Neues iPad 3 wird 5,3 Grad wärmer

Nach den diversen subjektiven Eindrücken von Nutzern, will die niederländische Website Tweakers.net den Temperaturunterschied zwischen iPad 2 und dem neuen iPad jetzt belegt haben. Unter der Wärmebildkamera ergab sich zwischen den Geräten eine Differenz von 5,3 Grad. Das ist nicht wenig, gleichwohl betrug die gemessene Temperatur beim neuen iPad immer noch nur 33,6 Grad, also unter Körpertemperatur.

Seitens Apple gab es indes ein Statement, demzufolge sich die etwas höheren Temperaturen im normalen Bereich befinden. Nur wer extremere Phänomene wahrnimmt, sollte sich an den Support wenden.

Im Netz tobt längst eine Debatte darüber, ob die ganze Temperaturhysterie übertrieben ist. Florian Schimanke ist der Ansicht, dass nach einem „Haar in der Suppe“ gesucht wird. Dieses Phänomen ist tatsächlich nicht neu: Wie beim iPhone kursieren auch vermehrt Meldungen über Gelbstichigkeit des Displays. Antennagate und die Akku-Panik beim iPhone 4S waren auch so Themen, die stark hochkochten und von denen auf einmal nichts mehr zu hören war, wobei bei diesen beiden Dingen ja offenbar doch etwas dran war, weil Apple schließlich reagierte.

Zum Teil mag das Suchen nach einem Haar in der Suppe daher rühren, dass die Zeit zwischen Präsentation eines neues Gerätes und seiner Veröffentlichung meist einseitig positiv besetzt ist – die Nutzergemeinde also einen Nachteil förmlich herbeisehnt. Gerade die Techblogs, die in den Genuss kommen, bei der Präsentation selbst dabei zu sein, das erste Hands-On und später die ersten Testgeräte haben, können ihren Stolz über den Sonderstatus schwerlich verbergen. Sie alle müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die jetzt diskutierten Themen in ihren Reviews keine Rolle spielten.

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