VR einmal ausprobiert: Vodafone Smart Platinum 7 im Test

Die virtuelle Realität, kurz VR, hat es endlich geschafft: Viele Jahre fristete sie ihr Dasein als beliebtes Fotomotiv auf Messen. Mittlerweile ist sie in den Privathaushalten angelangt. Zwar durch die Hintertür, als Ergänzung von Mobilfunkgeräten, aber immerhin.

Das Hintertürchen ist hierbei unter anderem die Cardboard-Technologie von Google. Der Hersteller des mobilen Betriebssystems Android machte vor einigen Jahren von sich reden, als er auf seiner Entwicklermesse „I/O“ Bastelsätze aus Pappe verteilte, aus denen die Beschenkten eine 3D-Brille zusammenstecken konnten. Das Smartphone, ein in punkto Leistung über die Jahre erstarkter Kleincomputer, wird als Bildschirm und Recheneinheit in diesen Bausatz eingesteckt – fertig ist der VR-Helm.

Wie fein das funktioniert, zeigt das Smart Platinum 7 von Vodafone. Das Smartphone ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert: Zum einen wegen der VR-Brille, zum anderen weil es mit dem Vorurteil aufräumt, dass Eigenmarken der Netzbetreiber eher in der Rubrik Einsteigerhandy anzusiedeln sind. Nicht in diesem Fall.

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Smartphone mit Salz und Wasser aufladen

Der Albtraum eines jeden Vielnutzers von Smartphones ist der leere Akku. Die Gerätehersteller sorgen zwar dafür, dass die Batterien einen Tag durchhalten. Trotzdem gibt es Tage mit besonderer Beanspruchung und manchmal keine Steckdose in der Nähe. Die Lösung: Eine Brennstoffzelle.

Diesen Ansatz verfolgt zumindest MyFC mit JAQ, einem sehr kleinen Brennstoffzellen-Ladegerät, bei dem zudem besonders Wert auf das Design gelegt wurde. Diese Bemühungen haben sich ausgezahlt: Obwohl noch nicht verfügbar, gibt es schon einmal den German Design Award für JAQ.

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Smart Boy: Gameboy-Spiele auf dem Smartphone

Emulatoren für alte Konsolenspiele gibt es viele. Produkte ohne rechtliche Grauzone hingegen kaum welche. Das Problem ist dabei nicht das Emulieren von Gameboy, NES und Co., sondern das erforderliche Kopieren oder Herunterladen der Spiele als ROM.

Findige Entwickler haben jetzt eine Lösung für das Problem gefunden:

Mit dem Smart Boy steht ein Smartphone-Case in den Startlöchern, das es euch ermöglichen soll, ein iPhone oder Android-Smartphone mit Originalspielen für den Game Boy zu füttern.

Das Gerät ist gleich in doppelter Hinsicht interessant: Zum einen nutzt es den Bildschirm des Smartphones und bietet aber mit dem andockbaren Unterteil Look&Feel des Original-Gameboys.

Zum anderen sollen sich die Original-Spiele-ROMs verwenden lassen. Also alles vollkommen legal.

Quelle: Fütter dein Smartphone mit echten Game-Boy-Modulen: Smart Boy machts möglich

iPhone 5C und iPhone 5S im Test

iPhone 5S
Das neue iPhone 5S. Foto: (c) Apple

Die ersten Tests des iPhone 5S und des 5C sind online: Es ist gute Tradition, dass Apple Medien mit großer Leserzahl und ausgewählten Tech-Seiten vor dem Verkaufsstart Testgeräte zur Verfügung stellt. Am heutigen Mittwoch, zwei Tage vor dem Verkaufsstart, durften die Rezensionen veröffentlicht werden.

Matthias Kremp von Spiegel Online beschreibt in seinem Test im wesentlichen die bekannten Funktionen der neuen Geräte. Der Fingerabdrucksensor des iPhone 5S funktionierte ihm zufolge ohne Probleme. Die versprochene Leistungssteigerung durch den neuen A7-Prozessor konnte er im Test-Benchmark nachvollziehen. Im Ergebnis stellt er den beiden Modellen gute Noten aus, beurteilt sie aber als teuer.

Zugegeben, es wäre schon merkwürdig, von John Gruber (Daring Fireball) etwas anderes als ein positives Review des neuen iPhone 5S zu lesen. Die Rezension Grubers ist trotzdem lesenswert, weil er sich viel Mühe gemacht hat, die Vorteile des 64-bit-Chips, des bunten Designs des iPhone 5C und von Touch ID darzulegen, um damit auch die nahezu reflexhaften Unkenrufe einiger Blogger zu widerlegen.

Eine Übersicht mit weiteren Reviews über das iPhone 5C und das iPhone 5S ist bei Florian Schimanke zu finden.

20 Jahre SMS – Eine Infografik

20 Jahre SMS

Manchmal drängt sich beim Gang durch die Straßen der Eindruck auf, dass das SMS schreiben der Deutschen liebste Beschäftigung ist. Falsch gedacht, in anderen Ländern wird noch mehr getextet. Diese schöne Infografik ist auf jeden Fall sehenswert.

Quelle: Otto.de

Neues Smartphone-Betriebssystem: Ubuntu wettet auf den Erfolg von Web-Apps

Ubuntu gibt es künftig auch für Smartphones
Ubuntu gibt es künftig auch für Smartphones

Neuer Mitspieler im Markt der mobilen Geräte: Die Linuxdistribution Ubunto gibt es künftig auch als Betriebssystem für Smartphones. Ubunto Mobile OS soll in punkto Gestensteuerung Akzente setzen. Erste Videos zeigen die intuitive Steuerung, die über die Bedienkonzepte klassischer Android- und iOS-Geräte hinausgeht.

Im Wettbewerb dürfte Ubuntu Mobile OS im Falle eines Erfolgs vor allem Google das Leben schwer machen. Das System soll sich dank der Unterstützung von Android-Treibern gut mit entsprechenden Geräten vertragen – dies könnte zu einer weiteren Fragmentierung des Marktes führen.

Der Beobachter fragt sich aber natürlich, wie Canonical dieses neue System zum Erfolg führen will, wo doch schon der IT-Riese Microsoft mit seinem App-Angebot erhebliche Probleme hat, den Vorsprung der Giganten iOS und Android aufzuholen. Letztlich spielt die Zahl der Apps eine große Rolle für die Attraktivität des Systems auf die Anwender.

Die Lösung ist einfach, aber gewagt: Ubuntu Mobile OS schließt eine Wette auf den Erfolg von Web-Apps ab. Den HTML5-basierten Zusatzprogrammen wird ja schon lange eine glorreiche Zukunft vorhergesagt. Für Entwickler spricht in der Tat einiges für Web-Apps. Einmal fertiggestellt, sind die Apps meist problemlos für andere Plattformen nutzbar, wohingegen bei nativen Apps sehr unterschiedliche Entwicklerwerkzeuge und SDKs zum Einsatz kommen.

Die Kehrseite der Medaille ist die Performance. Selbst ein Riese wie Facebook machte letztlich kehrt und opferte seine zum Teil auf HTML5 basierende iOS-App für eine native Eigenentwicklung. Warum soll also Ubuntu mehr Glück haben?

Quellen: Golem.de und t3n.de

iPhone 5: Liveblogs und Liveticker (Update: 18:33 Uhr)

Mittwochabend, ab 19 Uhr deutscher Zeit, wird Apple vermutlich das iPhone 5 vorstellen. Im Gespräch ist auch ein neuer iPod Nano. Dass es einen Livestream geben wird, ist unwahrscheinlich. Wer live dabei sein möchte, sollte einen Blick in die vielen Liveticker werfen. Eine Zusammenfassung.

Es lohnt sich, nicht nur ein Blog aufzurufen. Die Vergangenheit lehrt, dass bei Apple-Produktvorstellungen viele Server dem Ansturm nicht stand halten. Nachfolgend eine Liste mit Seiten, die Liveticker und Blogs anbieten.

Deutschsprachige Seiten:

 

Englischsprachige Seiten:

 

Haben wir eine Seite vergessen? Hinweise bitte via Twitter an @maltekir oder als Kommentar auf dieser Seite.

Die Frage des richtigen Datenvolumens

Bei Handyverträgen ist zwar meist von Flats die Rede, doch wirkliche Flatrates sind es dann meist doch nicht: Entweder werden Dienste wie VoIP oder Tethering eingeschränkt, oder die Flats bieten nur bis zu einem bestimmten Volumen das volle Tempo. Darüberhinaus wird es dann langsam.

Die Frage des richtigen Datenvolumens ist also nicht ganz unwichtig. Viele Nutzer nehmen lieber mehr als zu wenig, wobei sie aufs Jahr gerechnet viel zu viel bezahlen. Sinnvoller ist meist ein Vertrag mit geringerem Volumen, denn ein Upgrade zu teureren Tarifen machen die Mobilfunkanbieter meist gerne mit.

Der Anbieter Simyo hat eine interessante Infografik zu dem Thema veröffentlicht, die vielleicht dem einen oder anderen weiterhilft:

Was für ein Smartphone-Nutzer bist Du?

Quelle: Smartphone-Nutzer: Was für ein Typ bist Du? (Simyo).

Sinn und Unsinn eines Vier-Zoll-iPhones

Das nächste iPhone (iPhone 5?) soll angeblich über einen vier Zoll großen Bildschirm verfügen. Dies berichten übereinstimmend verschiedene Tech-Blogs und berufen sich dabei auf unterschiedliche Quellen. Und weil viele mit dem Kopf schütteln, mühen sich die ersten Blogger, die Vorteile eines Vier-Zoll-Gerätes aufzuzeigen.

Was waren wir Apple-Nutzer bis vor kurzem noch stolz, dass unser Handy im Gegensatz zu diversen Android-Geräten in eine Jackentasche passt. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten sollten, ist mit dem nächsten iPhone Schluss mit dem „kleinen Format“. Apple, so der Tenor, plane eine Vergrößerung des Displays auf vier Zoll. In welcher Gestalt und ob überhaupt, das ist wie immer noch vollkommen unklar. Zeitgleich kursieren allerhand Gerüchte über ein iPad Mini – vielleicht sind die Bildschirme ja auch dafür, wenngleich auch diese Vorstellung irgendwie seltsam anmutet.

Neben dem Argument des schwierigen Verstauens gibt es noch andere Gründe, die gegen einen Formatwechsel sprechen: Die Apps von Drittherstellern zum Beispiel. Für Entwickler ist Apple insofern paradiesisch, weil es nur zwei Größen (iPhone und iPad) gibt. Wer das Retina Display unterstützen möchte, muss nur seine Grafiken um den Faktor zwei vergrößern – das Koordinatensystem bleibt das gleiche. Dies ist sehr komfortabel, bedenkt man, dass bei Android unterschiedliche Diplaygrößen und Formate den Entwicklern seit Anbeginn das Leben schwer machen. Würde Apple eine Zwischengröße einführen, würde dies alles auf den Kopf stellen. Nun argumentieren die Befürworter, dass ein Wachsen in der Vertikale unproblematischer sei als ein Formatwechsel in der Horizontale. Zugegeben: Wer ein UITableView verwendet, muss im besten Fall gar nichts anpassen.

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob der Nutzen (mehr Inhalt auf dem Bildschirm, mehr Übersicht bei großen Websites) die Nachteile (sperriges Gerät, ggf. mehr Energieverbrauch, die besagten Auswirkungen auf die App-Entwickler) rechtfertigt. Ich persönlich denke: Nein. In den vergangenen Monaten habe ich diverse größere Smartphones getestet. Auch wenn mich das große Display bei der Nutzung oft faszinierte, empfand ich es spätestens bei der Frage, wo ich das Gerät verstauen will, eher als großen Nachteil.

Apple hat sich in vielerlei Hinsicht um den Smartphone- und Tabletmarkt verdient gemacht. Eine oft unterschätzte Leistung ist dabei die Festlegung auf die beiden Formate, die heute beim iPhone und beim iPad zum Einsatz kommen. Es ist leicht, ein Gerät größer zu machen. Es ist jedoch eine bemerkenswerte Leistung, das Display so klein wie möglich zu machen, ohne dass der Nutzer es als Nachteil empfindet. Würde Apple anderen Herstellern wie HTC oder Samsung folgen, hieße das gewissermaßen, an den eigenen Geräten bzw. der zugrunde liegenden Philosophie zu zweifeln.

Sollte es tatsächlich so sein, dass das Vier-Zoll-iPhone kommt, bin ich gespannt, wie Apple diesen Schritt begründet.

http://www.imore.com/2012/05/17/4-inch-iphone/
http://www.overdrivedesign.com/blog/2012/05/how-iphone-apps-will-benefit-from-a-4-screen-on-the-new-iphone/

Die Software gibt künftig bei neuen Smartphones den Ton an

Das Samsung Galaxy S3 - Bildschirmfoto von der Samsung-Website

Das Bedienen von Handys in den 90er Jahren war kein Zuckerschlecken. Dies hatte nicht nur mit den eingeschränkten Möglichkeiten bei Displays und Steuerung zu tun, sondern entsprang auch der augenscheinlich fehlenden Wertschätzung der Hersteller für die Betriebssoftware. Waren die ersten Handys funktionell sowieso auf das Nötigste beschränkt, traten die Defizite bei der Software mit neuen Features immer mehr zutage. Spätestens als die ersten UMTS-Handys in den 2000ern auf den Markt kamen, verzweifelte mancher – zurecht – an umständlichen Menüstrukturen und wenig intuitiver Steuerung. Mit dem Aufkommen der Smartphones, Ende der 2000er, ist die Wertschätzung für die Handysoftware glücklicherweise gestiegen – wunschlos glücklich können Benutzer deshalb aber längst noch nicht sein. Deutlich mehr zählten in den vergangenen Jahren noch die Hardware-Features. Apple und Google setzten gleichwohl auf beide Säulen: Hard- und Software.

Das Samsung Galaxy S3 markiert meines Erachtens einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte der Mobiltelefone. Das neue Flaggschiff der Koreaner macht nämlich primär mit Softwareinnovationen von sich reden. Die Hardware, die vergleichbar mit der von HTC und anderen Herstellern ist (sehr lesenswert ist dazu übrigens ein Artikel von Michael Spehr in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung), behält ihre Bedeutung, rückt aber im Marketing doch zusehends in den Hintergrund, wie auf der Samsung-Website zu sehen ist.

Im Mittelpunkt stehen allerlei Finessen, die dem Nutzer das Leben erleichtern sollen. Das Handy wird künftig aufmerksamer: Es achtet etwa darauf, ob der Nutzer tatsächlich auf den Bildschirm blickt und rückt Benachrichtigungen, die während der Abwesenheit aufgelaufen sind, zur rechten Zeit ins Blickfeld. Telefonnummern, die angezeigt werden, wählt das Gerät automatisch an, wenn es ans Ohr gehalten wird. Zugegeben: Bislang war es auch nicht schwer, eine erkannte Rufnummer zu wählen. Meist bedurfte es dazu nur eines Tastendrucks. Doch die Richtung ist klar: Es soll noch einfacher, noch komfortabler werden. Der Benutzer soll sich keinen Kopf darüber machen müssen, wie er zum Ziel kommt. Diese Arbeit soll einem das Smartphone abnehmen.

Jetzt wird es spannend, wie Apple darauf reagiert: Die letzte Neuerscheinung, das iPhone 4S, war auch schon nahe dran, von Softwareneuerungen dominiert zu sein. Das Hauptverkaufsargument Siri etwa ist vor allem eine Softwareinnovation, auch wenn Apple beteuert, dass ein spezieller Geräuschefilter im Gerät eingebaut ist, weshalb Siri nicht für ältere Geräte angeboten wird.

Im Juni findet die World Wide Developers Conference (WWDC) statt: Sie wird vermutlich dazu genutzt, die nächste große Version von iOS, erstmalig vorzustellen. Sollte auch Apple zukünftig mehr auf die Software setzen, wird die Katze aber wohl erst mit der Präsentation des nächsten iPhone aus dem Sack gelassen. Wir dürfen gespannt sein.