Snap, Snap, hurra!

In den 1990-er Jahren war es en vogue, auf die Bild-Zeitung zu schimpfen, ohne sie zu lesen. „Die BILD lesen? Ich? Niemals“, lautete eine verbreitete Antwort, obwohl sich die Zeitung täglich millionenfach verkaufte. Klar, muss man ein Produkt nicht dauerhaft beziehen, um es kritisieren zu dürfen. Aber die Bild-Zeitung schuf mit ihrem Slogan „Bild dir Deine Meinung“ schon einen wichtigen Hinweis darauf, dass die Fairness es gebietet, sich erstmal eine Meinung zu bilden. Und nicht einfach etwas hinauszutragen.

Im Jahre 2016 reden wir über Snapchat. Der App-basierte Messagingdienst machte sich vor ein paar Jahren einen Namen als beliebtes Sexting-Tool unter Teenagern in den USA. So konnten sie sich Nacktfotos zuschicken, die sich nach einigen Sekunden selbst zerstören. Scheinbar zumindest, denn natürlich konnte der Empfänger ein Bildschirmfoto anfertigen. Oder ein konventionelles Foto vom Bildschirm machen.

Ohne sich grundlegend zu ändern, hat Snapchat es geschafft, sich des zweifelhaften Rufes zu entledigen. Momentan ist es stark im Trend, bei Snapchat zu sein und seine Geschichten zu teilen: Kurzvideos und skurrile Fotos. Das Ganze lebt augenscheinlich vor allem davon, schräg zu sein. Als Informationsquelle ist es nur bedingt zu gebrauchen. „Snap, Snap, hurra!“ weiterlesen

Umfrage: Apple bei Wearables vorne

Wenig überraschend: Apple genießt bei Interessenten für Smartwatches den besten Ruf. Dies hat jetzt eine Umfrage von Juniper Research in Großbritannien ergeben. Allerdings: Nur wenige sind bereit, mehr als 175 US-Dollar für ein Wearable auszugeben.

Apple Watch
Sehr beliebt: Wearables von Apple. Foto: LWYang/Flickr/CC BY 2.0

Die coolste Marke für Wearables ist Apple. Damit geht es augenscheinlich nicht nach dem Datum des Markteintritts, denn sonst wäre Pebble als einer der Pioniere für Smartwatches mit vorne und stünde nicht abgeschlagen auf Platz 20. Doch nicht nur, dass Apple und Samsung ganz vorne in der Rangliste stehen: Ihre Namen wurden in sage und schreibe 75 Prozent der Antworten genannt. Damit sind bekannte Uhrenmarken wie TAG Heuer (Platz 9), Omega (16) und Breitling (17) deutlich auf die Hinterbank verwiesen worden.

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WordPress beschleunigen – meine Tipps

Wordpress beschleunigen

Jeder Internetnutzer kennt das aus eigener Anschauung: Es gibt kaum etwas Nervigeres als lange Ladezeiten beim Aufrufen von Websites. Grund genug, beim eigenen Blog anzusetzen und WordPress in Sachen Tempo auf den Prüfstand zu stellen.

Voraussetzung für schnelle Ladezeiten ist natürlich zuallererst ein schneller Webserver. Hier gibt es gerade für Blogs spezielle Angebote, die oft kostspielig sind. Natürlich reagiert ein Server wesentlich schneller, wenn er statt einer Festplatte mit SSD-Speicher arbeitet. Aber lohnt sich das bereits für kleine oder mittlere Blogs? Oder ist das nicht eher eine Upgrade-Option, wenn das Blog erfolgreicher wird?

Ich habe mich für einen kostengünstigeren Ansatz entschieden. Der vorhandene Webspace bei Hosteurope ist erstmal ausreichend. Die Ping-Zeiten sind im grünen Bereich. Stattdessen habe ich den Hebel dort angesetzt, wo die Abrufe am häufigsten ausgebremst werden: In der WordPress-Installation.

WordPress ist ein wunderbares System, das einem viel Arbeit abnimmt, wenn es vernünftig konfiguriert ist. Gleichzeitig verliert man als Nutzer aber auch schnell aus den Augen, wie viele Prozesse im Hintergrund laufen. Datenbankabfragen kosten Zeit. Entsprechend ist eine Website viel schneller, wenn sie auf statischen Seiten basiert, so wie das in den 1990-er Jahren noch üblich war.

Ich habe lange experimentiert und bin jetzt bei zwei Plug-Ins gelandet, die das Tempo von WordPress deutlich erhöhen, indem sie mit statischen Elementen arbeiten. Das eine ist ZenCache und legt abgerufene Seiten für eine bestimmte Zeit als Cache-Dateien ab. Somit entfällt die dynamische Erzeugung der Seite und das Abrufen der Datenbank. Wer als Besucher zuerst kommt, muss noch etwas Geduld mitbringen, aber nachfolgende Besucher profitieren von signifikant verbesserten Ladezeiten.

Autoptimize nimmt sich des zweiten zeitraubenden Faktors an: Der vielen Javascript- und CSS-Dateien, die nachgeladen werden. Das Plug-In fasst diese zusammen, so dass der Ladeprozess weiter verbessert wird. Generell empfiehlt sich natürlich auch ein Blick darauf, wie ladeintensiv das gewählte Theme ausfällt. Ich habe mich außerdem dazu entschieden, das Facebook-Plugin herauszuschmeißen, da es ebenfalls die Ladezeit erhöhte und für die Nutzer entbehrlich ist.

Um die Verbesserungen nachzumessen, empfehle ich Google PageSpeed Insights. Neben glücklicheren Nutzern soll ein schnelles Blog angeblich ja auch die Google-Bewertung des eigenen Blogs positiv beeinflussen.

Foto: valentin d/Flickr/CC BY 2.0

Telekom: Mobile Antennen-Power für Sondereinsätze

Spannender Lesestoff: Bei Festivals setzt die Telekom einen mobilen Antennentruck ein, der die Mobilfunkversorgung für die Besucher gewährleistet.

Jodl betonte: „Das Hurricane-Festival haben wir bereits seit zehn Jahren auf unserer Liste für Sonderversorgung. Auf unserem Kalender stehen pro Jahr rund 150 Festivals und Events, für die wir eine Sonderversorgung aufbauen.“

Quelle: Festivals: Telekom erweitert Netz mit tonnenschweren Richtfunk-Trucks – Golem.de

Microsofts Skype Translator im Test

Marco Dettweiler von der FAZ hat den Skype Translator mal ausprobiert und das Ergebnis ist – um es vorwegzunehmen – unfreiwillig komisch. Probanden waren ein Franzose und eine Chinesin, deren Aussagen ins Deutsche übersetzt werden sollten.

Sein Fazit:

Doch was sich Microsoft mit Skype Translator vorgenommen hat und Google mit dem „Übersetzer“ seit einiger Zeit anbietet, sind weit ambitioniertere Projekte, denen ein wenig die Wir-können-alles-Mentalität anheftet. Die Unternehmen und ihre Forscher wollen nichts anderes als die natürliche Sprache übersetzen. Das wird nie möglich sein.

Als Microsoft vor ein paar Monaten eine Live-Demo des Skype Translators vorstellte, schien mir das auch zu schön, um wahr zu sein. Bis heute ist es ja nicht einmal möglich, mit dem Google Translator eine halbwegs vernünftige Übersetzung von Texten zu erhalten, die man anderen Menschen schicken kann, ohne sich zu schämen. Bestenfalls fürs eigene Verständnis fremdsprachiger Texte ist der Translator nützlich, wenn er auch manchmal nur Anhaltspunkte liefert, worum es geht.

Wir haben hier also mit dem Skype Translator gleich zwei Technologien versammelt, die bis dato unausgereift sind: Die Spracherkennung zum einen und die Übersetzung zum anderen. Dass die Vorlesestimme des Übersetzers bei alledem mechanisch klingt, sehen wir mal als Luxusproblem an.

Trotzdem bin ich nicht so pessimistisch wie der Autor. Spracherkennung galt auch lange als ambitionierte Idee ohne Chance auf eine reale Anwendung. Bis vor ein paar Jahren brauchte es spezielle Headsets und viel Rechenpower, um Texte mehr schlecht als recht zu diktieren. Heute kann man unterwegs sein Smartphone ansprechen und es versteht einen zunehmend besser.

Ich glaube also, dass mit der Zeit diese Probleme durchaus zu lösen sind und dass es auch einen Bedarf gibt, solche Anwendungen einzusetzen. Die Frage ist nur, ob der Zeitpunkt jetzt schon gekommen ist und ob es dann Microsoft ist, die etwas Alltagstaugliches auf den Markt bringen. Wir erinnern uns: Microsoft wollte auch schon Tablets etablieren, lange bevor das erste iPad veröffentlicht wurde.

Quelle: Microsofts Skype Translator mit Deutsch-Übersetzung im Test

Die Krautreporter – ein Jahr danach

Stefan Niggemeier:

Der größte einzelne Fehler war meiner Meinung nach, eine eigene Software programmieren zu lassen, was viel Zeit, Geld und Nerven gekostet hat — und teilweise auch jetzt noch nicht richtig funktioniert.

Aber das zentrale Problem ist ein anderes: Uns trieb die Lust an, ein neues Geschäftsmodell auszuprobieren, aber nicht unbedingt eine gemeinsame redaktionelle Idee. Wir taten uns schwer damit, zu definieren, worüber wir berichten wollen und wie.

Aus Sicht eines zahlenden Lesers kann ich sagen: Stimmt.

Quelle: In eigener Sache: Die Krautreporter und ich

Amazon will Pakete in den Kofferraum liefern lassen

Der Online-Händler Amazon will seinen Prime-Kunden zukünftig die Möglichkeit geben, Pakete direkt in ihrem Kofferraum abzulegen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll ab Mai 2015 im Großraum München stattfinden. Das Unternehmen kooperiert dazu mit dem Paketdienst DHL und dem Autohersteller Audi.

Nach der Drohne jetzt der Kofferraum – auf den ersten Blick scheint es, als wäre Amazon jede schräge Idee recht, um etwas Publicity zu bekommen.

In Wirklichkeit steckt aber ein fundamentales Problem des Onlineshoppings dahinter: Für Versender und Versandunternehmen ist es ein riesiges Problem, das viele Empfänger durch Beruftstätigkeit etc. während der Zustellzeiten zuhause nicht anzutreffen sind.

Zum Glück gibt es ja Nachbarn. Doch bei dem Paketvolumen, das manche Nachbarschaften heute empfangen, kann das auch kein Dauerzustand sein – zumindest, wenn man möchte, dass einem die Nachbarn auch künftig noch wohl gesonnen sind.

Und die Packstationen sind vielerorts ein so großer Erfolg, dass die Kapazitäten häufig ausgeschöpft sind, besonders natürlich zu Weihnachten. Würden noch mehr Menschen auf die Packstation umschwenken, ginge dort wahrscheinlich bald gar nichts mehr.

Ich entsinne mich, dass zu Beginn die Packstation auch gerne von DHL genutzt wurde, um Sendungen zu hinterlegen, wenn jemand nicht zuhause war. Das wird meines Wissens mittlerweile gar nicht mehr praktiziert, sondern in meinem Fall musste ich dann eine Filiale aufsuchen.

 

Quelle: Amazon will euren Kofferraum beliefern: Das steckt hinter dem Pilotprojekt mit Audi und DHL | t3n