Computerabsturz in 4,83 Mrd. Kilometer Entfernung

Hier auf der Erde kann es einen ja schon mal zur Weißglut treiben, wenn der Computer direkt vor einem abstürzt und man sich auf Fehlersuche begeben muss.

Die NASA hatte kürzlich ein Problem mit der Software ihrer Pluto-Sonde, die sich gerade in 4,83 Milliarden Kilometern auf den Höhepunkt ihrer langjährigen Reise vorbereitet. Schlechtes Timing also für einen Computerabsturz, zumal bei stundenlangen Übertragungszeiten, bis auf eine Eingabe eine Antwort erfolgt.

Dennoch ist es den Technikern laut NASA gelungen, den automatisch im gesicherten Modus neu gestarteten Rechner wieder in Ordnung zu bringen. Eine wahrlich fantastische Geschichte.

Übrigens wird es einige Zeit dauern, bis die Aufnahmen der Sonde die Erde erreichen. VDSL ist beim Pluto nicht verfügbar – es braucht Monate, um die Daten zur Erde zu übertragen.

Quelle: Six Colors: Debugging from three billion miles away

Telekom: Mobile Antennen-Power für Sondereinsätze

Spannender Lesestoff: Bei Festivals setzt die Telekom einen mobilen Antennentruck ein, der die Mobilfunkversorgung für die Besucher gewährleistet.

Jodl betonte: „Das Hurricane-Festival haben wir bereits seit zehn Jahren auf unserer Liste für Sonderversorgung. Auf unserem Kalender stehen pro Jahr rund 150 Festivals und Events, für die wir eine Sonderversorgung aufbauen.“

Quelle: Festivals: Telekom erweitert Netz mit tonnenschweren Richtfunk-Trucks – Golem.de

Microsofts Skype Translator im Test

Marco Dettweiler von der FAZ hat den Skype Translator mal ausprobiert und das Ergebnis ist – um es vorwegzunehmen – unfreiwillig komisch. Probanden waren ein Franzose und eine Chinesin, deren Aussagen ins Deutsche übersetzt werden sollten.

Sein Fazit:

Doch was sich Microsoft mit Skype Translator vorgenommen hat und Google mit dem „Übersetzer“ seit einiger Zeit anbietet, sind weit ambitioniertere Projekte, denen ein wenig die Wir-können-alles-Mentalität anheftet. Die Unternehmen und ihre Forscher wollen nichts anderes als die natürliche Sprache übersetzen. Das wird nie möglich sein.

Als Microsoft vor ein paar Monaten eine Live-Demo des Skype Translators vorstellte, schien mir das auch zu schön, um wahr zu sein. Bis heute ist es ja nicht einmal möglich, mit dem Google Translator eine halbwegs vernünftige Übersetzung von Texten zu erhalten, die man anderen Menschen schicken kann, ohne sich zu schämen. Bestenfalls fürs eigene Verständnis fremdsprachiger Texte ist der Translator nützlich, wenn er auch manchmal nur Anhaltspunkte liefert, worum es geht.

Wir haben hier also mit dem Skype Translator gleich zwei Technologien versammelt, die bis dato unausgereift sind: Die Spracherkennung zum einen und die Übersetzung zum anderen. Dass die Vorlesestimme des Übersetzers bei alledem mechanisch klingt, sehen wir mal als Luxusproblem an.

Trotzdem bin ich nicht so pessimistisch wie der Autor. Spracherkennung galt auch lange als ambitionierte Idee ohne Chance auf eine reale Anwendung. Bis vor ein paar Jahren brauchte es spezielle Headsets und viel Rechenpower, um Texte mehr schlecht als recht zu diktieren. Heute kann man unterwegs sein Smartphone ansprechen und es versteht einen zunehmend besser.

Ich glaube also, dass mit der Zeit diese Probleme durchaus zu lösen sind und dass es auch einen Bedarf gibt, solche Anwendungen einzusetzen. Die Frage ist nur, ob der Zeitpunkt jetzt schon gekommen ist und ob es dann Microsoft ist, die etwas Alltagstaugliches auf den Markt bringen. Wir erinnern uns: Microsoft wollte auch schon Tablets etablieren, lange bevor das erste iPad veröffentlicht wurde.

Quelle: Microsofts Skype Translator mit Deutsch-Übersetzung im Test

Die Krautreporter – ein Jahr danach

Stefan Niggemeier:

Der größte einzelne Fehler war meiner Meinung nach, eine eigene Software programmieren zu lassen, was viel Zeit, Geld und Nerven gekostet hat — und teilweise auch jetzt noch nicht richtig funktioniert.

Aber das zentrale Problem ist ein anderes: Uns trieb die Lust an, ein neues Geschäftsmodell auszuprobieren, aber nicht unbedingt eine gemeinsame redaktionelle Idee. Wir taten uns schwer damit, zu definieren, worüber wir berichten wollen und wie.

Aus Sicht eines zahlenden Lesers kann ich sagen: Stimmt.

Quelle: In eigener Sache: Die Krautreporter und ich

WWDC Keynote: Was gibt es Neues bei Apple?

iOS 9Die Neuigkeiten der Keynote auf der Weltentwicklerkonferenz WWDC im Überblick:
  • Neue Versionen von iOS, OS X und WatchOS: Es gibt neue Betriebssysteme für iPhone und iPad (iOS 9), für den Mac (OS X El Capitan) und für die Apple Watch (Watch OS 2). Sie alle sollen im Herbst fertig und kostenlos verfügbar sein.
  • Public Beta für iOS 9 und OS X El Capitan: Beide neuen Versionen sollen in der Betaphase ab Juli allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
  • Swift 2 wird Open-Source: Die neue Programmiersprache erscheint in Version 2 und soll bis Ende des Jahres als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden (übrigens auch für Linux!).
  • Apple Music vorgestellt: Für 9,99 Dollar im Monat steigt Apple in das Streaming-Geschäft ein. Drei Monate gibt es zur Probe kostenlos. In den neuen Dienst fließt das Know-How von Beats Music ein.
  • Apple fasst die Entwicklerprogramme für iOS und OS X zusammen: Waren bislang zwei Mitgliedschaften für je 99 Euro notwendig, reicht jetzt eine.
OS X 10.11 El Capitan:
  • Schwerpunkte der neuen Version sind Verbesserungen bei der Stabilität und der Geschwindigkeit.
  • Die Spotlight-Suche wurde aufgebohrt: Künftig werden auch Fragen des Nutzers verstanden und in Suchergebnisse umgesetzt.
  • Es gibt neue Gesten, die die Bedienung erleichtern sollen.
  • Die Grafik-Engine Metal gibt es künftig auch für den Mac: Vorgestellt wurde sie vergangenes Jahr zunächst für iOS.
iOS 9:
  • Alle Geräte, die iOS 8 unterstützen, können auch mit iOS 9 aktualisiert werden. Es werden keine älteren Geräte ausgeschlossen.
  • Siri wird proaktiv: Apples Antwort auf Google Now ist eine intelligentere Siri, eine vorausschauende Suche und das alles soll den Datenschutz wahren.
  • Apple Maps mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Berlin ist am Anfang mit dabei. Künftig kann man sich per Bus, Bahn, etc. durch die Start lotsen lassen.
  • Das iPhone sucht bei unbekannten Telefonnummern in den E-Mails, ob vielleicht ein Kontakt zugeordnet werden kann.
  • Apple Pay startet in Europa: Leider nicht in Deutschland, dafür aber in Großbritannien.
  • Notizen App mit neuen Funktionen: Fotos, Checklisten und mehr sind künftig möglich. Für Dritt-Apps wird es jetzt schwierig, zumal auch die Schrift angepasst werden kann.
  • Apple startet eigene Nachrichten App: Die News App gibt es zunächst nur in den USA, Großbritannien und Australien. Sie soll für Medien wie Zeitungen und Zeitschriften aber auch für Blogger gleichermaßen eine Plattform bieten. Eigene Apps werden damit ein Stück weit entbehrlich. Der Newsstand soll indes verschwinden.
  • Split Screen fürs iPad: Nutzer können künftig zwei Apps gleichzeitig nutzen. Die Apps teilen sich den Bildschirm auf. Entwickler sind gut beraten, mit Auto Layout und Size Classes zu arbeiten.
  • CarPlay wird kabellos: In iOS 9 bedarf es keiner Kabelverbndung mehr, um Autoradio und iPhone zu verbinden.
WatchOS 2:
  • Die neue Version ermöglicht Dritt-Apps, die direkt auf der Uhr betrieben werden können, und nicht wie bisher nur über WatchKit mit dem iPhone.
  • Es gibt einige neue Ziffernblätter, darunter mit Fotos.
  • Es gibt einen Weckermodus, bei dem die Uhr nachts auf die Seite gelegt wird.
  • Auf der Uhr können künftig Videos wiedergegeben werden.
  • E-Mails können direkt von der Uhr aus beantwortet werden.

So tickt die Apple Watch

Achtung, Wortspiel: Michael Spehr von der FAZ hat sich mit seinem Test der Apple Watch etwas Zeit gelassen.

Der dabei herausgekommene Artikel ist für alle Apple Watch-Interessierten ein Must-Read und definitiv einer der besseren, weil aufschlussreicheren Texte zu dem neuen Gerät.

Sein Fazit:

Der Fitness-Tracker mit seiner Messgenauigkeit ist beeindruckend, kann eigentlich mehr und ruft geradezu nach einem Funktions-Update. Native Apps auf der Uhr könnten ein Knüller werden. Apple legt mit seiner ersten Watch etliche Grundlagen, die über das hinausgehen, was man bislang gesehen hat. Das Fundament steht, es eröffnet viele Möglichkeiten. Alles andere muss sich in den nächsten Monaten zeigen.

Ich kann aus eigener Anschauung berichten, dass die Apple Watch ein Gerät ist, mit dem man sich erstmal einige Zeit beschäftigen muss. Aus diesem Grunde schätze ich die Entscheidung, nicht zu den ersten gehören zu wollen, die ein Review veröffentlichen, sondern besser auch den wichtigen Aspekt der Alltagstauglichkeit zu beleuchten.

Es gibt an der Apple Watch vieles, was einem unglaublich nützlich erscheint. Andererseits frage ich mich, zum Beispiel bei den Fitness-Funktionen, ob sich auch langfristig ein Nutzen entfaltet oder ob das eher eine zeitweilige Spielerei ist, derer man irgendwann müde wird.

Vielleicht hat Apple aber auch deshalb noch Luft nach oben gelassen. Das GPS-Tracking wäre zum Beispiel jetzt schon möglich, zumal fast jeder sein iPhone ständig bei sich trägt.

Quelle: Im Dauertest: So tickt die Apple Watch

Apple bietet fürs iPhone wieder ein Dock an

Freud und Leid sind beim iPhone Dock vereint: Immer wieder mussten iPhone-Besitzer das Zubehörteil neu kaufen, weil sich die Bauform in der neuen Gerätegeneration geändert hat. Dann kam der Lightning-Anschluss und die größeren Modelle und damit erstmal freie Fahrt für Drittzubehörhersteller, weil Apple selbst kein eigenes Dock mehr im Angebot hatte.

Jetzt hat sich Apple mit einem Dock zurückgemeldet, das gute Chancen hat, auch die nächsten iPhone-Generationen zu überdauern. Allerdings ist auch der Preis deutlich gestiegen: 45 Euro kostet das Teil.

Quelle: iPhone Lightning Dock – Apple Store (Deutschland)

iMac mit 5K Retina Display ist teurer geworden

Der iMac mit 5K Display wurde durch ein zweites, etwas günstigeres Modell ergänzt.

Die Freude über das günstigere Einstiegsmodell hat viele Blogger und Journalisten übersehen lassen, dass das bisherige Modell (zumindest als Build-to-Order-Version) in Europa deutlich teurer geworden ist.

Quelle: Apple stellt 15-Zoll MacBook Pro mit Force Touch Trackpad & günstigeren Retina 5K iMac vor » iFrick.ch – Nothing but Tech

Overcast and the learning curve of Apple Watch design [English]

Marco Arment hat seine App Overcast für die Apple Watch deutlich überarbeitet.
The new interface design for Overcast on the Apple Watch.

iOS developer Marco Arment has changed the user interface design of his podcast app Overcast for the Apple Watch. In a blog post he explains his motives. Arment had created the first version of the interface for the Apple Watch even before he received the watch. When he took his own Apple Watch in operation, he noted quickly that the chosen design sucked because it was too complicated and there were long loading times.

Arments blog post is a must-read for developers as there is an increasing number of criticism about the Watch and third-party apps. Some say that the watch is a fault because it’s easier to usse the iPhone than waiting for apps to load and learning their specifics.

In my opinion the users of the Apple Watch should give some months to the developers for adapting their apps for the Apple Watch. It’s a complete new user interface which requires designers to rethink the logic of their apps. Designs which are successful on the iPhone or iPad are not automatically the best choice of design for the Watch. Overcast is a good example for that. I also think that even Apple will evaluate the criticism and rethink some parts of the operating system of the Watch.

Quelle: Redesigning Overcast’s Apple Watch app – Marco.org