„Das Internet entmachtet den Journalismus“

Die taz widmet sich in ihrer Sonnabend-Ausgabe vom 15. November 2014 dem Thema Native Advertising (online ist der Artikel leider noch nicht abrufbar):

Das Internet entmachtet den Journalismus. Politiker, Künstler, Sportler und Unternehmen funken ihre Zielgruppe inzwischen direkt an. Auf die Gunst der klassischen Medienmacher kommt es nicht mehr an.

Der direkte elektronische Draht zu Quellen ist zweifelsohne ein Stück Freiheit für die Nutzer, das es vor zwei Jahrzehnten so noch nicht gab. Aber mit Entmachtung ist das immer so eine Sache: Wie bei Staaten, stellt sich die Frage, was danach kommt.

Es ist naiv, zu glauben, dass mit der Entmachtung des Journalismus die Macht über die Informationen auf die Nutzer übergeht. Stattdessen rücken ihnen nur jene näher, die schon seit Jahrzehnten Journalisten beeinflussen wollen. Sie haben leichtes Spiel, wenn sich ihnen keiner mehr in den Weg stellt. Das Beispiel Native Advertising ist nur eine ihrer Spielarten.

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