Apfelfunk

apfelfunk-artwork1Am 3. Februar habe ich zusammen mit Jean-Claude Frick einen neuen Podcast namens Apfelfunk gestartet.

Alle zwei Wochen wollen wir in der Sendung über Apple-Themen sprechen. Das Interesse, über diesen spannenden Bereich zu podcasten, besteht bei mir schon längere Zeit. Mit Jean-Claude freue ich mich einen Mitstreiter gefunden zu haben, der einerseits über eine hohe Detailkenntnis verfügt, andererseits all die positiven Eigenschaften mitbringt, die einen guten Podcaster ausmachen.

Nach der ersten Folge habe ich ein sehr gutes Gefühl. Ich würde mich freuen, wenn dieses neue Projekt viele Hörer gewinnt.

Thomas Fischer

Fischer im Recht – so heißt die Kolumne von Thomas Fischer bei Zeit Online. Die wöchentlichen Beiträge sind überaus lesenswert. Der E-Mail-Newsletter kann kostenlos bestellt werden.

Ich weiß gar nicht mehr so genau, welcher Zufall es war, der mich auf die Kolumne von Thomas Fischer bei Zeit Online aufmerksam werden ließ. Zumindest war es in dem einen Jahr, in dem es die Kolumne gibt, zu einem späteren Zeitpunkt. Ich kann mich folglich nicht zum Kreise derer zählen, die besonders früh dabei waren. Trotzdem zähle ich mich zu den begeisterten Lesern. Und diese Begeisterung möchte ich hier mitteilen, um den Zuspruch für Fischers Kolumne zu erhöhen.

Obwohl ich das Lesen der neuen Beiträge wegen ihrer Länge immer wieder mal vor mir herschiebe, habe ich die Entscheidung des Abonnierens bis heute nicht bereut. Fischer ist ein Original, was gemeinhin so gesagt wird, wenn jemand einzigartig ist. Ich wünsche nur, er wäre nicht einer von wenigen, die so sind.

Was der Bundesrichter da in seinen Texten mitunter betreibt, ist etwas, das leider selten geworden ist: Er bezieht Stellung. Besonders großartig fand ich seinen Beitrag über Ärztekorruption und das besondere „Vertrauensverhältnis“ zwischen Arzt und Patienten, das immer wieder beschworen ist. Mit dem Hinweis, doch mal den Arzt zum Grillen einzuladen und seine Antwort abzuwarten, holt Fischer einen auf den Boden der Tatsachen zurück. Eigentlich geht es ja vor allem um Rechtsthemen, jüngst etwa um Notwehr. Fischer betreibt Aufklärung, weil viele Menschen es nicht immer nachvollziehen können, wie Entscheidungen in der Rechtssprechung entstehen und warum eine vermeintliche Ungerechtigkeit am Ende oft gar keine ist (zumal das ja mit Gerechtigkeit und Recht sowieso so eine Sache ist).

Der Autor (und sein Medium) nehmen es dabei in Kauf, dass einige Leser ihnen böse sind. Das aber macht die Kolumne gerade so charmant, weil sie schonungslos geschrieben ist und nicht versucht, es allen recht zu machen.

Fischer ist nicht nur Teil der letzten Instanz der deutschen Gerichtsbarkeit. Er scheint mir auch die letzte Instanz zu sein, wenn es um klare Aussagen angeht.

Sehr zu empfehlen ist auch das Video der Zeit Online-Veranstaltung in Berlin mit Fischer. Und natürlich sei hier auf seine Homepage verwiesen.

Google und SEO – Eine Gefahr für die Vielfalt

Als ich Mitte der 90er Jahre meinen ersten Internetzugang nutzte, war das Finden von Webseiten noch ein Abenteuer. Meine Anlaufstellen hießen damals Altavista, Lycos, Yahoo und WEB.DE (die beiden letztgenannten waren seinerzeit noch gut geführte Internetverzeichnisse, wovon heute nicht mehr viel erkennbar ist). Und wenn man etwas suchte, aber auf Anhieb nichts fand, dann wusste man: Es gibt noch eine Wahrheit außerhalb der jeweiligen Suchmaschine. Also suchte man häufig auch anderswo weiter. Jedes dieser Verzeichnisse bzw. dieser Datenbanken hatte einen Teilüberblick zu bieten. Das wusste man als Nutzer.

Das hat sich (leider) alles geändert. Viele sorgen sich – zurecht – um Netzneutralität und mitlesende Geheimdienste. Aber was das Netz meines Erachtens dieser Tage wirklich in seinem Nutzwert bedroht, sind zunehmende Einfalt und Monopolisierung bei der Wahl der Instrumente, um Informationen überhaupt erstmal zu finden.

Die Verblödung des Netzes hat einen Namen: Googeln. Viele suchen nicht mehr nach Informationen im Netz, sie googeln. Das heißt, sie ordnen sich einem einzelnen Internetkonzern vollkommen unter. Ich stelle eine Frage und ich bekomme eine Antwort. Es gibt immer weniger Menschen, die noch wissen, dass die Stärke des Netzes gerade darin liegt, viele Antworten auf eine Frage zu bekommen. Und damit sind nicht die Google-Suchergebnisse gemeint, die oft durchsetzt sind von Müll, der auf Googles eigenbrötlerische Pagerank-Ordnung und erfolgreiches Bemühen jener SEO-Manipulatoren zurückgeht, die uns das vorsetzen, was uns gar nicht interessiert.

Die Symptome dieser Entwicklung bekomme ich in diesem Blog zu spüren. Ich erreiche über Google so gut wie keinen relevanten Nutzer mehr. Das hat sicher zum einen damit zu tun, dass das Feld der Tech-Themen durch viele Seiten besetzt wird, klar. Andererseits sehe ich, dass ich bei Themen, die mir wichtig sind, in den Google-Ergebnissen kaum auftauche und bei anderen, die mir vollkommen unwichtig sind, dagegen schon. Es ist dabei häufig nur eine Frage davon, wie viele SEO-Schummler sich in dem Feld bewegen. Googele ich dann nach jenen Themen, die mir wichtig sind, lande ich auf den vorderen Rängen oft auf haarsträubenden Seiten. Zur Ehrenrettung von Google muss ich sagen, dass sie häufig die Relevanzkriterien ändern, um die Search Engine Optimization (SEO) im Zaum zu erhalten. Das Ergebnis ist freilich für Hobbyblogger vollkommen unbefriedigend: Mittlerweile ist man ohne professionelles Linkbuilding erst recht gekniffen. Gegen Geld und Manpower, die sich den neuen Regeln anpassen, kann kein Hobbyschreiber ankommne.

Das einfachste wäre vermutlich, SEO unter Strafe zu stellen. Da dieser Wunsch aber vollkommen unrealistisch ist, sollte sich die Netzgemeinde einmal Gedanken darüber machen, ob die gegenwärtige eine wünschenswerte Entwicklung ist. Als Hobbyblogger hat man im Netz heute keine Chance mehr, Leser zu erreichen. Man kann sich auf den Kopf stellen, unzählige Tipps wälzen und am Ende doch feststellen, dass es kein Durchkommen mehr gibt. Vor allem stellt sich die Frage, ob man überhaupt so viel Aufwand in Linkbuilding investieren möchte, wenn man doch eigentlich Texte schreiben will.

Zum Glück gibt es Facebook und Twitter. Von dort gibt es viel mehr Besucher, auch solche, die wiederkehren. Aber ich befürchte, auf kurz oder lang gelangen wir von einem Übel ins nächste, wenn wir auf diese Dienste vertrauen. Auch hier stecken Konzerne dahinter, deren Streben auf Monopolisierung ausgerichtet ist. Und auch dort ist zunehmend derjenige im Vorteil, der mehr Geld und Aufwand ins Marketing steckt, als in die Inhalte. Das kann für die Qualität des Netzes keine Lösung sein.

Die Frage, wie frei man Google & Co. schalten und walten lässt, ist sicherlich eine Option, um an der misslichen Situation etwas zu ändern. Für viel wichtiger halte ich aber, dass ein jeder mal seine Internetgewohnheiten auf den Prüfstand stellt. Nehmen wir es auch im echten Leben hin, nur auf eine einzige Person zu hören? Oder vertrauen wir dort nicht viel häufiger auf die Antworten mehrerer Personen und bilden uns daraus unsere eigene Meinung?

Es gibt Alternativen zu Google: Bing und DuckDuckGo sind nur zwei davon. Es könnte noch viel mehr geben, wenn der automatische Reflex vieler Nutzer nicht der wäre, selbst Domains über Google aufzurufen.

New York Subway: Der lange Weg zur neuen Linie

Heute möchte ich den Blick einmal auf ein Thema richten, das nur begrenzt mit Tech zu tun hat: Es geht um die New Yorker U-Bahn.

Wie schwierig Infrastrukturprojekte umzusetzen sind, sieht man in Deutschland an vielen Beispielen: Autobahn-Neubauten ziehen sich über Jahrzehnte (wenn sie überhaupt realisiert werden), der Hauptstadt-Flughafen (BER) liegt weit über 1000 Tage hinter dem ursprünglichen Plan und welchen Ausgang Stuttgart 21 irgendwann einmal nimmt, lässt sich schwer sagen.

Doch all das ist nichts gegen den Ausbau der New Yorker U-Bahn. Seit siebzig Jahren schiebt man Pläne für eine große Erweiterung vor sich her. 1929 fiel das Vorhaben mit der Weltwirtschaftskrise zusammen, die sogleich auch mal alle Pläne stoppte. Das IND Second System war eine großangelegte Geschichte, die weit über die U-Bahn hinaus ging. Der Subway-Part, die Second Ave Line, wird jedoch erst jetzt, siebzig Jahre später, in die Tat umgesetzt. Und es ist ein Mammutvorhaben.

Für alle, die sich für sich U-Bahnen interessieren, ist dies ein interessantes Thema. Hier der aktuelle Artikel im Handelsblatt sowie der englischsprachige Wikipedia-Eintrag.

Computerabsturz in 4,83 Mrd. Kilometer Entfernung

Hier auf der Erde kann es einen ja schon mal zur Weißglut treiben, wenn der Computer direkt vor einem abstürzt und man sich auf Fehlersuche begeben muss.

Die NASA hatte kürzlich ein Problem mit der Software ihrer Pluto-Sonde, die sich gerade in 4,83 Milliarden Kilometern auf den Höhepunkt ihrer langjährigen Reise vorbereitet. Schlechtes Timing also für einen Computerabsturz, zumal bei stundenlangen Übertragungszeiten, bis auf eine Eingabe eine Antwort erfolgt.

Dennoch ist es den Technikern laut NASA gelungen, den automatisch im gesicherten Modus neu gestarteten Rechner wieder in Ordnung zu bringen. Eine wahrlich fantastische Geschichte.

Übrigens wird es einige Zeit dauern, bis die Aufnahmen der Sonde die Erde erreichen. VDSL ist beim Pluto nicht verfügbar – es braucht Monate, um die Daten zur Erde zu übertragen.

Quelle: Six Colors: Debugging from three billion miles away

Ein neues Aussehen

Das Wichtigste an einer Website ist für mich eine gute Lesbarkeit. Das bisherige Layout hat dieser Seite gute Dienste geleistet. Jetzt ist es aber Zeit für ein wenig mehr Farbe und eine Seitenleiste für die Navigation.

Außerdem wurde das Kontaktformular repariert.

Weiterhin viel (Lese-)Vergnügen auf wasgehtApp.com!

– Malte Kirchner

Kometenlandung: Philae sagt Finito

Erfolgreicher Anflug, spektakuläre Landung, geglücktes Einsammeln von Daten und jetzt Tiefschlaf. Die Kometenmission der ESA ist ein Erfolg.

Heise.de:

Mehr als zwei Tage nach seiner Landung hat die ESA-Sonde Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ihre Arbeit eingestellt und ist in einen Ruhezustand übergegangen.

Diese Mission hat schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung der Raumfahrt geleistet. Wie viel wäre – gemessen an den Missionen der 1960/70er Jahre – mit dem heutigen technischen Know-How möglich? Lasst es uns herausfinden!

Streetpong-Ampel versüßt Wartezeit

In Hildesheim soll allen Ernstes eine Ampel installiert werden, deren Taster für die Fußgängerampel ein schnelles Computerspiel erlauben.

Onlinekosten.de:

Auf beiden Straßenseiten sind an den Ampeltastern Touchscreens montiert, die es ermöglichen, mit einem Wartenden von der anderen Straßenseite Ping-Pong zu spielen.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die Rangeleien, wer zuerst spielen darf.