iPhone X: Augenblicklich das Beste

Die Auseinandersetzung mit dem iPhone X hatte schon lange begonnen, bevor das Gerät im September in Cupertino das erste Mal öffentlich vorgestellt wurde. Bauform, Face ID, kein Touch ID – all das sickerte im Grundrauschen mancher Fehlinformation schon vorher durch. Und so waren wir, die Nutzer, eben auch nicht naiv und unbefangen, als uns der Beginn einer neuen Dekade, wie Apple-Chef Tim Cook das Gerät bezeichnet, präsentiert wurde.

Dieser Testbericht fußt auf knapp zwei Wochen täglicher Nutzung. Bei technologischen Veränderungen mit der Tragweite des iPhone X bleiben viele Fragen naturgemäß noch offen, weil sie einer Langzeitbeobachtung bedürfen. Gleichwohl lässt sich schon einiges zum Alltag mit dem iPhone X sagen. „iPhone X: Augenblicklich das Beste“ weiterlesen

Gigaset GS270 plus im Test: (Mittel-) Klasse-Smartphone mit Sternchen

Gigaset steigt in die Mittelklasse der Smartphones ein. Das GS270 ist für 199 Euro erhältlich, das Plus-Modell kostet 30 Euro mehr. Wir haben die Neuerscheinung getestet.

Das GS270 plus in Originalverpackung.

Gigaset kennt sich im Bau von Telefonen aus. Aber reicht die Festnetz-Erfahrung, um auch ein gutes Smartphone bauen zu können? Mit dem GS270 und GS270 plus hat der deutsche Hersteller jetzt schon sein zweites Modell vorgestellt. Nach dem GS170 als Einsteigermodell will Gigaset mit dem GS270 (plus) in der Mittelklasse Fuß fassen. Im nächsten Schritt soll sogar ein High-End-Smartphone veröffentlicht werden. Das sind große Schritte und noch höher gesteckte Ziele in einem heiß umkämpften Markt mit etablierten Mitbewerbern. „Gigaset GS270 plus im Test: (Mittel-) Klasse-Smartphone mit Sternchen“ weiterlesen

iPad Pro 12,9 Zoll (2. Generation) im Test: Große Klasse 2.0

Ein Stück Hardware sollte eigentlich aufwendiger und komplizierter zu entwickeln sein als Software. So lautet eine verbreitete Annahme. Bei Apple scheint der Fall anders gelagert zu sein. Neue, gut funktionierende Hardware zu produzieren, scheint den Kaliforniern leichter zu fallen, als auch die passende Software dazu zu entwickeln. Bei der Apple Watch war das so: Käufer der ersten Stunde staunten nicht schlecht, welches Potenzial Softwareversion 3.0 nachträglich auf ihren Uhren freisetzte. Und beim iPad wird es mit der Freigabe der nächsten Betriebssystemversion iOS 11 bald ähnlich sein.

Dies vorausgeschickt, muss das iPad Pro 12,9 Zoll in seiner zweiten, neuen Version zweigeteilt betrachtet werden. Einerseits in seinem Auslieferungszustand mit der aktuellen Software, iOS 10. Und zum anderen mit der bald kommenden neuen Software, iOS 11, die es schon als öffentliche Betaversion gibt.  Ich habe beides getestet. „iPad Pro 12,9 Zoll (2. Generation) im Test: Große Klasse 2.0“ weiterlesen

Test: Abgehoben – AirPods: die Neuerfindung des kabellosen Kopfhörers

Apples Funkkopfhörer starteten mit Verspätung. Aber jetzt starten sie durch. Wer sie bestellt, muss auch im März 2017 noch wochenlang warten. Was macht sie so besonders?

Eines waren die AirPods nicht: Eine Erfolgsgeschichte von Anfang an. Die  Präsentation zusammen mit dem iPhone 7 im September vergangenen Jahres wurde im Netz mit viel Häme bedacht. Das lag zum einen sicherlich daran, dass Apple beim iPhone den Klinkenstecker für Kopfhörer abgeschafft hat. Die AirPods sind die Antwort darauf, wie sich der Hersteller die kabellose Zukunft des Kopfhörers vorstellt. Aber: Die AirPods waren damit anfangs auch „Blitzableiter“ für die mittlerweile weitgehend verstummte Kritik an dieser Veränderung.

AirPods von Apple
Die AirPods von Apple. Foto: (c) Apple

Viel gewichtiger war als Kritikpunkt aber, dass es die AirPods monatelang schlichtweg nicht zu kaufen gab. Wer sich an ihrem Design störte oder den Preis von 179 Euro kritisierte, der tat dies basierend auf Berichten und Abbildungen. Apple lieferte zwar – wie im September angekündigt – im Dezember. Mit dem Vorbestellungsbeginn in der Weihnachtswoche und einer nur kleinen Charge, die noch im selben Monat ausgeliefert wurde, war das aber mehr Gesichtswahrung in letzter Minute als ein Start nach Maß.

Doch Schwamm drüber: Im Jahr 2017 sind die AirPods käuflich erhältlich, wenn auch momentan immer noch mit mehreren Wochen Lieferzeit, was auf einen Verkaufserfolg schließen lässt. „Test: Abgehoben – AirPods: die Neuerfindung des kabellosen Kopfhörers“ weiterlesen

Rendezvous an der Touch Bar: Das MacBook Pro Late 2016 im Test

Das aktuelle MacBook Pro begeistert mit der Touch Bar und Apples Bekenntnis dazu, die Zukunft des Computers weiterhin aktiv zu gestalten. Aber dafür muss der Nutzer – zumindest zeitweise – in manch sauren Apfel beißen. Einer davon ist der Preis.

Was für einen Computer benötigt eigentlich ein professioneller Benutzer? Früher galt die Formel: Den am besten ausgestatteten. Mit der technischen Entwicklung sind die Grenzen zwischen Normal- und Pro-Nutzer allerdings zusehends aufgeweicht. Die Pro-Bedürfnisse sind durchaus unterschiedlich, je nach Anwendung. Und die Standard-Technik ist oft schon so leistungsfähig, dass sie Pro-Bedürfnissen genügt. Kurzum: Was ist ein Pro?

Nach Apples Maßstäben ist Pro-Hardware das maximal Mögliche bei gleichzeitigem Beibehalten dessen, was Apple wichtig ist: Ansprechendes Design. Das jüngste Ergebnis dieser Leitlinie ist das neue MacBook Pro mit Touch Bar, das im Spätherbst 2016 vorgestellt wurde und mich für einige Wochen als Testgerät begleitete. Wegen der Bezeichnung als Pro-Gerät hat Apple in den vergangenen Wochen mächtig Kritik einstecken müssen: Zu wenig Arbeitsspeicher, der Verzicht auf liebgewonnene Anschlüsse und zu geringe Akkulaufzeit lauteten die massivsten Punkte der Kritiker. „Rendezvous an der Touch Bar: Das MacBook Pro Late 2016 im Test“ weiterlesen

iPhone 7 im Test: Mit der zweiten Linse sieht man besser

Die Unterschiede zwischen dem iPhone 7 und seiner Plus-Variante sind signifikanter als bei den beiden Vorgängern. Das wirkliche iPhone-Flaggschiff ist künftig das Plus-Modell.

Vieles im Leben wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das alte Sprichwort hat sich auch für das iPhone 7 von Apple bewahrheitet. Der Verzicht auf den Klinkenstecker für Kopfhörer löste bereits als Gerücht große Stürme der Entrüstung aus. Knapp drei Monate nach der Vorstellung des aktuellen Smartphone-Flaggschiffs ist die Alltagsruhe zurückgekehrt. Mitte Dezember hat Apple die AirPods veröffentlicht. Die Funkkopfhörer sind die hauseigene Alternative zum Kabelkopfhörer. So soll die Zukunft aussehen. Die kabelgebunden Hörer können allerdings mit einem mitgelieferten Lightning-Stecker-Adapter zumindest weiterhin am Strom- und Datenanschluss betrieben werden. Die mitgelieferten Kabel-EarPods haben sogar gleich den richtigen Stecker. „iPhone 7 im Test: Mit der zweiten Linse sieht man besser“ weiterlesen

VR einmal ausprobiert: Vodafone Smart Platinum 7 im Test

Die virtuelle Realität, kurz VR, hat es endlich geschafft: Viele Jahre fristete sie ihr Dasein als beliebtes Fotomotiv auf Messen. Mittlerweile ist sie in den Privathaushalten angelangt. Zwar durch die Hintertür, als Ergänzung von Mobilfunkgeräten, aber immerhin.

Das Hintertürchen ist hierbei unter anderem die Cardboard-Technologie von Google. Der Hersteller des mobilen Betriebssystems Android machte vor einigen Jahren von sich reden, als er auf seiner Entwicklermesse „I/O“ Bastelsätze aus Pappe verteilte, aus denen die Beschenkten eine 3D-Brille zusammenstecken konnten. Das Smartphone, ein in punkto Leistung über die Jahre erstarkter Kleincomputer, wird als Bildschirm und Recheneinheit in diesen Bausatz eingesteckt – fertig ist der VR-Helm.

Wie fein das funktioniert, zeigt das Smart Platinum 7 von Vodafone. Das Smartphone ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert: Zum einen wegen der VR-Brille, zum anderen weil es mit dem Vorurteil aufräumt, dass Eigenmarken der Netzbetreiber eher in der Rubrik Einsteigerhandy anzusiedeln sind. Nicht in diesem Fall.

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iPad Pro 9,7 im Test: Den richtigen Ton getroffen

Als im Herbst vergangenen Jahres das iPad Pro im großen 12,9-Zoll-Format präsentiert wurde, kursierte anschließend ein Gerücht im Netz: Apple verabschiede sich angeblich vom ursprünglichen 9,7-Zoll-Format des iPads, mit dem im Jahr 2010 alles begann. 

Im Frühjahr 2016 haben wir nun das kleine iPad Pro im 9,7-Zoll-Format vor uns liegen und können über das Gerücht von damals nur noch lachen. Zum Glück, denn das mittlere der drei iPad-Formate hat nicht nur seine Daseinsberechtigung – es ist weiterhin die optimale Größe für ein Tablet. Trotzdem ist es zweifellos sinnvoll, auch Geräte mit kleinerem oder größeren Display bereitzuhalten. „iPad Pro 9,7 im Test: Den richtigen Ton getroffen“ weiterlesen

iPhone SE im Test: Klein und sehr fein

iPhone SE

Die Deutschen lieben ihr Handy. Nirgendwo in der Welt gibt es diesen englisch klingenden Begriff. Die Briten sprechen vom Mobiltelefon, die Amerikaner sogar recht technisch vom Cell Phone in Anlehnung an die Zellenstruktur vom Mobilfunknetz. Warum ist das? Weil das Mobiltelefon in den 1990er-Jahren so schön klein war und mit jedem Modell kleiner wurde. Das änderte sich schlagartig mit den Smartphones. Und es ging so weiter, dass wir seit dem Jahr 2007 eine schleichende Vergrößerung erleben. Nicht ohne Grund werden aktuelle Großmodelle in Anlehnung an ihr Tablet-Format auch schon mal “Phablets” genannt.

Im Jahre 2016 erleben wir aber eine große Firma in Kalifornien, die sich mit einem kleinen Gerät gegen diesen Trend stemmt. Apple hat das iPhone SE auf den Markt gebracht. SE steht für Special Edition. Und ist wahrlich etwas Besonderes in der Landschaft der Großgeräte: Es ist bis auf Kleinigkeiten genauso leistungsfähig wie das aktuelle Topmodell iPhone 6s und das ist einem wesentlich kleineren Gehäuse: Eine beeindruckende Ingenieursleistung.

Die Frage, die uns zum Beginn einer zweiwöchigen Testphase beschäftigte, war aber: Ist ein Gerät mit Vier-Zoll-Display heute noch zeitgemäß? Oder sind wir durch die größeren iPhones und Mitbewerber-Geräte schon “versaut”. „iPhone SE im Test: Klein und sehr fein“ weiterlesen

Auf einen zweiten Blick: Gigaset Elements

Gigaset Elements

Es ist selten geworden, aber wenn den Verbraucher heutzutage im Zusammenhang mit technischen Geräten etwas erfreut, dann ist es die Beständigkeit einer Investition. Dies ist angesichts nahezu halbjährlicher Produktzyklen eher selten geworden, aber für den Bereich Smart Home scheinen noch andere Regeln zu gelten. Dies hat aber auch mit dem Erlösmodell zu tun. Gigaset bietet Zusatzdienste wie eine Videoüberwachung übers Netz für einen monatlichen Aufpreis an. Das reduziert den Druck, immer wieder neue Hardware an den Mann zu bringen. Andererseits hatte man das System technisch augenscheinlich aber auch gleich für die Zukunft ausgelegt.

So haben wir also Gigaset Elements schon einmal, vor einigen Jahren, an dieser Stelle vorgestellt. Dass das Sicherheitssystem hier ein zweites Mal Thema ist, hat damit zu tun, dass Gigaset zwischenzeitlich stark an der Software gefeilt hat. Überdies gibt es noch weitere Sensoren und Elemente, die nachträglich hinzugefügt werden können, so dass ein zweiter Blick lohnt. „Auf einen zweiten Blick: Gigaset Elements“ weiterlesen