Twitter Facebook Google+

Category “Sonstiges”

Infografik: Seltene Erden und umweltschonende Technologie

Eine Infografik über seltene Erden: Es ist schon ein wenig furchteinflößend, dass die gesamte Technologiewelt auf Sand, pardon: auf seltenen Erden, aufgebaut ist. Das ist keine Erde im eigentlichen Sinne, wie wir sie im Baumarkt kaufen können, sondern es handelt es sich um Erdmetalle, die für den Bau technischer Komponenten von großer Bedeutung sind. Folgende Infografik gibt weiteren Aufschluss über das Thema:

Seltene Erden - eine Infografik

Umweltschonende Technologie – Eine Infografik vom Team vouchercloud

Neue Folge des wasgehtApp podcasts – Julia goes USA

wasgehtapp-podcastDie zweite Folge des wasgehtApp podcasts ist ab sofort abrufbar. Julia berichtet darin über ihre USA-Reise, die sie im Februar/März 2013 unternommen hat. Gemeinsam sprechen wir über amüsante, angenehme, aber auch bedenkenswerte Eigenheiten Amerikas.

Nach der Premierensendung im Februar melden wir uns jetzt im März zurück und entkräften etwaige Zweifel, dass der wasgehtApp podcast eine Eintagsfliege ist.

Stattdessen haben wir uns nämlich eine Menge vorgenommen. In kommenden Sendungen wollen wir zum Beispiel mit interessanten Gästen sprechen. Wir haben auch schon allerlei Themenideen entwickelt – es gibt also viele Gründe zur Vorfreude.

Aktuell beschäftigen wir uns mit den USA.

Dazu aus dem Inhalt:

Thema Nummer 2: ”Do they have free Wi-Fi?” – Julia goes USA

Die USA sind für viele das Land der Träume – und doch löst einiges bei Europäern Kopfschütteln auf und will so gar nicht zur Traumwelt passen. Julia war dieses Jahr für vier Wochen in den Staaten. Sie hat große Städte an der Ost- und der Westküste besucht, mit vielen Menschen gesprochen und viele interessante Eindrücke gesammelt, die sie in dieser Folge im Gespräch mit Malte (3 USA-Reisen) erörtert.

Der Bogen der Themen reicht von der Wi-Fi-Situation, die wesentlich besser als in Deutschland ist, über die Werbekultur in Bussen, die Qualität des Festnetzes und öffentliche Verkehrsmittel vs. Autos. Wir sprechen außerdem über die Rolle der Medien in den USA, das Fernsehen, Ernährung, Arztbesuche und Wegwerfkultur.

Wenn Euch der Podcast gefällt, teilt es gerne der restlichen Welt mit. Natürlich freuen wir auch über Feedback!

Hier geht’s direkt zum Podcast: podcast.wasgehtApp.com
Außerdem gibt es die Folgen auch bei iTunes.

Wer den Podcast-Feed direkt laden möchte, findet ihn unter http://podcast.wasgehtapp.com/feed/podcast/

CeBIT – Hinfahren oder sein lassen?

CeBITNoch bis Samstag findet in Hannover die CeBIT statt. Die einst bedeutsamste Computermesse der Welt erfindet sich fortwährend neu und ist sich dabei doch jedes Mal erstaunlich ähnlich. Sind Messen eigentlich überholt oder lohnt es sich doch, hinzufahren?

Die CeBIT in Hannover hat ein schwieriges Verhältnis zum Internet. Auf der einen Seite sank mit dem Aufstieg des weltweiten Datennetzes die Relevanz der Messe. Das hat nichts mit der CeBIT im speziellen zu tun – es ist einfach nur so, dass die so genannten Endnutzer, die seinerzeit dafür verantwortlich waren, dass die Besucherzahlen fast die Millionenmarke knackten, heute Informationen günstiger und  schneller über das Internet beziehen können. Früher mussten Interessierte schon auf die Fachpresse vertrauen oder auf eine Messe gehen. Heute gibt es all das bequem im Wohnzimmer. Nur das Anfassen von Technik funktioniert so natürlich nicht. Wie praktisch, dass Hardware heute keine ganz so große Rolle mehr spielt.

Auf der anderen Seite liebt die CeBIT das Internet. Vergangenes Jahr beschäftigte sie sich mit Cloud Computing. Dieses Thema war ein Glückstreffer – die Verantwortlichen hatten das Trendthema richtig erkannt. Mittlerweile nutzen immer mehr Menschen Dienste wie Dropbox, iCloud und Co. Dass die dazugehörigen Firmen meist gar nicht auf der Messe waren – Nebensache.

Ob allerdings die “Shareconomy” auch so ein Treffer wird, gilt es abzuwarten. Carsharing und Bikesharing sind ja eher Großstadttrends. Dort, wo Parkraum knapp, öffentliche Verkehrsmittel reichlich und Lebenshaltungskosten hoch sind, braucht es nicht unbedingt ein Auto. Wenn doch einmal ein Großeinkauf ansteht, fährt es sich mit Carsharing besser. Doch funktioniert das auch in der Fläche? Ist also die “Shareconomy” ein flächendeckender Trend? Natürlich sind die genannten Beispiele nur ein Teilaspekt. Ob das Thema aber greift, kann übergreifend in Frage gestellt werden (siehe dazu auch meine Überlegungen auf WZonline.de).

Lohnt es sich also nicht, zur CeBIT zu fahren? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Gerade für Fachbesucher gibt es augenscheinlich schon gute Gründe hinzufahren. Die CeBIT war immer schon eine Messe voller Messen. Spezialisierung ist das Zauberwort. Der Messebummel für den allgemein Interessierten lohnt sich jedoch kaum.  Die Sache mit dem Leitthema ist – da gebe ich den Kollegen von Geek-Week recht – ohnehin für kaum jemanden ein Grund, deshalb zur Messe zu fahren.

Andreas Winterer hat bei Hyperland ein Plädoyer für die CeBIT geschrieben – interessant ist daran vor allem die Beschreibung die Messe, die sehr treffend ist.

Sein Fazit lautet: Ja, es lohnt sich.

Neu: Der wasgehtApp podcast

wasgehtapp-podcastwasgehtApp gibt es jetzt auch zu hören: Seit heute gibt es hier einen Podcast. Moderiert wird die Sendung von Julia Schramm und Malte Kirchner.

Im Fokus stehen Themen rund um das Internet, Netzkultur, soziale Medien und Tech. In unserer ersten Sendung geht es um Selbstdarstellung, ein negativ behafteter Begriff, obwohl Blogs, Facebook, Twitter & Co. doch ohne Selbstdarstellung gar nicht denkbar sind.

Zu Gast ist Julia Schramm, “Enfant terrible der Netz-Promis”, wie sie auf ihrem Twitter-Profil einen Onlinejournalisten zitiert. Julia ist Buchautorin, Politologin und Feministin. Sie hat ein spannendes Buch geschrieben, das für allerlei Diskussionen sorgte. Sie war Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei. Und seit kurzem moderiert sie mit Andi Popp den Podcast “Die Nerd und der Mann”.

Nach dieser gelungenen Premiere haben Julia und Malte beschlossen, die Sendung gemeinsam weiter zu moderieren.

Der wasgehtApp podcast kann auch kostenlos über iTunes abonniert werden.

Feedback ist willkommen!

Link zum Podcast

wasgehtApp – diese Frage soll in diesem Blog ab sofort täglich in einem News-Überblick gestellt werden. Heute geht es los.

Wie andere Tech-Interessierte verfolgen wir zahlreiche RSS-Feeds und Quellen. Vieles erscheint darin doppelt und dreifach. Einiges ist für den deutschsprachigen Raum eher uninteressant. Und manche Themen gehen leider in der Vielzahl der Meldungen völlig unter.

Der tägliche wasgehtApp-Überblick soll eine bequeme Alternative zum Verfolgen des Nachrichtengeschehens sein. Neben den Themen, über die am meisten diskutiert wird, sollen auch die kleinen Geschichten ein Forum erhalten.

Wie vieles in diesem Blog, handelt es sich um einen Versuch. Feedback ist hochwillkommen!

 

Google und das Design

Die Kollegen von “The Verge” haben das Google-Hauptquartier besucht und einen interessanten Artikel mitsamt eines sehenswerten Videos produziert, die Einblicke in die Designabteilung des Suchmaschinenriesen erlauben.

Es ist ja für jeden ersichtlich, dass der Faktor Design für Google mittlerweile eine weitaus größere Rolle spielt. Zwar sind die Googler noch nicht so designfixiert wie bei Apple, doch kaum ein App-Entwickler wagt in diesem Maße eine eigene Designsprache auf der iOS-Plattform.

Googles Ansatz ist dabei nicht die Fokussierung auf einen Designpapst, wie mit Jony Ive bei Apple, sondern das Prinzip der vielen Beteiligten, die sich auf bestimmte Standards verständigen, ansonsten aber viele Freiheiten genießen. Beides hat Vor- und Nachteile. Der Spruch “Viele Köche verderben den Brei” trifft auf jeden Fall nicht zu.

Quelle: The Verge

SimCity und der einstündige Betatest

Die Städtesimulation SimCity hat gute Chancen, das Spiel des Jahres zu werden. Das Marketingmaschine hat Fahrt aufgenommen. Doch das große Versprechen, die Fans am Betatest zu beteiligen, entpuppte sich jetzt als Werbeluftnummer, die nach hinten losgehen könnte.

Betatester, das war bis vor ein paar Jahren ein kleiner Personenkreis, auf den viele Gamer und Nerds neidisch waren. Die Tester bekamen Spielebestseller und Software oft Monate vor allen anderen zu sehen. Natürlich war das oft nicht nur ein Vergnügen, denn die Tester sollten ja gerade die Mängel und Schwächen entdecken, die dann später im Endprodukt ausgemerzt sein sollten.

Dazu der Wikipedia-Eintrag:

Der Begriff Betatest bezeichnet den Softwaretest und die Programmfehlersuche eines Software-Produktes, das sich gerade in dem Entwicklungsstadium einer Beta-Version befindet.

Doch der Betatest in seiner ursprünglichen Form war einmal. Seit Microsoft den Betatest als erfolgreiches Marketinginstrument entdeckt hat, wird zunehmend die Demoversion mit der Betaversion gleichgesetzt. “Public Beta”, also der öffentliche Test, liefert zwar Erkenntnisse, wie sich Software in der Breite verhält. Vor allem geht es aber darum, den Testern Geschmack auf das Endprodukt zu machen.

Electronic Arts (EA) hat das Ganze jetzt verfeinert. Dieses Jahr erscheint das Aufbauspiel SimCity in einer neuen Fassung. Bildschirmfotos, Videos und Vorabberichte machen Geschmack auf mehr. Da dachte sich die Marketingabteilung von EA, dass dem Spiel ein Betatest auch gut zu Gesicht stehen würde.

Am 25. Januar soll der Test beginnen und – sage und schreibe – drei Tage dauern, nämlich bis Montagfrüh, 9 Uhr. Wer jetzt schon einmal das Wochenende freischaufelt – eine Stunde genügt, denn danach endet das Spiel. Als großzügige Geste kann diese eine Spielstunde während des besagten Zeitraums immer wieder von vorne begonnen werden.

Welche Erkenntnisse Electronic Arts während eines solch eingeschränkten Tests gewinnen möchte und warum Anmeldewillige einen Fragebogen ausfüllen müssen, als hätten sie vollen Zugang zu dem Spiel, bleibt rätselhaft.

Nicht zu Unrecht fühlen sich einige Fans von EA veräppelt.

DVB-T: Läutet RTL das Ende des Antennenfernsehens ein?

Ach, was waren die Verantwortlichen stolz auf ihr so genanntes Überallfernsehen.  DVB-T, die Renaissance des Antennenfernsehens. Digitales Fernsehen, mobil und überall. Und so weiter. Und so fort.

Die Realität sieht leider etwas ernüchternder aus. Nachdem die Umstellung von analog auf digital erstmal ewig dauerte (was jede Anfangseuphorie irgendwann erstickte), fällt am Digital Video Broadcasting Terrestrial (DVB-T) vor allem eines auf: Der Mangel. Es fehlt hierzulande die HD-Qualität, es fehlt eine mit anderen Übertragungswegen vergleichbare Sendervielfalt – und vor allem fehlt es vielerorts an Empfangsmöglichkeiten. Denn wer – wie zum Beispiel hier in Wilhelmshaven – in der Schnittmenge verschiedener Antennen lebt, muss sich schon eine Hausantenne aufs Dach basteln, um von der digitalen terrestrischen Renaissance überhaupt etwas zu erleben. Von mobilem Empfang mit kleinen Endgeräten mal ganz zu schweigen. Es ist auch die Frage, ob die klobigen Empfänger zu den filigranen Smartphones passen – das ist DVB-T als Technik schwerlich zum Vorwurf zu machen. Die Zeit ist einfach darüber hinweggegangen.

Dass sich mit RTL jetzt eine Sendergruppe fragt, ob Antennenfernsehen noch zeitgemäß ist, verwundert nicht. (Quelle: t3n) Merkwürdig könnte es der geneigte Zuschauer allenfalls finden, dass RTL ernsthaft der Ansicht ist, dass für das ausgestrahlte Programm gezahlt werden sollte. Im Kabel hat das Bundeskartellamt ja erfreulicherweise gerade erst den Privatsendern auferlegt, mit der Grundverschlüsselung nach vielen Jahren wieder aufzuhören.

DVB-T – das war eine schöne Idee, aber zu einem schlechten Zeitpunkt. Der Ausstieg von RTL ist möglicherweise der Anfang vom Ende.

 

Kaum einer hat es bemerkt, doch wir leben längst in einem Jahrzehnt, das aus Sicht der 1970er- und 1980er-Jahre unglaublich weit weg erschien und das Überschrift mancher Zukunftsvision war. Heutzutage kann man über vieles schmunzeln, so etwa die Überzeugung, dass sich Magnetschwebebahnen wie der Transrapid im Jahre 2013 längst durchgesetzt haben. Stattdessen wurde ja mittlerweile sogar die Versuchsstrecke im Emsland abgebaut und das nicht etwa, weil der Transrapid überall in Deutschland auf Stelzen durch die Gegend schnurrt, sondern weil sich die Technologie nie durchgesetzt hat.

Doch was sind die Vorstellungen und Visionen für Jahreszahlen wie 2037 und 2062? Gibt es so etwas überhaupt noch?

Die Antwort lautet: Ja. Die altehrwürdige BBC hat eine Infografik veröffentlicht, die einige Denkanstöße liefert. (BBC Future)

Streit ohne Gewinner: Kabel Deutschland und die Öffentlich-Rechtlichen

Es ist ein absurder Streit, der keinen Gewinner hat. Die Rede ist von den Differenzen zwischen dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) und den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, sprich: ARD, ZDF und die jeweiligen Landesanstalten der ARD.

Es geht um die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Sender KDG Einspeiseentgelte zahlen müssen. Von 27 Millionen Euro ist die Rede. Doch die Öffentlich-Rechtlichen vertreten den Standpunkt, dass die Kabelnetzbetreiber zur Einspeisung verpflichtet sind, so wie sie deren Sender im Gegensatz zu den Privaten auch nicht grundverschlüsseln durften. (Onlinekosten.de)

Für die Zuschauer blieb das bislang ohne Konsequenzen. Auch die Kündigung der Verträge zum 1. Januar und der damit einhergehende Zahlungsstopp blieben folgenlos – bis jetzt.

Denn in den kommenden Tagen soll sich etwas verändern. KDG beabsichtigt, die Bandbreite des HD-Signals von ARD und ZDF zu beschneiden. Bislang – so heißt es – seien bestimmte Sendungen in einer höheren Qualität übertragen worden. Damit ist jetzt erstmal Schluss. (Heise.de)

Damit nicht genug, soll auch die Zahl der Dritten Programme reduziert werden. Zwar werden Norddeutsche weiterhin den Bayerischen Rundfunk und den MDR empfangen können. Der Norddeutsche Rundfunk aber soll nicht mehr in allen vier Regionalvarianten (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern) eingespeist werden, sondern nur in der für das jeweilige Bundesland betreffenden Variante. (Golem.de)

Die Einschränkungen werden wahrscheinlich unterschiedlich aufgenommen werden. Es wird sicher Zuschauer geben, die frohlocken, da sie für die zahlreichen Varianten keine Verwendung hatten. Es wird viele geben, die das gar nicht bemerken oder die das nicht interessiert. Es wird aber auch Zuschauer geben, die sich fragen, warum sie als zahlende Kunden eigentlich vom Anbieter dafür bestraft werden, dass dieser sich mit den Sendern nicht einigen kann.

Im Endeffekt bezahlt der Kunde die Einspeisung sowieso: Entweder über seine GEZ-Gebühren bzw. die so genannte Haushaltsabgabe. Oder aber über die Kabelgebühren. Für die Kabelzuschauer ist es also vollkommen egal, ob ARD, ZDF & Co. zahlen oder nicht zahlen. Einen Unterschied werden höchstens jene Zuschauer sehen, die das Programm per Satellit oder Antenne empfangen.

Doch Kabel Deutschland muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie mit solchen Aktionen nicht gerade die anderen Empfangsarten attraktiver machen. Nun wird sich kaum einer eine DVB-T-Antenne aufs Dach stellen, um das Kabel zu ersetzen. Auch Satellitenfernsehen ist mit Installationsarbeiten verbunden. Doch warum sollte man nicht künftig einfach auf IP-Fernsehen setzen? Oder sogar lieber die Mediatheken nutzen und das Kabelnetz umgehen?

Das Kabelfernsehen verliert durch solche Aktionen im schlimmsten Fall Kunden, die Dritten Programme Zuschauer und die Zuschauer verlieren Programmvielfalt – es ist ein Spiel mit vielen Verlierern.