Warum wir nicht für Google schreiben sollten

Nachdem ich mich monatelang immer wieder mal mit SEO (Search Engine Optimization) auseinander gesetzt habe, bin ich immer noch so schlau wie vorher. Geheimrezepte für Suchmaschinenoptimierung sind ihr Geld nicht wert, denn wer würde schon eine Idee, um Geld zu drucken, verschenken oder zumindest für billiges Geld verramschen.

SEO ist stattdessen ein mühsames Geschäft, das nicht ohne Grund von vielen Menschen hauptberuflich betrieben wird. Es braucht Geld, aufwendige Software und einen langen Atem, um Seiten in den Google-Suchergebnissen nach oben zu bringen. Oder eine geniale Marktlücke, aber die ist mittlerweile so schwer zu finden, wie ein raffinierter Domainname mit drei Buchstaben, der noch nicht reserviert wurde.

Für kleine Blogger ist Suchmaschinenoptimierung hingegen gar nicht zu leisten, weil es fast noch mehr Zeit einnimmt, als das eigentliche Schreiben. Und hier stellt sich die Frage, für wen wir eigentlich schreiben wollen: Für Googles Suchmaschine, um womöglich Leser herbeizulotsen, die enttäuscht werden? Oder für die Leser, die ohne SEO zwar dünn gesät sind, aber immerhin besser versorgt werden.

John Gruber, der SEO nicht nötig hat, bringt es auf den Punkt:

My goal has always been to increase readers — to reach and appeal to people who want to come here to read what I write, on a daily or at least regular basis. I get thousands of referrals every day from Google, but I don’t try to monetize them. My only hope is for a few of them to like what they see and come back.

I think I can keep writing stuff that people want to read. I don’t know how to write stuff that Google’s ever-changing algorithms will return as highly-placed search results, so I’ve never really tried.

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