
Quelle / Source: Deals.com
Interessante Grafik zum Thema Filesharing.
Quelle: http://rechtsanwalt-wissen.de/fachbereiche/medienrecht/
Regelmäßige Leser dieses Blogs werden es sofort bemerkt haben: wasgehtApp.com erscheint ab heute in einem neuen Design. Das neue Aussehen ist schnörkellos, soll aber zugleich optisch ansprechen. Es soll auf mobilen Geräten ebenso gut lesbar sein wie auf dem Desktop.
Und nicht zuletzt halte ich es wie Ex-Apple-Chef Steve Jobs:
Design is not just what it looks like and feels like.Design is how it works.
Dieser Designwechsel soll zugleich Anlass für ein kleines Zwischenfazit sein:
Bloggen ist – wie ich gelernt habe – eine Tätigkeit, die sich erst einmal einpendeln muss. Entweder schreibt man zu viel oder zu wenig. Oft sind die Ambitionen größer als das, was man neben der Beruftstätigkeit und weiteren Projekten zu leisten vermag. Und nicht zuletzt sehen sich kleine, private Blogger einer wachsenden Anzahl von professionellen Seiten ausgesetzt. Professionell vor allem im quantitativen Sinn und was das Ausreizen von Mitteln wie Search Engine Optimization (SEO) angeht.
wasgehtApp.com hat sich mittlerweile ein respektables Google-Ranking erarbeitet, was ich nicht zuletzt daran bemerke, dass mittlerweile jede Woche irgendwelche ominösen Fragesteller kommen, die für Geld oder gute Worte Gastbeiträge platzieren wollen. Wenn es dabei aber um Pokerseiten geht, hört mein Verständnis dafür schnell auf. Diese Seite verfolgt einen gewissen Anspruch und soll kein Instrument für den schnellen Euro sein.
Gleichwohl kostet der Betrieb einer solchen Seite Geld. Glücklicherweise bin ich Bestandskunde bei einem großen deutschen Hostingprovider und kann diesen Webspace inklusive einiger Domains deshalb zu günstigen Konditionen nutzen. Damit einher gehen allerdings Einschränkungen, wie etwa der Verzicht auf suchmaschinenfreundliche URLs. Sollte der Zuspruch der Leser in Zukunft deutlich steigen, nehme ich gerne auch Mehrkosten in Kauf, um die Seite weiter auszubauen. Vielleicht findet sich dann sogar ein Werbekunde – doch das soll hier jetzt keine große Rolle spielen.
Entscheidend sind nämlich die Themen. Ich versuche mit wasgehtApp.com einen interessanten Mix anzubieten, der den Bereich Tech und Internet umfasst. Dieses Blog soll dabei keine Einbahnstraße sein, sondern eine Dialogplattform. Ich freue mich deshalb über Feedback zu den Beiträgen und natürlich zum neuen Design. Nicht zuletzt ermuntere ich interessierte Gastblogger, sich bei mir zu melden – aber bitte nicht zu Poker-Themen!
In diesem Sinne: Weiterhin viel Spaß mit wasgehtApp.com – jetzt in Version 3.0.
Die Telekom bietet ihren Mobilfunkkunden künftig ein neues Extra: Für zehn Euro im Monat können sie den Musikstreamingdienst Spotify unbegrenzt auf ihren Handys nutzen – ohne Anrechnung der Musikübertragungen auf das Datenvolumen. Was schön klingt, stößt auf Kritik: Indem bei Datenübertragungen mit zweierlei Maß gemessen wird, fällt die Netzneutralität. Künftig könnten Netzbetreiber auch bei YouTube und anderen Services zusätzlich zulangen.
Jürgen Vielmeier auf Basic Thinking:
Im Nachhinein muss ich meine Euphorie also zurücknehmen. Es ist toll, dass ein Netzbetreiber den Schritt geht und einem datenintensiven Dienst die Möglichkeit gibt, sich freier zu entfalten. Allerdings kommt dies unter den falschen Voraussetzungen zustande. Der einzig richtige Weg im Sinne der Netzneutralität, auch wenn der in der heutigen Tarifwelt utopisch klingt: Ein Mobilfunknetz mit unendlichem Datenvolumen, auf dass dann jeder einen Dienst wie Spotify unbegrenzt und nicht bevorzugt nutzen kann. Die Folgen davon wären allerdings eine natürlich deutlich höhere Netzauslastung und/oder höhere Preise für mobile Datentarife.
Ob die Preise zwangsläufig höher sein müssten, ist so eine Frage. Es geht vielmehr darum, dass die Netzbetreiber gerne aus der Flatrate-Spirale herauskommen möchten. Die Pauschaltarife sorgen zwar für sichere Einnahmen, doch genauso sicher ist es, dass darüber hinaus wenig mit ihnen verdient werden kann. Die Netzbetreiber haben dementsprechend keinen Grund, ihre Nutzer zur Mehrnutzung zu animieren – schließlich haben sie davon nichts.
Die jetzt festgestellte Untergrabung der Netzneutralität ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Längst werden bei mobiler Datennutzung Voice-over-IP-Dienste und anderen bandbreitenhungrige Internetdienste ausgeschlossen. Funktionen wie Tethering und FaceTime sind bzw. waren trotz Verfügbarkeit auf Geheiß der Firmen nicht nutzbar.
Wenn mit dem Spotify-Angebot die Netzneutralität verloren geht, dann ist es nur eine weitere Episode in einem längst begonnenen Spiel.
Bloggen ist gar nicht so einfach. Neben guten Inhalten kommt es auf ein ansprechendes Design und offenbar zunehmend auf ausgefeilte SEO-Kenntnisse an. wasgehtApp.com entwickelt sich immer weiter.
Blogbetreiber bekommen Offerten: Gegen Geld oder Verlinkung sollen sie andere Seiten in getarnten Beiträgen verlinken. Wer dabei mitmacht, setzt nicht weniger als seinen guten Ruf aufs Spiel. Ein Erfahrungsbericht.
Im Internet ist nicht Geld die Währung, sondern der gute Ruf. Oder besser gesagt der Pagerank bei Google. Denn nur wer einen guten Pagerank verliehen bekommt, darf sich auch über Besucher freuen. Und nur wer Besucher hat, gewinnt mit der Zeit auch Stammleser. So einfach ist das – und doch so schwer. Als ich wasgehtApp.com vor einigen Monaten als Blogprojekt startete, dachte ich noch, dass sich ein mehr oder minder engagiert geführtes Blog schon etablieren wird. So einfach ist das dann aber auch nicht. In Googles Gunst zu steigen, braucht offenbar viel Geduld und viele Tricks. Und es gibt allerlei Leute, die Schindluder mit Links und Pageranks treiben – zum Leidwesen der ehrlichen Blogger.
Und damit kommen wir schon zu einem zentralen Problem der Bloggerwelt: Gekaufte Links. Obwohl wasgehtApp.com (noch) keine große Nummer in der Blogosphäre ist, sind in den vergangenen Monaten unzählige Offerten eingegangen, sich in die Seite einzukaufen. Am Anfang sind es die Angebote à la “Lass uns mal einen Link tauschen – du gewinnst an Pagerank und wir brauchen ein paar Links”. Macht man dabei einmal mit, ist für Mail-Nachschub gesorgt. Fast wöchentlich kommen die Offerten. Jedes Mal geht es darum, irgendwo einen Artikel zu lancieren, der Links zu irgendeiner Seite enthält. Ruft man diese Seiten auf, stellt man fest, dass dies oft auch nur “Strohseiten” sind, die auf andere Seiten verlinken. Am Ende dieses Schnellballsystems steht dann irgendwo tatsächlich eine Seite, der mit diesen Tricks zu einem Spitzen-Pagerank verholfen werden soll. Damit das ganze nicht so auffällt, werden möglichst viele kleine Blogs gesucht, die in keiner Beziehung zueinander stehen. Googles Roboter denkt dann, dass die verlinkten Seiten tatsächlich attraktiv sind. SEO nennt man diesen Sport: Search Engine Optimization.
Ignoriert man die Offerten, werden die Angebote attraktiver: Einkaufsgutscheine und sogar Bares werden in Aussicht gestellt. Weil gar nichts fruchtete, legte einer der Anbieter sogar nach und bot kürzlich an, wasgehtApp.com erwerben zu wollen.
So reizvoll das im einzelnen sein mag: Hier geht es um nicht weniger als den guten Ruf. Wer Links zu Angeboten setzt, die er gar nicht gut findet oder nur, weil er Geld dafür bekommt, bürgt mit seinem guten Namen. Das kann kein Einkaufsgutschein dieser Welt begleichen.
Das Geschäft mit dem guten Namen – es ist irgendwie widerlich.
Jörn Brien auf t3n:
Können Roboter gute Texte schreiben und in Zukunft gar Journalisten ersetzen? Das US-Startup Narrative Science zeigt, dass das Generieren von lesbaren Artikeln funktioniert – wenn auch bisher nur in Nischenbereichen wie Finanzen, Immobilien oder Sport. Die Computer müssen nur mit ausreichend Daten gefüttert werden. Der Vorteil: Roboterjournalisten sind billig, immer zuverlässig, schnell, objektiv und sie besitzen keinerlei Ego, das zur Räson gebracht werden müsste.
Was besagt das über das Bild, das von Journalisten herrscht?
Waren das noch Zeiten, als das Modem kreischte und sich allmählich eine Startseite aus ASCII-Zeichen aufbaute. Großstädte in Deutschland waren da noch exotische Plätze, die der geneigte Mailboxnutzer mit seinem Modem anwählte. Und Netze wie FidoNet und MausNet gaben einen ersten Vorgeschmack auf das, was uns heute mit dem Internet allzu selbstverständlich erscheint. Für Retrofreunde gibt es jetzt eine Google-Version als Mailbox. Ein entsprechendes Video ist bei YouTube zu finden. Erst kürzlich hatten wir hier über Retroversionen von Twitter und Facebook berichtet.
Apple erhöht die Sicherheitsvorkehrungen im App Store, in Deutschland gibt es bald neue öffentlich-rechtliche HD-Sender, Intel erwartet 2013 die ersten Retina-Displays bei Notebooks und wir werfen noch einen Blick in die iPad-Fabrik von Foxconn – alle wichtigen News haben wir in unserer neuen Rubrik Tech Tops zusammen gefasst, den Top-Nachrichten aus der Tech-Welt.
Sicherheitsoffensive im App Store von Apple: Sicherheitsfragen sollen helfen, die Identität von Nutzern zu verifizieren. Ferner wird eine Backup-E-Mail-Adresse abgefragt. TheNextWeb kritisiert, dass die Nutzer von den Abfragen ziemlich überrumpelt werden. Gleichwohl seien sie ein Schritt in die richtige Richtung.
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Freunde des hochauflösenden Fernsehens dürfen sich freuen: ARD und ZDF starten zehn neue Kanäle, berichtet Onlinekosten.de. Es handelt sich um mehrere dritte Programme und vorhandene Spartenkanäle, die es bislang nur in SD gibt. Die schlechte Nachricht: Die neuen Sender werden vorerst wohl nur via Satellit zu empfangen sein.
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Das war nur eine Frage der Zeit: Prozessorhersteller Intel erwartet für kommendes Jahr die ersten Retina-Displays bei Notebooks. Ob Apple zu den ersten gehört?
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[video url="http://www.youtube.com/watch?v=5cL60TYY8oQ" width="425" height="349" /] Apple macht ernst: Im Zuge der Informationsoffensive hat jetzt ein Reporter in den Fabriken von Foxconn gefilmt. Wir sehen den unverblümten Alltag in den Produktionsstätten des iPads. Aber zunehmend reift in den Techblogs die Erkenntnis: Gemessen an chinesischen Standards, geht es den Beschäftigten dort nicht schlecht.
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Von Malte Kirchner
Es gibt Dinge, die kann einem kein E-Book bieten: Der markante Geruch einer frisch gekauften Zeitschrift etwa. Wenn Apple in sein nächstes iPad nicht zufällig eine Geruchseinheit einbauen sollte, bleibt dies wohl den Printmagazinen vorbehalten. Bei anderen Punkten wie der Aktualität haben jedoch die neuen Medien naturgemäß die Nase vorn. Besonders für die IT-Fachpresse ist dies eine Herausforderung. Mehr noch als Tageszeitungen und andere Zeitschriften müssen sie sich dem wachsenden Wettbewerb durch Internet-Medien stellen. Gerade in der schnelllebigen Techniknachrichtenwelt sind ein Monat oder gar ein Quartal eine halbe Ewigkeit. Und kaum eine Zeitschriftensparte hat so technikaffine Nutzer, die sich ihre Nachrichten im Netz besorgen.
Mac & i, eine Sonderheftreihe der altehrwürdigen c’t des Heise-Verlages in Hannover, hat deshalb keinen Aktuell-Teil. “Die Nachrichten würden zu schnell veralten”, heißt es zur Erklärung auf Seite 176 der aktuellen Ausgabe Nummer 5. Stattdessen setzt das Team um Chefredakteur Stephan Ehrmann auf Hintergrundberichte, Tests, Anleitungen und Neuigkeiten, die im Mainstream der RSS-Feeds keine so große Rolle spielen. Das Magazin, dessen fünfte Ausgabe derzeit in den Zeitschriftenläden liegt, existiert seit gut einem Jahr. Der Anspruch ist der gleiche wie bei der c’t. Damit unterscheidet sich Mac & i wohltuend von den zum Teil schon seit vielen Jahren bestehenden Mac-Zeitschriften am Markt, bei denen das Design oder die knackige Schlagzeile manchmal eine größere Rolle als der Inhalt zu spielen scheinen, oder die alte Neuigkeiten der vergangenen Monate zusammenfassen, was allenfalls Offline-Nutzer interessieren könnte.
wasgehtApp.com hatte Gelegenheit, Stephan Ehrmann einige Fragen zu stellen:
In Zeiten von Techblogs wird es für Printtitel immer schwieriger, Schritt zu halten: Wo sehen Sie die Stärken von Mac & i gegenüber den zum Teil sogar kommerziell betriebenen Internetseiten wie The Verge?
Zunächst einmal findet man in Mac & i in der Regel sehr viel ausführlichere Beiträge als bei einschlägigen Blogs und Websites im Internet. Auch The Verge ist eher auf Nachrichten spezialisiert, weniger auf Hintergrundbeiträge. News lassen wir bei der gedruckten Mac & i aber bewusst weg, die finden ausschließlich auf mac-and-i.de statt. Nun gibt es natürlich auch tiefergründige Webseiten mit Apple-Focus, etwa Anandtech, doch die bringen nur wenige Artikel in der von uns üblichen Tiefe – und sind obendrein englischsprachig. Trotzdem bekommen wir immer mal wieder Anfragen aus den USA, wann wir endlich eine englische Version von Mac & i starten. Wenn Sie sich den internationalen Print-Markt ansehen, werden Sie nichts vergleichbares finden.
Mac & i ist ein Special der altehrwürdigen c’t: Gibt es außer dem gemeinsamen Qualitätsanspruch noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen den Titeln? Arbeiten die Redaktionen getrennt voneinander oder gibt es Synergien?
Die Redaktionen arbeiten zusammen, Mac & i ist sozusagen das Apple-Ressort bei c’t. Jeder Redakteur schreibt für beide Titel. Das Konzept war von Anfang an, die lange Wartezeiten zwischen den Erscheinungsterminen von Mac & i nicht nur mit der Website, sondern auch mit c’t zu kompensieren. Das klappt unserer Meinung nach auch gut.
Mac & i gibt es auch für das iPad: Welche Rolle spielt das App-Angebot im Vergleich zur Printausgabe?
Es ist als Mehrwert zu verstehen. Abonnenten erhalten alle Artikel auch auf dem iPad gratis. Es gibt aber durchaus auch relativ viele Leser, die ihr Heft ausschließlich digital auf dem iPad kaufen und lesen und dabei noch zwei Euro sparen. Die Artikel werden derzeit 1:1 als PDFs übertragen, enthalten außer dem DVD-Download also nur wenig Mehrwert (Suchfunktion, Lesezeichen, direktes Anklicken von Webcodes). An einer App mit weiteren Funktionen und zusätzlichen Inhalten arbeiten wir derzeit.
Der aktuelle Titel macht auf mit der Datensynchronisation über iCloud. Leser erfahren, wie sie Apples Datenwolke als Groupware einsetzen können und erhalten wertvolle Tipps bei Problemen. Eher wenig neue Erkenntnisse gewinnen Blogleser aus dem Artikel über die nächste Mac OS X-Version Mountain Lion: Zu stark war das Thema bereits durch verschiedene Technikblogs besetzt worden. Etwas verloren stehtauch der wenige Seiten lange Artikel für Entwickler über das Automatic Reference Counting da. Das Niveau dieses Artikels übersteigt das anderer Themen, die eher an Nutzer gewandt sind, bei weitem. Für Entwickler ist der eine Artikel angesichts eines Heftpreises von 8,90 Euro jedoch kein hinreichender Grund, um das Magazin zu erwerben. Entweder sollte künftig noch mehr für Entwickler im Heft stehen – was im übrigen angesichts des dürftigen Angebots an guten iOS/Mac-Programmierzeitschriften sehr wünschenswert wäre – oder Mac & i sollte sich besser auf das wesentliche konzentrieren. Streiten lässt sich über den Wert einer Heft-DVD, die dem Magazin beiliegt. Kurioserweise hat sich diese Beigabe seit den Neunziger Jahren gehalten, obwohl dank Breitband-Internet und Flatrates die Mehrzahl der darauf zu findenden Inhalte bei Bedarf auch heruntergeladen werden kann.
Dazu Fragen an den Chefredakteur:
In Heft 5 gibt es einen Artikel über das Automatic Reference Counting. Ansonsten sind mir jedoch keine Entwicklerthemen aufgefallen. Ist in Zukunft geplant, mehr für Entwickler zu machen?
Die Entwicklerecke (Developer’s Corner) gibt es in jeder Ausgabe, aber mehr als diesen einen Beitrag pro Heft bringen wir vorerst nicht, dazu ist das Leserinteresse doch zu klein. Die Entwickler nehmen die Rubrik aber gerne auf, weil sie eine Menge lernen, was sie nicht an jeder Ecke im Web finden.
Ist eine Heft-DVD in Zeiten breitbandiger Internet-Verbindungen noch zeitgemäß? Und warum?
Nach unserer Erfahrung empfinden Leser am Kiosk ein Heft mit DVD wertiger als eines ohne. Zumal unsere DVDs stets auch etwas Besonderes enthalten, das man im Internet nicht gratis herunterladen kann. Wir versuchen, jedem Heft mindestens ein oder zwei Vollversionen mitzugeben, die bares Geld wert sind; in Heft 1 waren es sogar 17 Stück. Der DVD von Heft 2 lag die Vollversion des Top-Spiels Civilization IV bei, das regulär noch immer für rund 40 Euro etwa bei Amazon verkauft wird. Das ist die Ausnahme bei Heft-DVDs im Mac-Markt; viele enthalten lediglich Freeware. Ausschließlich solche Programme auf DVD zu verbreiten, die man im Internet auch bekommt, möglicherweise sogar schneller und aktueller, darin sehe ich auch keinen Sinn.
Doch damit hören die Kritikpunkte schon auf. Die meisten Artikel haben einen hohen Nutzwert, wenn man sich etwa für AirPrint, TV-Tuner am iPad, das Jailbreaking des Apple TV 2 oder Thunderbolt interessiert.
In vielen Artikeln ist zu spüren, dass sich die Autoren mit den Themen sehr intensiv auseinander gesetzt haben, so etwa beim Artikel über iBooks Author, wo auch auf die Problematik mit der US-Steuernummer eingegangen wird, die auch für deutsche Autoren nötig ist, um Bücher über iBooks zu verkaufen. Interessant ist auch die Betrachtung verschiedener Displayfolien, um das iPad zu entspiegeln. Auf einem Foto ist zu sehen, wie sich die Folien im Vergleich schlagen.
Die Liste der Themen ließe sich noch lange fortsetzen. Unter dem Strich ist Mac & i ein gutes Beispiel dafür, dass Print-Titel im digitalen Zeitalter sehr wohl eine Existenzberechtigung haben. Wer die knapp neun Euro investiert, bekommt etwas fürs Geld. Das kann beileibe nicht jede Fachzeitschrift von sich behaupten.
Heise Verlag: Mac & i, 8,90 Euro (mit Heft-DVD), im Zeitschriftenhandel erhältlich, mehr Infos: www.mac-and-i.de