Fingerabdrucksensor Touch-ID in iPhone oder Apple Watch das Auto entsperren und ihre persönlichen Fahrereinstellungen, wie Sitz- und Spiegelposition, laden.

Wenn es nur um solche Funktionen geht, könnte Apple auch die Kooperation mit den vorhandenen Autoherstellern suchen.

Die Probleme in der Automobilindustrie liegen viel tiefer: Die schleppende Einführung von CarPlay, was technisch nicht mehr als ein externer Bildschirm fürs iPhone ist, zeigt beispielhaft, wie langsam die Mühlen der Autohersteller mahlen. Die meisten Autohersteller haben lange gebraucht, bis sie mal Kassetten- und CD-Radios ad acta legten und ihren Fahrzeugen ein Multimedia-System mit Bluetooth-Unterstützung spendierten, das dann auch als Serienausstattung eingebaut wurde.

Die Nutzer wollen aber längst mehr: Untereinander kommunizierende Autos, Verkehrsleitsysteme, in die die Fahrzeuge eingebunden sind, und eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Komponenten eines Autos sind nur einige Ziele, die momentan schneller zu erreichen sind, als ein selbstfahrendes Auto.

Apples Fokus richtete sich stets auf den Anwender und nicht darauf, irgendwelche Rekorde im Erfinden von Dingen aufzustellen. Insofern ist es vollkommen unerheblich, ob Tesla oder Google mit ihren Laboren schon weiter sind.

Die Situation erinnert stark an den Mobilfunkmarkt, wo Apple seinerzeit auch erst die Kooperation mit Motorola suchte und bald feststellte, dass dies keine befriedigenden Ergebnisse zeigte. Die Folge war das iPhone.

Ein neues Aussehen

Das Wichtigste an einer Website ist für mich eine gute Lesbarkeit. Das bisherige Layout hat dieser Seite gute Dienste geleistet. Jetzt ist es aber Zeit für ein wenig mehr Farbe und eine Seitenleiste für die Navigation.

Außerdem wurde das Kontaktformular repariert.

Weiterhin viel (Lese-)Vergnügen auf wasgehtApp.com!

- Malte Kirchner

Rezension – Raspberry Pi: Der praktische Einstieg

Raspberry Pi: Der praktische EinstiegMeine erste Internetverbindung stellte ich 1996 noch unter Windows 3.11 mit Trumpet Winsock her. Das Modem musste ich mittels des Kommandos ATDT (zum Wählen) selbst ansteuern. Und was eine PPP-Verbindung ist, gehörte auch zum Grundwissen.

Wer heute mit Technik aufwächst, erlebt eigentlich perfekte Zeiten, weil er oder sie Technik nutzen kann, ohne erstmal zu verstehen, wie sie funktioniert. In den Pionierzeiten des PCs war das noch anders. Wer damals unter DOS arbeitete oder Mitte der 1990er gar ins Internet wollte, kam um Hard- und Softwarekenntnisse nicht herum.

Doch diese veränderten Bedingungen haben auch ihre Nachteile. Wer nicht mehr weiß, wie die Technik im Hintergrund funktioniert, kann auch schwieriger Probleme lösen. Und Hand aufs Herz: Das Tüfteln machte ja auch eine Menge Spaß.

Mit dem Raspberry Pi ist offenbar das Interesse an den Vorgängen im Gehäuse wieder sprunghaft gewachsen. Der Einplantinenrechner erlaubt das spielerische Kennenlernen von Kommandozeilen, Programmiersprachen und Hardwareaufbauten. Das Spektrum der Möglichkeiten ist nahezu unbegrenzt, wie mannigfaltige Basteleien im Netz zeigen. Aber ebenso schwierig ist es folglich auch, ein Buch darüber zu schreiben, das diesem Technikbaukasten gerecht wird.

Daniel Kampert hat sich der Herausforderung gestellt. Mit seinem Buch „Raspberry Pi – der praktische Einstieg“ (19,90 Euro), das im Rheinwerk Verlag (ehemals Galileo Press) erschienen ist, führt er auf 359 Seiten indie facettenreiche Welt des Bastelcomputers ein. Und um das Fazit vorwegzunehmen: Genauso wie der Raspberry Pi Grundlage für viele tolle Technikideen ist, bereitet das Buch dem Nutzer den Weg, diese in die Tat umzusetzen.

Zunächst wird die Installation des Linux-Betriebssystems beschrieben, um dann wesentliche Grundlagen der Open-Source-Software zu vermitteln. Wer mit dem Pi nichts erfinden, sondern ihn zum Beispiel als Mediacenter einsetzen möchte, findet auch entsprechende Anleitungen.

Wirklich spannend ist es aber vor allem, selbst etwas zu erschaffen. Die nötigen Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python er- möglichen den Einstieg. Der reich bebilderte Hardwareteil mit dem Aufbau von Schaltungen lässt dann auch LEDs aufleuchten oder Kameralinsen Fotos machen. Wer sich dort durchgearbeitet hat, fürchtet auch Schnittstellen wie GPIO und UART nicht mehr.

Unter dem Strich gibt es natürlich viel mehr zu lernen und zu vertiefen. Wer jedoch einen Pi vor sich liegen hat, ohne zu wissen, was damit möglich ist, oder wer mit dem Kauf liebäugelt, der findet in diesem Buch einen guten Begleiter für die erste Zeit.

Rheinwerk Verlag: Raspberry Pi – der praktische Einstieg, 19,90 Euro