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Category “Apple”

Der 4G-Etikettenschwindel

Apple hat in mehreren Ländern die Bezeichnung 4G durch Cellular ersetzt. Vor allem in Australien liefen Verbraucherschützer Sturm, weil das neue iPad dort – wie in Deutschland – gar nicht die dortigen LTE-Frequenzen beherrscht. Jetzt regt sich Kritik an den Verbraucherschützern, die Apple zu diesem Schritt veranlassten.

Florian Schimanke fasst sich an den Kopf. Zwar halte er Verbraucherschutz für sinnvoll und wichtig, schrieb er am Sonntag in seinem Blog, doch die Diskussion darum, ob Apple fälschlich die Bezeichnung 4G beim neuen iPad verwendet, hält er für vollkommen überzogen. Die Verbraucher sollten sich schließlich vor dem Kauf mit dem Gerät auseinander setzen.

Nun ist es in der Tat so eine Frage, warum ausgerechnet Apple all die 4G-Kritik auf sich zieht, wo doch in den USA alle – Netzbetreiber wie Handyhersteller – Etikettenschwindel mit der so genannten vierten Mobilfunkgeneration treiben. AT&T verkauft etwa HSPA als 4G, obwohl es nur eine andere Spielart von 3G ist, also von UMTS. Mit 4G ist gemeinhin LTE (Long Term Evolution) gemeint, wenngleich auch LTE nicht gleich LTE ist und die Landschaft der Standards und Bezeichnungen immer undurchschaubarer wird. Es wird eigentlich höchste Zeit, dass endlich mal wie beim DSL-Anschluss Mbit-Zahlen ins Spiel kommen – der Unterschied ist nur, dass beim Mobilfunk auch Latenzzeiten eine große Rolle spielen. Auf jeden Fall hat der normale Mobilfunkkunde längst aufgehört, zu verstehen, was mit den Kürzeln gemeint ist.

Beim neuen iPad geht es gar nicht darum, dass 4G in einem falschen Zusammenhang verwendet wird, sondern darum, dass Apple das iPad auch in Ländern als 4G-fähig anpreist, in denen die LTE-Netze auf anderen Frequenzen funken (so wie in Deutschland).

Dass Apple den Zorn der Verbraucherschützer stellvertretend für eine ganze Branche auf sich zieht, hat zum einen damit zu tun, dass Apple immer bedeutender in der IT-Welt wird. Zum anderen agiert der Konzern aus Cupertino international – und in anderen Ländern werden PR-Versprechen mitunter enger gesehen als in den USA.

Warum aber ärgerlich darüber sein, dass Apple 4G nicht mehr verwendet (in Deutschland ist es übrigens bei 4G geblieben)? Laut Florian Schimanke soll 4G außerhalb der USA kaum bekannt sein – das mag, was die Mehrheit der Bevölkerung angeht, zutreffen. Doch gerade für den Teil der Technikinteressierten, denen 4G ein Begriff ist, ist es ärgerlich, wenn er in einem verwirrenden Zusammenhang verwendet wird.

Es kann und sollte nicht im Interesse der Verbraucher liegen, dass es erst Recherchen bedarf, um herauszufinden, ob Features auch hierzulande funktionieren.

“iPad Cellular” – Apple benennt neues iPad um – Flo’s Weblog | Apple News and more….

Getestet: Das neue iPad

Im Grunde sollte zum neuen iPad (umgangssprachlich auch iPad 3 genannt) eigentlich alles gesagt sein. Man möchte fast schon sagen: Es wurde längst zuviel gesagt. Denn auf einer Skala zwischen Euphorie und Schwarzmalerei war nahezu alles vertreten. Dementsprechend war auch viel Unsinn zu lesen, so zum Beispiel über die angeblich starke Erwärmung, das gestiegene Gewicht, etc. Vielleicht handelt es sich dabei um eine typische Anti-Reaktion einiger Kunden, die sich über allzu euphorische Berichte jener Medien ärgerten, die schon nach der Keynote ein Gerät in Augenschein nehmen durften und bei deren Urteil der Stolz über den frühen Zugriff auf das Gerät manchmal das Ergebnis zu beeinflussen schien.
Wenden wir aber den Blick lieber auf das Gerät selbst. Einen Monat nach Verkaufsbeginn hat sich die Aufregung gelegt und es ist ein nüchterner Blick möglich:
Die wirklich große, einzigartige Neuerung des neuen iPads ist das Display. Nach zwei Wochen mit dem neuen iPad ist der Wechsel zum Vorgängermodell so, als setze man eine dringend benötigte Brille ab. Die Buchstaben auf dem iPad 2 erscheinen plötzlich unscharf, an jeder Buchstabenkante wittert man Pixel, Bilder wirken dunkler und die Farben flauer.
Bedenkt man, dass einem der iPad 2-Bildschirm vor Beginn des Tests eigentlich als sehr gut in Erinnerung geblieben war, besagt das schon eine ganze Menge über das Retina-Display des neuen iPads von Apple. Die Auflösung von 2048 mal 1536 Pixeln ist dabei für sich genommen gar nicht das Kunststück. Das Bemerkenswerte an dem Bildschirm ist, dass diese gewaltige Auflösung mitsamt 44 Prozent mehr Farbsättigung in die gleiche 9,7-Zoll-Bauform verpackt wurde. Der Bildschirm ist so scharf, dass Fotos wie in dieser Zeitung die Schärfe gar nicht wiedergeben können

Pixel sind bei solch einer Auflösung tatsächlich nicht mehr sichtbar. Text sieht aus, als handele sich um eine bedruckte Folie, die auf den Bildschirm gelegt wurde. Der Benutzer erlebt die Bildschirminhalte, gleich ob E-Mail, Internetseite, Film oder Fotos, in einer ganz neuen Qualität. Einmal auf den Geschmack gekommen, möchte man dies anschließend ungern missen.

[pullquote align="left"]Das neue iPad ist für Erstkäufer noch attraktiver als seine beiden Vorgänger[/pullquote] Das neue iPad ist damit für Erstkäufer noch attraktiver als seine beiden Vorgänger. Wenn es darum geht, Besitzer des Vorgängermodells iPad 2 anzusprechen, hat es Apple schon schwerer, diese vom Umstieg zu überzeugen. Von außen ist der Generationswechsel dem Gerät nämlich bis auf den Bildschirm kaum anzusehen: Höhe und Breite sowie Bauform sind – erfreulicherweise – gleich geblieben. Das neue iPad bringt obendrein rund 50 Gramm mehr auf die Waage und ist 0,6 Millimeter dicker. Die Zahlen sollten allerdings nicht über die tatsächlich wahrnehmbare Veränderung hinwegtäuschen – diese ist nämlich sehr gering. Das Gerät passt problemlos in das iPad 2 Dock und im Gewichtsvergleich beider Geräte ist es schwer zu sagen, welches Gerät das neue und welche das alte ist.

Wirft man einen Blick auf die weiteren Funktionen des Gerätes, gibt es allerhand Verbesserungen, die den einen mehr, den anderen weniger begeistern werden. Die Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards Long Term Evolution (LTE) bleibt vorerst Amerikanern und einigen wenigen anderen Ländern vorbehalten. In Deutschland gibt es immerhin eine Steigerung durch Unterstützung von HSPA+, die sich durch höhere Datenraten und Latenzzeiten ebenfalls positiv bemerkbar macht.

Auf der Rückseite verrichtet nun die gleiche Fünf-Megapixel-Kamera mit 1080p-Videofunktion den Dienst, die auch im iPhone 4S zum Einsatz kommt. Doch Hand aufs Herz: Wer fotografiert ernsthaft im großen Stil mit einem 9,7 Zoll großen Tablet? DIe Facetime-Kamera auf der Vorderseite hat dafür leider keine Verbesserung erfahren, obwohl gerade das Aufschließen mit der HD-Kamera des iMacs reizvoll gewesen wäre. Leider steht Facetime aber offenbar nicht mehr so im Fokus von Apple – vielleicht, weil damit nur Besitzer von Apple-Geräten untereinander kommunizieren können. Eine bessere Hardware hätte vermutlich eher Mitbewerber wie Skype begünstigt.

[pullquote align="right"]Es wurde viel Unsinn über das neue iPad behauptet: Es gibt weder Hitzewallungen noch fällt das neue Gerät merklich ins Gewicht[/pullquote] Ausgesprochen praktisch ist die Integration einer abgespeckten Variante der Spracherkennung Siri. Weil Apple offenbar im Gegensatz zum iPhone weniger Bedarf dafür sieht, mit dem Tablet verbal zu kommunizieren, beschränkt sich diese Funktion auf das Diktieren. Doch hier spielt Siri seine Stärke sehr schön aus. Die Erkennung ist überaus akkurat und erspart einem das Eintippen, das entweder über den Touchscreen oder eine optional erhältliche Hardwaretastatur möglich ist. Allerdings ist Siri eine EingabevVariante, die wohl eher in Situationen zum Tragen kommt, in denen der Nutzer alleine mit dem Gerät in einem Raum sitzt.

Braucht man ein iPad? Diese Frage muss jeder Interessierte weiterhin für sich beantworten, wenngleich die Argumente angesichts der vielen Verwendungszwecke (E-Mails lesen, Internetsurfen, Musik hören, Videos anschauen, Zeitungen und Bücher lesen, Fotos bearbeiten, Videos schneiden, Texte schreiben, Diagramme erstellen und so weiter) immer mehr zunehmen.

Wer ein gutes Tablet sucht, wird derzeit auf jeden Fall kein besseres Gerät finden. Aufgrund der gestiegenen Dateigrößen der Apps empfiehlt sich die 32-Gigabyte-Variante. Wer ein iPhone besitzt, muss nicht unbedingt die 4G-Variante kaufen, weil möglicherweise auch eine Verbindung über Tethering möglich ist.

Im nachfolgenden Video stelle ich das Gerät aus meiner Sicht noch einmal kurz vor:

Tech Tops: Mehr Sicherheit im App Store, mehr HD-Sender, mehr Retinadisplays, mehr Transparenz bei Apple

Apple erhöht die Sicherheitsvorkehrungen im App Store, in Deutschland gibt es bald neue öffentlich-rechtliche HD-Sender, Intel erwartet 2013 die ersten Retina-Displays bei Notebooks und wir werfen noch einen Blick in die iPad-Fabrik von Foxconn – alle wichtigen News haben wir in unserer neuen Rubrik Tech Tops zusammen gefasst, den Top-Nachrichten aus der Tech-Welt.

Apple stellt Sicherheitsfragen

Sicherheitsoffensive im App Store von Apple: Sicherheitsfragen sollen helfen, die Identität von Nutzern zu verifizieren. Ferner wird eine Backup-E-Mail-Adresse abgefragt. TheNextWeb kritisiert, dass die Nutzer von den Abfragen ziemlich überrumpelt werden. Gleichwohl seien sie ein Schritt in die richtige Richtung.

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Neue HD-Sender von ARD und ZDF

Freunde des hochauflösenden Fernsehens dürfen sich freuen: ARD und ZDF starten zehn neue Kanäle, berichtet Onlinekosten.de. Es handelt sich um mehrere dritte Programme und vorhandene Spartenkanäle, die es bislang nur in SD gibt. Die schlechte Nachricht: Die neuen Sender werden vorerst wohl nur via Satellit zu empfangen sein.

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Retina-Displays fürs Notebook

Das war nur eine Frage der Zeit: Prozessorhersteller Intel erwartet für kommendes Jahr die ersten Retina-Displays bei Notebooks. Ob Apple zu den ersten gehört?

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Blick in die iPad-Fabrik

Apple macht ernst: Im Zuge der Informationsoffensive hat jetzt ein Reporter in den Fabriken von Foxconn gefilmt. Wir sehen den unverblümten Alltag in den Produktionsstätten des iPads. Aber zunehmend reift in den Techblogs die Erkenntnis: Gemessen an chinesischen Standards, geht es den Beschäftigten dort nicht schlecht.

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Apple-Kurznews: iPad-Verbindungsprobleme, Steve Jobs vs. Android & Mini-iPad

Einzelne Wifi-Modelle des neuen iPad sollen Verbindungsprobleme haben, Apple testet eine verkleinerte Version des iPads in seinen Laboren und Steve Jobs soll Android angeblich gar nicht so sehr gehasst haben. Einige Apple-News dieser Woche in der Übersicht:

  • Steve Jobs wollte Google ja bekanntlich wegen Android den Atomkrieg erklären. So war es zumindest in der Jobs-Biografie von Walter Isaacson zu lesen. Google-Chef Larry Page erklärte hingegen in dieser Woche, dass er Jobs’ Antipathie nur für Show hielt. Dies rief sogleich Isaacson auf den Plan, der erneut bekräftigte, dass Jobs’ Hass gegen das Google-Betriebssystem tatsächlich existierte. Aufmerksame Leser der Biografie wissen, dass Jobs bekanntlich so manches hasste und aus seinem Herzen keine Mördergrube machte. Andererseits war der verstorbene Apple-Chef auch ein gewiefter Marketing-Stratege. Schwer zu sagen, wer in diesem Streit recht hat.
  • Mehrere Blogger berichten, dass es offenbar mit einigen Wifi-Modellen des neuen iPads Probleme mit den Netzwerkverbindungen gibt. Die Symptome reichen von gedrosselter Geschwindigkeit bis hin zu Aussetzern. Betroffene Geräte sollen laut einer internen Anweisung ausgetauscht und zu weiteren Untersuchungen an Apple weitergeleitet werden.
  • Apple hat laut Daring Fireball-Blogger John Gruber ein verkleinertes iPad in seinen Laboren im Test. Damit bekommen alte Gerüchte um eine kleinere Version des Tablets neue Nahrung. Gleichwohl bedeutet so ein Test noch lange nicht, dass das Gerät tatsächlich in den Verkauf gelangt. Apple testet bekanntlich sehr viel, um ein optimales Nutzererlebnis sicherzustellen.

Hintergrundbilder für Retina-iPads

Das neue iPad haben viele Nutzer der ersten Stunde ausgiebig ausprobiert – jetzt geht es an die Verschönerung. Das Retina-Display mit einer Auslösung von 2048×1536 Pixeln stellt dabei besondere Anforderungen an Hintergrundbilder, schließlich sollen sie den Bildschirm hochauflösend ausfüllen.

Eine ganze Reihe kostenloser Wallpaper bietet zum Beispiel fiftyfootshadows an. Auch die Kollegen von t3n waren fleißig und haben ebenfalls eine Liste mit kostenlosen Downloads vorbereitet.

Das neue iPad und die Post-PC-Ära

Während die Fachwelt gerade eine hitzige Debatte über Hitzeprobleme beim iPad 3 führt, lenken wir das Augenmerk einmal auf die Post-PC-Ära. Apple-Chef Tim Cook hat dieses Thema bei der Präsentation des neuen iPad erneut aufgegriffen und wenn wir uns heute einmal umsehen, hat das iPad vielleicht den normalen Computer zwar nicht verdrängt, aber es hat sich definitiv seine Gebiete erobert.

Zum Thema Post-PC-Ära:

Das iPad ist in den Augen von Apple-Chef Tim Cook nicht einfach nur ein Gerät. Es ist die Speerspitze einer Bewegung: Der Mittelpunkt der Post-PC-Ära, wie er am vergangenen Mittwoch in San Francisco anhand von Verkaufszahlen noch einmal verdeutlichte.

Anfangs belächelt, stellt sich spätestens nach dem riesigen Verkaufserfolg des iPad 2 die Frage, ob Apple-Mitbegründer Steve Jobs mit seiner Vision nicht doch recht hatte, dass der stationäre Computer künftig keine große Rolle mehr spielen wird.

Zwar verkauft auch Apple weiterhin seinen iMac. Doch die besten Verkaufszahlen bescheren den Kaliforniern ihre mobilen Produkte, die MacBooks, das iPhone und natürlich das iPad – zum Nachteil der über Jahrzehnte erfolgreichen PC-Hersteller. Nach der Vorstellung des dritten iPads, das einfach wieder nur „iPad“ heißt, wird sich zeigen, ob der Motor in der Entwicklung der Post-PC-Ära künftig weiterhin die Gerätefunktionen sein werden.

via Wilhelmshavener Zeitung: Worauf es in der Post-PC-Ära ankommt.

Neues iPad 3 wird 5,3 Grad wärmer

Nach den diversen subjektiven Eindrücken von Nutzern, will die niederländische Website Tweakers.net den Temperaturunterschied zwischen iPad 2 und dem neuen iPad jetzt belegt haben. Unter der Wärmebildkamera ergab sich zwischen den Geräten eine Differenz von 5,3 Grad. Das ist nicht wenig, gleichwohl betrug die gemessene Temperatur beim neuen iPad immer noch nur 33,6 Grad, also unter Körpertemperatur.

Seitens Apple gab es indes ein Statement, demzufolge sich die etwas höheren Temperaturen im normalen Bereich befinden. Nur wer extremere Phänomene wahrnimmt, sollte sich an den Support wenden.

Im Netz tobt längst eine Debatte darüber, ob die ganze Temperaturhysterie übertrieben ist. Florian Schimanke ist der Ansicht, dass nach einem “Haar in der Suppe” gesucht wird. Dieses Phänomen ist tatsächlich nicht neu: Wie beim iPhone kursieren auch vermehrt Meldungen über Gelbstichigkeit des Displays. Antennagate und die Akku-Panik beim iPhone 4S waren auch so Themen, die stark hochkochten und von denen auf einmal nichts mehr zu hören war, wobei bei diesen beiden Dingen ja offenbar doch etwas dran war, weil Apple schließlich reagierte.

Zum Teil mag das Suchen nach einem Haar in der Suppe daher rühren, dass die Zeit zwischen Präsentation eines neues Gerätes und seiner Veröffentlichung meist einseitig positiv besetzt ist – die Nutzergemeinde also einen Nachteil förmlich herbeisehnt. Gerade die Techblogs, die in den Genuss kommen, bei der Präsentation selbst dabei zu sein, das erste Hands-On und später die ersten Testgeräte haben, können ihren Stolz über den Sonderstatus schwerlich verbergen. Sie alle müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die jetzt diskutierten Themen in ihren Reviews keine Rolle spielten.

iPad 3: Verkaufszahlen, Komponentenpreise & Hotspot-Problem

Apple in nur vier Tagen drei Millionen iPads verkauft. Diese Rekordzahl teilte der Konzern heute mit. Damit dürfte klar sein, dass der Konzern eindeutig besser für den Ansturm der Käufer gerüstet war, und nicht nachlassendes Interesse dafür verantwortlich war, das zum Beispiel viele Apple Stores in New York am Wochenende noch Bestände hatten. >> Flo’s Weblog

Die Summe aller Teile beim iPad beträgt 316 Dollar. Diese Zahl hat die Seite iSuppli ermittelt, die schon bei Vorgängermodellen analysiert hat, was das Gerät den Hersteller kostet. Natürlich sind solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da unklar ist, welche Einkaufskonditionen für Apple gelten. Unter dem Strich lässt sich aber sagen, dass das neue iPad erwartungsgemäß in der Herstellung kein Pfenningartikel ist. Mit steigender Ausstattung wächst iSuppli zufolge auch der Verdienst für Apple. >> Golem.de

Vorerst auch kein UMTS-Hotspot auf dem neuen iPad. Mac&i berichtet, dass die neue Funktion hierzulande nicht genutzt werden kann. Die Deutsche Telekom wartet auf ein Softwareupdate, das im zweiten Quartal folgen soll. Für Nutzer eines Mobilfunk-iPads steht damit nach der fehlenden LTE-Unterstützung gleich die zweite Enttäuschung ins Haus. >> Mac&i

Retina-Hintergrundbilder für das neue iPad

Beautiful Pixels hat eine ganze Reihe von Hintergrundbildern für das neue iPad zusammengestellt: Retina Wallpapers for the new iPad.

iPad 3: Vor- und Nachteile

Wenn die Warteschlangen vor den Apple Stores verschwunden, hunderte Unboxing-Videos veröffentlicht und die große Euphorie kund getan ist, beginnt die Phase, in der Vor- und Nachteile des neuen iPad sachlicher gegeneinander abgewogen werden. Wir fassen die wichtigsten Punkte der zahlreichen Nutzerbewertungen im Netz kurz zusammen und stellen voraus, dass wir bislang noch kein Gerät in Augenschein nehmen konnten, um die genannten Punkte zu verifizieren.

Vorteile:

  • Display, Display, Display: Apple hat augenscheinlich nicht übertrieben. Die einhellige Meinung in der Nutzerschaft bestätigt, dass das Retina-Display im neuen iPad ein großer Schritt nach vorne ist. Zum Tragen kommt dies natürlich bei Multimedia-Anwendungen, in denen Fotos und Videos eine Rolle spielen. Doch auch beim Text machen sich Schärfe und Kantenfreiheit, den Schilderungen zufolge, sehr positiv bemerkbar. Das Retina-Display ist damit das Hauptvermarktungsinstrument des neuen Gerätes. Das war zu erwarten: Schon zwischen Anzeigequalität von iPhone 3GS und iPhone 4 lagen bekanntlich Welten. Die Übertragung dieses Fortschritts auf das iPad enttäuscht – den Berichten zufolge – nicht.

Nachteile:

  • LTE: Was waren wir überrascht, als Phil Schiller das Wörtchen LTE auf der Keynote in den Mund nahm. Und was waren wir enttäuscht, dass die erhoffte Motorwirkung für den deutschen Mobilfunkmarkt ausbleibt, weil das neue iPad die hiesigen Frequenzbereiche schlichtweg nicht unterstützt. Mit einem Firmwareupdate ist es nicht getan, um diesen Makel zu beseitigen. Es ist, wie beim Verizon-iPhone, eine eigene Gerätegeneration notwendig. Und ob die noch zu Zeiten des dritten iPads folgt oder erst mit dem vierten kommt, ist vollkommen offen. Das macht die Investition in ein neues iPad zum Risiko. Sollte binnen einiger Monate eine Europa-Version des LTE-iPads veröffentlicht werden, haben Frühkäufer das Nachsehen. Wer auf LTE keinen Wert legt, kann hingegen getrost zugreifen. Zumindest lässt sich aber feststellen, dass ein gewichtiges Kaufargument hierzulande fehlt.
  • Lange Akkuladezeit: Hut ab vor Apple, dass sie es geschafft haben, trotz Retina-Display und LTE (zumindest in den USA) die gleichen Akkulaufzeiten bei ähnlichen Gerätemaßen hinzubekommen. Erkauft wurde dies offenbar mit einem größeren und leistungsfähigeren Akku, dessen Leistungsaufnahme zum Wiederaufladen offenbar mehr Zeit beansprucht.
  • Spürbare Erwärmung des Geräts: Neben der längeren Akkuladezeit macht sich das Gerät offenbar auch durch Wärme bemerkbar, berichten diverse Nutzer in Foren. Diese Erwärmung trete zudem nicht nur ein, wenn Hochleistungs-Apps geöffnet sind. Das Phänomen ist vom iPhone bekannt, iPad-Nutzern war eine spürbare Erwärmung bislang vollkommen fremd.
  • Gelbstichigkeit: Leo von fscklog greift eine alte Debatte auf, die schon diverse iPhones begleitet hat. Es geht um eine Gelbstichigkeit des Displays, die er selbst im Vergleich zum iPad 2 auch festgestellt und auf einem Foto dokumentiert hat.

Für wen lohnt sich der Umstieg?

Die Frage, ob es sich lohnt, von einem früheren iPad auf das aktuelle Modell umzusteigen, ist letztlich vor allem eine des persönlichen Empfindens. Jeder muss sich selbst fragen, ob die Unterschiede zum Vorgängermodell für ihn Beweggrund genug sind.

Bei Besitzern eines iPad 2 ist die abzuarbeitende Liste übersichtlich: Es ist vor allem das Display, das sich unterscheidet und am Ende den Ausschlag geben dürfte. Wer zugreift, sollte allerdings auch die möglichen Nachteile bedenken: Das etwas höhere Gewicht, die in geringem Maße gestiegene Tiefe, vor allem aber die beschriebenen Veränderungen bei Akkuladezeit und Erwärmung. Die offene LTE-Frage ist auch so eine Sache. Eine Rezensenten raten vom Umstieg für iPad 2-ler ab, andere sehen das Display als ausreichenden Grund an, das neue iPad zu erwerben.

Für Besitzer des ersten iPads ist die Liste der Veränderungen ungleich länger und unter dem Strich spricht vieles für den Umstieg. Zum einen spüren iPad-Nutzer der ersten Generation schon jetzt, dass sie bei neuen Apps zunehmend abgehängt werden. Nicht mehr lange, und sie haben auch bei neuen Betriebssystemversionen das Nachsehen. Zwei Jahre sind ein typischer Zyklus, um mobile Apple-Geräte auszutauschen. Zum anderen bekommen sie mit dem iPad 3 zugleich die vielen Vorteile des iPad 2 zu spüren, wobei insbesondere die Gehäuseform und die Möglichkeit, ein weißes Modell zu bekommen, zu nennen sind.