Telekom plant umprogrammierbare SIM-Karte

Wer heute seinen Mobilfunk-Anbieter wechseln will, braucht dafür eine neue SIM-Karte. Dabei gibt es inzwischen Technologien, die eine Neuprogrammierung per Funk ermöglichen. Die Deutsche Telekom will solche “eSIMs” jetzt etablieren.

Endlich!

via Telekom will umprogrammierbare SIM-Karte in vernetzten Geräten | heise online.

Höhenflug fürs iPad: Alto’s Adventure

Das Spielprinzip ähnelt “Tiny Wings” und die Grafik samt Musik hat die Schönheit von “Monument Velley”: Mit “Alto’s Adventure” gibt es für iOS ein wunderschönes Spiel, das die rund zwei Euro absolut wert ist.

Als Snowboarder gilt es Felsen und andere Hindernisse zu überspringen, weggelaufene Tiere einzufangen und Münzen zu sammeln. Und eigentlich geht es vor allem darum, möglichst lange durchzuhalten. Ein Ende gibt es in der Endloslandschaft nicht – es sei denn, man landet irgendwann unweigerlich an einer Felswand oder im Abgrund.

Damit das Ganze nicht langweilig wird, gibt es Level mit verschiedenen Herausforderungen. So muss eine bestimmte Zahl von Münzen eingesammelt oder eine Drehung in der Luft absolviert werden. Klingt einfach, ist es aber nicht, weil die Ansprüche an den Snowboarder mit der Zeit immer mehr steigen. Erfreulich ist allerdings, dass sich viele Aufgaben auch mit mehreren Anläufen erledigen lassen, ohne dass das Erreichte verloren geht.

Dass nebenbei Tag und Nacht sowie das Wetter wechseln, rundet den positiven Gesamteindruck ab. Ein schönes Spiel für zwischendurch, aber auch für lange Abende.

“Alto’s Adventure” im App Store

Mac User-Tipp: Große Dateien für Tests erzeugen

Manchmal kommt es bei Tests gar nicht auf den Inhalt von Dateien, sondern nur auf deren Größe an. Ein Beispiel für so ein Szenario ist etwa das Ausprobieren der Performance eines Fusion Drives. Um das Zusammenspiel von SSD und HDD zu testen, muss die Festplatte des Macs erstmal zu einem bestimmten Prozentteil gefüllt sein.

Wer für Testzwecke große Dateien auf seinem Mac benötigt, muss dafür nicht seine Backups mühsam übertragen. Es geht auch leicht über die Kommandozeile:

mkfile -n 1g Testdatei

erzeugt zum Beispiel eine ein Gigabyte große Datei.

Wer eine andere Größe benötigt, ersetzt einfach 1g durch den gewünschten Wert. Ob Byte, Kilobyte, Megabyte oder Gigabyte gewünscht ist, wird durch b, k, m oder g übermittelt.

Apple baut ein Auto

Mark Otten für die Neue Osnabrücker Zeitung (online):

Apple muss neue Geschäftsfelder erschließen – nicht nur wegen des Drucks durch Google.

Angesichts eines Quartalsgewinns von 18 Milliarden US-Dollar frage ich mich, was das für ein Druck sein soll. Google hat mit seinem mobilen Betriebssystem Android einen weit höheren Marktanteil im Smartphone-Markt und vermag davon trotzdem nicht zu profitieren. Der Druck lastet folglich eher auf Google.

Ein Auto wäre ein komplett neuer Markt. iPhone und Apple Watch könnten als ergänzende Produkte zum Apple Car werden. So könnten Nutzer mit dem Fingerabdrucksensor Touch-ID in iPhone oder Apple Watch das Auto entsperren und ihre persönlichen Fahrereinstellungen, wie Sitz- und Spiegelposition, laden.

Wenn es nur um solche Funktionen geht, könnte Apple auch die Kooperation mit den vorhandenen Autoherstellern suchen.

Die Probleme in der Automobilindustrie liegen viel tiefer: Die schleppende Einführung von CarPlay, was technisch nicht mehr als ein externer Bildschirm fürs iPhone ist, zeigt beispielhaft, wie langsam die Mühlen der Autohersteller mahlen. Die meisten Autohersteller haben lange gebraucht, bis sie mal Kassetten- und CD-Radios ad acta legten und ihren Fahrzeugen ein Multimedia-System mit Bluetooth-Unterstützung spendierten, das dann auch als Serienausstattung eingebaut wurde.

Die Nutzer wollen aber längst mehr: Untereinander kommunizierende Autos, Verkehrsleitsysteme, in die die Fahrzeuge eingebunden sind, und eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Komponenten eines Autos sind nur einige Ziele, die momentan schneller zu erreichen sind, als ein selbstfahrendes Auto.

Apples Fokus richtete sich stets auf den Anwender und nicht darauf, irgendwelche Rekorde im Erfinden von Dingen aufzustellen. Insofern ist es vollkommen unerheblich, ob Tesla oder Google mit ihren Laboren schon weiter sind.

Die Situation erinnert stark an den Mobilfunkmarkt, wo Apple seinerzeit auch erst die Kooperation mit Motorola suchte und bald feststellte, dass dies keine befriedigenden Ergebnisse zeigte. Die Folge war das iPhone.

Ein neues Aussehen

Das Wichtigste an einer Website ist für mich eine gute Lesbarkeit. Das bisherige Layout hat dieser Seite gute Dienste geleistet. Jetzt ist es aber Zeit für ein wenig mehr Farbe und eine Seitenleiste für die Navigation.

Außerdem wurde das Kontaktformular repariert.

Weiterhin viel (Lese-)Vergnügen auf wasgehtApp.com!

- Malte Kirchner

Rezension – Raspberry Pi: Der praktische Einstieg

Raspberry Pi: Der praktische EinstiegMeine erste Internetverbindung stellte ich 1996 noch unter Windows 3.11 mit Trumpet Winsock her. Das Modem musste ich mittels des Kommandos ATDT (zum Wählen) selbst ansteuern. Und was eine PPP-Verbindung ist, gehörte auch zum Grundwissen.

Wer heute mit Technik aufwächst, erlebt eigentlich perfekte Zeiten, weil er oder sie Technik nutzen kann, ohne erstmal zu verstehen, wie sie funktioniert. In den Pionierzeiten des PCs war das noch anders. Wer damals unter DOS arbeitete oder Mitte der 1990er gar ins Internet wollte, kam um Hard- und Softwarekenntnisse nicht herum.

Doch diese veränderten Bedingungen haben auch ihre Nachteile. Wer nicht mehr weiß, wie die Technik im Hintergrund funktioniert, kann auch schwieriger Probleme lösen. Und Hand aufs Herz: Das Tüfteln machte ja auch eine Menge Spaß.

Mit dem Raspberry Pi ist offenbar das Interesse an den Vorgängen im Gehäuse wieder sprunghaft gewachsen. Der Einplantinenrechner erlaubt das spielerische Kennenlernen von Kommandozeilen, Programmiersprachen und Hardwareaufbauten. Das Spektrum der Möglichkeiten ist nahezu unbegrenzt, wie mannigfaltige Basteleien im Netz zeigen. Aber ebenso schwierig ist es folglich auch, ein Buch darüber zu schreiben, das diesem Technikbaukasten gerecht wird.

Daniel Kampert hat sich der Herausforderung gestellt. Mit seinem Buch „Raspberry Pi – der praktische Einstieg“ (19,90 Euro), das im Rheinwerk Verlag (ehemals Galileo Press) erschienen ist, führt er auf 359 Seiten indie facettenreiche Welt des Bastelcomputers ein. Und um das Fazit vorwegzunehmen: Genauso wie der Raspberry Pi Grundlage für viele tolle Technikideen ist, bereitet das Buch dem Nutzer den Weg, diese in die Tat umzusetzen.

Zunächst wird die Installation des Linux-Betriebssystems beschrieben, um dann wesentliche Grundlagen der Open-Source-Software zu vermitteln. Wer mit dem Pi nichts erfinden, sondern ihn zum Beispiel als Mediacenter einsetzen möchte, findet auch entsprechende Anleitungen.

Wirklich spannend ist es aber vor allem, selbst etwas zu erschaffen. Die nötigen Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python er- möglichen den Einstieg. Der reich bebilderte Hardwareteil mit dem Aufbau von Schaltungen lässt dann auch LEDs aufleuchten oder Kameralinsen Fotos machen. Wer sich dort durchgearbeitet hat, fürchtet auch Schnittstellen wie GPIO und UART nicht mehr.

Unter dem Strich gibt es natürlich viel mehr zu lernen und zu vertiefen. Wer jedoch einen Pi vor sich liegen hat, ohne zu wissen, was damit möglich ist, oder wer mit dem Kauf liebäugelt, der findet in diesem Buch einen guten Begleiter für die erste Zeit.

Rheinwerk Verlag: Raspberry Pi – der praktische Einstieg, 19,90 Euro 

Home Automation weckt Interesse

Home Automation – hinter diesem sperrigen Begriff verbergen sich praktische Funktionen wie das Ein- und Ausschalten von Lampen aus der Ferne, Überwachungsfunktionen und mehr. Bei der Home Automation geht es aber auch um die Vernetzung der eigenen Wohnung. Das Smartphone oder Tablet wird zu einer Art Kommandozentrale.

Im Auftrag des Elektronikhändlers Reichelt Elektronik hat das Marktforschungsinstitut TNS Emnid eine repräsentative Umfrage erstellt. Das Ergebnis ist in dieser Infografik zusammengefasst.

Gutjahr

Immer wenn ein Hauch von Kritik an ihn heranfliegt, gibt es bei Richard Gutjahr diesen Reflex, sich selbst ganz klein und die anderen ganz groß zu machen. Die großen etablierten Medien gegen den kleinen Blogger Gutjahr. Oder die große Schar der Kollegen gegen den armen aufopferungswilligen Journalisten. Dieses Schema findet sich auch häufig in seinen Blogeinträgen oder Facebook-Posts wieder. Jüngst gab er ein Gastspiel in der Sendung “Was mit Medien”, stellte sich den Fragen des Publikums und ging genau auf die beschriebene Weise in die Defensive, als sein Tun kritisch hinterfragt wurde.

Bei den Krautreportern sorgte Gutjahr zuvor für Furore, als er in einem Artikel Apples Pressearbeit und vor allem die Kollegen der großen Medien entlarven wollte. Er selbst war natürlich bei alledem vorbildlich: Reiste im Gegensatz zu den anderen auf eigene Kosten nach Cupertino, nimmt natürlich keine Leihgeräte an, etc. Selbstredend gab es vom Publikum viel Zuspruch dafür, die gängigen Ressentiments gegen den Berufsstand der Journalisten zu bedienen. In dem Weltbild, das er da vermittelt, gibt es die raffgierigen Journalisten und Richard Gutjahr. Der Kleine gegen die Großen. Dass auf seiner Seite noch viel mehr stehen, deren Ruf es zu bewahren gilt, findet nicht statt.

Aber genau dieser Apple-Artikel ist ein anschauliches Beispiel dafür, warum der Blogger Gutjahr eine Reizfigur im deutschen Internet ist. Denn auf der positiven Seite vereint Richard Gutjahr tatsächlich viele journalistische Tugenden in seiner Person. Er legt den Finger in die Wunde, hat ein Gespür für Themen, die interessieren, und hat mit vielem recht, was er schreibt. Die Vielfalt seiner Tätigkeiten (Fernsehjournalist, Blogger, Autor) ist faszinierend und inspirierend. Und Richard ist bei alledem ein sehr sympathischer und intelligenter Gesprächspartner, wie ich selbst im wasgehtApp podcast erfahren durfte. Seinen Stil kritisch zu betrachten, schließt nicht aus, ihn als Person trotzdem zu mögen.

Die andere Seite in Richards Internet-Veröffentlichungen ist aber das hohe Maß an Selbstdarstellung und der Anschein der Besserwisserei, in die das Gute eingehüllt ist. Kein Gutjahr-Artikel ohne Gutjahr. Was bei Fotografen das Branding als Urheberrechtsvermerk ist, das ist in Richards Blogposts das Einbringen seiner eigenen Person. So wie die Geschichte, dass er der erste war, der je ein iPad kaufte, vor allem daraus bestand, dass er der Erste war, so haben eben auch seine kritischen Artikel oft den Beigeschmack, dass er sich nebenbei oder manchmal auch in der Hauptsache selbst in Szene setzen möchte.

Es löst beim Leser Bewunderung und Befremden zugleich aus, dass jemand sich selbst so schonungslos selbst zur Marke macht, dass er sein Konterfei als Briefmarke auf Neujahrsgrußkarten klebt. Seine Antwort auf Pegida ist der Slogan “Lügenblogger” – das G ist dabei natürlich sein Logo, das optisch deutlich in Szene gesetzt wird. Aktuell klagt Richard sein Leid, was er als Blogger alles ertragen muss. Dabei sind eben jene Vorwürfe, die er da zitiert, der Treibstoff, mit dem sein Blog so gut funktioniert. Ohne Vorbehalte gegen Blogger und große Medien, die die neuen Medien nicht ernstnehmen, bräuchte es Gutjahrs Blog nach seinem Selbstverständnis gar nicht.

In der Ausbildung zum Journalisten lernt man, dass das Ich in Artikeln eigentlich die Ausnahme bleiben sollte. Ja, es gibt manchmal gute Gründe, sich selbst ins Spiel zu bringen. Aber es gibt meist noch viel bessere Gründe, es zu lassen, wenn es eben nicht unbedingt nötig ist.

Richard hat seine Gründe, sich immer wieder selbst in den Fokus seiner Kamera zu rücken. Das Ich ist sein treuer Gefährte. Und er ist damit unglaublich erfolgreich. Nötig hat er es aber eigentlich nicht.

Charlie Hebdo

Wahre Worte:

die naiven, die denken, dass ein like oder fav die welt verändern könnte, dass es in den kommenden wochen und monaten reichen würde, die eigene meinung zu twittern. als ob twitter der ort für eine politische oder gesellschaftliche auseinandersetzung wäre. der feind sind die faulen, deren politisches handeln nicht über das anklicken einer online-petition hinausgeht, die lieber bloggen als gegen pegida auf die straße zu gehen. der feind sind die dummen, die nicht mehr selber denken, die keine zeitung mehr lesen, die keine nachrichten mehr schauen, die politisch und gesellschaftlich uninteressierten, die sich und der welt keine fragen mehr stellen. der feind sind die nichtwähler, die nichtdenker, die nicht-aufsteher, die inaktivisten. der feind ist die herde.