Liquid Broadband: Nutzer basteln ihr eigenes Handynetz

Ingo Pakalski, Golem.de:

Eine Reihe mittelständischer Unternehmen will ein neues deutsches Mobilfunknetz aufbauen. Der Grundansatz von Liquid Broadband unterscheidet sich von dem der etablierten Anbieter, denn für das neue Netz werden nicht nur herkömmlichen Mobilfunkbasisstationen verwendet. (…) Der neue Anbieter setzt auch auf kompakte Basisstationen, die nicht größer als ein herkömmlicher Router sein sollen. Der Netzausbau würde dann auch unter Teilnahme der Nutzer erfolgen.

Wenn wir die WLAN-Angebote, die nach dem Motto „Teile und nutze“ verfahren, mal weiterdenken, landen wir schnell bei der Frage: Warum nicht auch im Mobilfunk?

Ich sehe für dieses Projekt allerdings schwerlich Chancen, weil der Staat sich bei den Mobilfunkfrequenzen weniger für eine gute Idee als für gutes Geld interessiert. Und es wäre auch kein Mobilfunknetz, über das man in den ersten Jahren gerne telefonieren würde, da die Versorgungslücken absehbar groß sind.

„Das Internet entmachtet den Journalismus“

Die taz widmet sich in ihrer Sonnabend-Ausgabe vom 15. November 2014 dem Thema Native Advertising (online ist der Artikel leider noch nicht abrufbar):

Das Internet entmachtet den Journalismus. Politiker, Künstler, Sportler und Unternehmen funken ihre Zielgruppe inzwischen direkt an. Auf die Gunst der klassischen Medienmacher kommt es nicht mehr an.

Der direkte elektronische Draht zu Quellen ist zweifelsohne ein Stück Freiheit für die Nutzer, das es vor zwei Jahrzehnten so noch nicht gab. Aber mit Entmachtung ist das immer so eine Sache: Wie bei Staaten, stellt sich die Frage, was danach kommt.

Es ist naiv, zu glauben, dass mit der Entmachtung des Journalismus die Macht über die Informationen auf die Nutzer übergeht. Stattdessen rücken ihnen nur jene näher, die schon seit Jahrzehnten Journalisten beeinflussen wollen. Sie haben leichtes Spiel, wenn sich ihnen keiner mehr in den Weg stellt. Das Beispiel Native Advertising ist nur eine ihrer Spielarten.

wasgehtApp.com ist jetzt etwas schneller

Mit dem heutigen Tag gibt es einige kleinere Änderungen auf wasgehtApp.com, die wahrscheinlich den meisten gar nicht auffallen:

  1. Der Aufbau der Seite sollte jetzt etwas schneller erfolgen.
  2. wasgehtApp.com steigt aus sämtlichen Blogcharts aus, denn die Beteiligung dort hat vermutlich nur den Betreibern der Seiten genützt – dieser Seite allerdings nicht.
  3. Facebook und Twitter spielen da schon eine größere Rolle. Entsprechend prominent findet sich deshalb der Link auf die entsprechenden Accounts.

Für Blogger empfiehlt sich übrigens der regelmäßige Blick auf die PageSpeed Insights von Google. Schnelligkeit wirkt sich auf das Ranking in der Suchmaschine aus. Und welcher Leser wartet schon gerne auf den Seitenaufbau?

 

Mayday, Mayday: Amazon bietet Sofort-Support an

Das Amazon-Smartphone scheint den ersten Reviews zufolge eher ein Reinfall zu sein. In punkto Support zeigt das Onlinekaufhaus aber, dass es auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen kann.

Jean-Claude Frick:

Per Mayday können sich Kindle Fire HDX-User mit nur einem Klick mit einem technischen Berater von Amazon verbinden und via Live-Video durch Funktionen führen lassen und technischen Support erhalten. 

Hut ab vor Amazon. Sie scheinen damit die Marktlücke jener Nutzer erkannt zu haben, die gerne ein Tablet haben möchten, trotz der niedrigen Kenntnis-Voraussetzungen aber Berührungsängste mit den Geräten haben.

Ein Jahr wasgehtApp podcast und eine neue Folge

Kleines Jubiläum: Der wasgehtApp podcast ist ein Jahr alt und seit diesem Wochenende steht eine neue Folge zum Abruf bereit. Wir sprechen dieses Mal über Provokation.

wasgehtApp podcast Folge 10
wasgehtApp podcast Folge 10

Der wasgehtApp podcast entstand als eine eher spontane Idee. Nach den guten Erfahrungen mit dem Trekcast wuchs in mir der Wunsch, ein weiteres Podcast-Projekt zu starten. Ziel war es, eine Art Talkshow mit interessanten Gästen ins Leben zu rufen, die die Netzkultur prägen.

Nun ist es nicht so, dass Deutschlands Podcastlandschaft bislang wenig zu bieten hatte. Es gibt einige echte Juwelen, die seit vielen Jahren auf Sendung gehen. Anders als in den USA wird die deutsche Podcast-Szene sehr durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dominiert, der seine Sendungen als Zweitverwertung in Podcast-Form veröffentlicht. Dies vernebelt bei iTunes leider den Blick auf die restlichen Formate, da Radio und Fernsehen durch Promotion in ihren klassischen Medien wesentlich leichter neue Podcasthörer für sich gewinnen können. Überhaupt ist es schwieriger, einen deutschsprachigen Podcast auf die Beine zu stellen, weil dies in der Regel nur als Hobby möglich ist. In den USA gibt es viel mehr Podcaster, die ihre Formate hauptberuflich betreuen, da es dort sogar einen Werbemarkt gibt, der – bei den bekannten Formaten – durchaus auskömmliche Erträge abliefert. Vielleicht ist die höhere Professionalisierung in den USA aber auch der Grund, warum hierzulande jenseits der gebührenfinanzierten Inhalte einige Formate besonders erfolgreich sind, die schon als recht speziell bezeichnet werden können. Hier sah ich die Chance für den wasgehtApp podcast, diese Lücke zu schließen.

Mein erster Gast war die Schriftstellerin Julia Schramm, bekannt durch ihr Buch „Klick mich“ und im Jahr 2012 im Fokus einiger Massenmedien wegen ihres Engagements bei der Piratenpartei. Julia hat das Talent, auf sich und die Themen, die ihr wichtig sind, aufmerksam zu machen. Sie versteht es, zu polarisieren – ein perfekter Gast für den Auftakt zu einem neuen Podcastformat.

Darauf, dass sie tatsächlich zusagt, hätte ich vor Beginn des wasgehtApp podcasts keine Wette abgeschlossen. Auch wenn es manchen Hörern rückblickend abgesprochen vorkommen mag, entstand die weitere Zusammenarbeit tatsächlich spontan nach der ersten Aufzeichnung. Seit Folge 2 moderiert Julia den wasgehtApp podcast zusammen mit mir.

Seither hatten wir bereits viele interessante Gäste in der Sendung: Richard Gutjahr, Larissa Vassilian, Antje Schrupp, Harry Liebs, Michael Umlandt, Luciana Schmidt und Stephan Urbach waren großartige Gesprächspartner – die Themen, die sie in die Sendung brachten, waren vielfältig und dürften zu manchem Erkenntnisgewinn geführt haben.

Natürlich sind wir auch zur Selbstkritik fähig: Einen großen Kritikpunkt, die Tonqualität, haben wir aus der Welt geschafft. Akustisch hat sich der Podcast dank besserer Mikrofone und veränderter Aufnahmeverfahren deutlich verbessert.

Einige Hörer erwarteten angesichts des Namens einen reinen Tech-Podcast, manche finden den Titel auch unpassend oder irreführend: Mag sein, dass der wasgehtApp podcast schwer in den klassischen Rubriken zu verorten ist. In den ersten zehn Folgen gab es eine bunte Mischung aus Netzthemen, Politik und anderen Themenbereichen. Doch warum sollten wir den x-ten Podcast aufmachen, der über die neuesten Apple-News spricht? Über allem stand stets das „Netz“ als Oberbegriff.

Der wasgehtApp podcast ist ein Blick über den Tellerrand. Das soll er auch in Zukunft bleiben. Hoffen wir auf viele Folgen. Und viele Hörer. Vielen Dank an alle, die ihm jetzt schon die Treue halten!

 

Frohes neues Jahr!

Allen Lesern von wasgehtApp.com wünsche ich ein frohes neues Jahr 2014!

Wir beginnen das neue Jahr mit einer Veränderung bei den sozialen Medien. Ab sofort gibt es einen eigenen Twitter-Account für wasgehtApp.com namens @wasgehtApp_com.

Ansonsten bleibt es bei dem Ziel, wasgehtApp.com weiter zu einer Plattform für meinungsfreudigen Tech-Journalismus auszubauen. Newsportale gibt es im deutschsprachigen Raum zuhauf. Was fehlt, sind Blogs wie Daring Fireball, die Orientierung geben und manchmal einfach nur zum Meinungsaustausch einladen.

Bis dahin ist es ein weiter Weg. Packen wir es an!

SIMsalabim – Wie sinnvoll sind eigentlich noch SIM-Karten?

Als Apple im Jahr 2012 angeblich überlegte, fest installierte SIM-Karten in seine Geräte einzubauen, schlugen die Wellen hoch. Netzbetreiber drohten präventiv mit einem Boykott solcher Geräte. Sie fürchten, den direkten Draht zu ihren Kunden zu verlieren. Günstiger abgegebene Geräte könnten außerdem  nicht mit einem SIM-Lock belegt werden. Den Kunden wurde deshalb schon einmal in Aussicht gestellt, dass sie dann zwar frei wählen könnten, über welchen Anbieter sie telefonieren und surfen (im Extremfall sogar von Fall zu Fall), dieser Vorteil aber dadurch aufgehoben werden würde, dass sie die Geräte zum vollen Preis kaufen müssten. Bei stolzen Preisen von 700 Euro und mehr für zeitgemäße Smartphones ist dies für viele ein Grund, lieber bei der SIM zu bleiben.

Dass die Debatte über Embedded SIMs danach einschlief, ist schade.

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Infografik: Seltene Erden und umweltschonende Technologie

Eine Infografik über seltene Erden: Es ist schon ein wenig furchteinflößend, dass die gesamte Technologiewelt auf Sand, pardon: auf seltenen Erden, aufgebaut ist. Das ist keine Erde im eigentlichen Sinne, wie wir sie im Baumarkt kaufen können, sondern es handelt es sich um Erdmetalle, die für den Bau technischer Komponenten von großer Bedeutung sind. Folgende Infografik gibt weiteren Aufschluss über das Thema:

Seltene Erden - eine Infografik

Umweltschonende Technologie – Eine Infografik vom Team vouchercloud

Neue Folge des wasgehtApp podcasts – Julia goes USA

wasgehtapp-podcastDie zweite Folge des wasgehtApp podcasts ist ab sofort abrufbar. Julia berichtet darin über ihre USA-Reise, die sie im Februar/März 2013 unternommen hat. Gemeinsam sprechen wir über amüsante, angenehme, aber auch bedenkenswerte Eigenheiten Amerikas.

Nach der Premierensendung im Februar melden wir uns jetzt im März zurück und entkräften etwaige Zweifel, dass der wasgehtApp podcast eine Eintagsfliege ist.

Stattdessen haben wir uns nämlich eine Menge vorgenommen. In kommenden Sendungen wollen wir zum Beispiel mit interessanten Gästen sprechen. Wir haben auch schon allerlei Themenideen entwickelt – es gibt also viele Gründe zur Vorfreude.

Aktuell beschäftigen wir uns mit den USA.

Dazu aus dem Inhalt:

Thema Nummer 2: ”Do they have free Wi-Fi?” – Julia goes USA

Die USA sind für viele das Land der Träume – und doch löst einiges bei Europäern Kopfschütteln auf und will so gar nicht zur Traumwelt passen. Julia war dieses Jahr für vier Wochen in den Staaten. Sie hat große Städte an der Ost- und der Westküste besucht, mit vielen Menschen gesprochen und viele interessante Eindrücke gesammelt, die sie in dieser Folge im Gespräch mit Malte (3 USA-Reisen) erörtert.

Der Bogen der Themen reicht von der Wi-Fi-Situation, die wesentlich besser als in Deutschland ist, über die Werbekultur in Bussen, die Qualität des Festnetzes und öffentliche Verkehrsmittel vs. Autos. Wir sprechen außerdem über die Rolle der Medien in den USA, das Fernsehen, Ernährung, Arztbesuche und Wegwerfkultur.

Wenn Euch der Podcast gefällt, teilt es gerne der restlichen Welt mit. Natürlich freuen wir auch über Feedback!

Hier geht’s direkt zum Podcast: podcast.wasgehtApp.com
Außerdem gibt es die Folgen auch bei iTunes.

Wer den Podcast-Feed direkt laden möchte, findet ihn unter http://podcast.wasgehtapp.com/feed/podcast/