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iPad 5, iPhone 6, iOS 7: Der Apple-Jahresausblick 2013

apple2013Für Apple wird das Jahr 2013 ein entscheidendes Jahr. Klar, das schreiben die Medienvertreter eigentlich jedes Jahr. Doch die personellen Veränderungen im vergangenen Jahr werden 2013 erstmals Auswirkungen zeigen. Pünktlich zum Jahresbeginn wagen wir einen kleinen Blick auf das, was uns in den kommenden 364 Tagen erwarten könnte:

Das Timing
Vorbei die Zeiten, als Apple durch seine ungefähre Berechenbarkeit bei den Terminen glänzte. Ob es im Frühjahr ein neues iPad geben wird, steht nach dem Jahr 2012 in den Sternen. Das iPad der vierten Generation kam ja auch eher, als viele es erwartet haben. Und mit einer deutlichen Steigerung der Rechenleistung war es nicht nur das erwartete Update des iPad 3 mit dem neuen Lightning-Anschlusskabel.

Die Frage ist also, wie Apple seine Zeitpunkte für Produktvorstellungen in diesem Jahr wählen wird. Einzige Konstante dürfte dabei wohl die für Mitte des Jahres erwartete Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) sein, die sich für die Vorstellung der nächsten iOS-Version anbietet.

Bei der Hardware spielt hingegen auch das Vorgehen der Mitbewerber eine Rolle.

iPad 5
Jüngst kursierten schon erste Gerüchte (u.a. bei Apple Insider) über das Aussehen des iPad 5. Erwartet wird, dass wie beim iPhone und Beim iPad Mini künftig auf einen metallfarbenen Rücken verzichtet wird und stattdessen eine einheitliche Farbgebung wie bei den schwarzen Modellen gewählt wird. Apple möchte das Gerät wohl auch wieder dünner bauen – die das etwas dickere Design war manchen Kritikern beim Gerät der dritten Generation negativ aufgefallen. Ansonsten gibt es eigentlich wenige Hardware-Verbesserungen, die sich aufdrängen. Prozessor, Display, Kameras und Aussehen lassen eigentlich wenig Wünsche offen. Apple müsste schon eine echte Innovation einbauen, um Besitzer eines iPads der dritten oder vierten Generation zum Umstieg zu bewegen. Angeblich, so das Gerücht, soll das Gerät schon im März erscheinen. Dies würde darauf hindeuten, dass es bei eher kleinen Updates bleibt.

iPad Mini 2
Das iPad Mini ist ein echter Verkaufsschlager. Obwohl die Spezifikationen des Geräts denen des iPad 2 ähneln (mit einigen Anleihen des iPad 3) hat es alleine aufgrund seiner Gerätegröße viele zum Kauf bewegt. Und auch wir können bestätigen, dass das iPad Mini ein optimales Zweit-iPad ist, das vor allem dazu einlädt, es mitzunehmen. Doch wie geht es weiter mit dem iPad Mini? Im Gegensatz zum großen Bruder gibt es zwei Punkte, die relativ wahrscheinlich von Apple aufgegriffen werden. Der eine Punkt ist das Display: Apple wird hier sicherlich noch die Retina-Qualität nachrüsten (vgl. Bericht von Digi Times), obwohl die jetzige Auflösung – allen Unkenrufen zum Trotz – nicht schlecht ist. Da das Gerät die Auflösung des iPad 2 bei einer kleineren Bildschirmdiagonale nutzt, liegt es irgendwo zwischen der Auflösung des iPad 2 und Retina. Zweiter Punkt ist der Prozessor: Vermutlich wird hier ebenfalls nachgebessert.

iPhone 5S / iPhone 6
Das iPhone 5 hat vielleicht bei seiner Präsentation nicht unbedingt einen Aha-Effekt ausgelöst. Nach einigen Monaten mit dem Gerät sind wir jedoch der Ansicht, dass die damalige Enttäuschung verfrüht war. Der höhere Bildschirm, die LTE-Unterstützung und das dünnere Gehäusedesign sind große Fortschritte. Spätestens dann, wenn man das iPhone 4S mal wieder in die Hand nimmt, wird deutlich, dass das iPhone 5 nicht nur ein spärliches Update ist.

Doch wie geht es weiter? Der Apple-Tradition folgend, dürfte dieses Jahr nur eine verbesserte Version, ein iPhone 5S, erscheinen. Denkbar wäre hierbei eine weitreichendere Unterstützung von LTE in Europa, so dass zum Beispiel auch Vodafone-Kunden in den Genuss der schnellen Datenübertragung kommen können.

Gerüchte besagen, dass Apple angeblich an der Verwendung eines IGZO-Displays interessiert sein soll (Bericht von Baylog). Die Verwendung von Indium-Gallium-Zinkoxid (IGZO) sei effizienter, das heißt das Gerät würde weniger Energie benötigen und die Akkulaufzeiten von Smartphones sind bekanntermaßen nach wie vor verbesserungswürdig. So oder so ist Energiesparen für die Hersteller von Interesse: Denn auch neue Funktionen benötigen Strom. Sollte Apple – wie mehrfach vermutet – irgendwann auch auf Near Field Communication (NFC) setzen, um etwa bargeldloses Bezahlen zu ermöglichen, bedürfte es eines neuen Chips, der ebenfalls Energiehunger entwickelt.

iOS 7
Wie geht es mit dem mobilen Betriebssystem iOS 7 weiter? Scott Forstall, seit Anbeginn dafür verantwortlich, verlässt Apple und damit sind so oder so neue Akzente bei der Weiterentwicklung zu erwarten. Einige vermuten, dass Chefdesigner Jony Ive das Look&Feel des System gar fundamental ändern könnte, da er wohl mit Forstalls Ideen alles andere als einverstanden war. Nun sind die Geschmäcker bekanntermaßen verschieden, doch wenn Ive die Software zu schlicht gestalten sollte, könnte iOS künftig Android ähnlicher sehen. Der lachende Dritte wäre dann wohl Windows Phone, das in punkto Aussehen ja jetzt schon angenehm anders wirkt. Vielleicht schafft Ive es aber auch, der zuletzt etwas angestaubten Fortschreibung der Software neues Leben einzuhauchen. Spannend wird auch sein, welche Funktionen Apple herausbringt, um Android und anderen Mitbewerbern das Wasser zu reichen. Es kursieren auf alle Fälle schon allerhand Wunschzettel (z. B. hier).

Scott Forstall
Ja, und was macht eigentlich Scott Forstall in seinem Leben nach Apple? Im besten Fall könnte er sich bei einer Firma engagieren, die für iOS-Geräte Software schreibt. Genauso gut könnte es aber auch sein, dass Forstall einen ganz anderen Weg einschlägt und vielleicht sogar in Konkurrenz zu Apple tritt. Seine Auftritte bei den Keynotes werden wir auf jeden Fall vermissen.

Die Apple-Aktie
Der Aktienkurs von Apple hat im vergangenen Jahr weitere Höhenrekorde aufgestellt. In der zweiten Jahreshälfte ging es allerdings für einige Zeit erstmals auch bergab, was sofort Kommentare nach sich zog, dass der Apple-Hype zu einem Ende gelangen könnte. Ob die Aktie wirklich der Gradmesser für die Innovationsfreude im kalifornischen Cupertino ist, wagen wir zu bezweifeln. Dass die Börsianer sich gerne mal irren, haben wir ja erst mit dem Hype um die Facebook-Aktie erlebt. Trotzdem hat die Aktie zumindest eine psychologische Wirkung und nicht zuletzt basiert das Vermögen fast aller Apple-Verantwortlichen auf dem aktuellen Börsenwert Apples, da sie große Anteilspakete erhalten haben – und wen würde es kalt lassen, wenn das eigene Vermögen binnen weniger Stunden um einige Prozentpunkte nach unten saust.

Alles in allem gibt es gute Voraussetzungen für ein spannendes Apple-Jahr. Zu einer Prognose, wo die Reise für den Konzern hingeht, lassen wir uns nicht hinreißen. Zumindest muss man der Zukunft nicht pessimistisch entgegen sehen. Sei es, weil Apple vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgt (iWatch, Apple-Fernseher). Oder aber, weil die Konkurrenz in punkto Innovation schwach bleibt.

Ms. Mac, die Statistikfrau

Alles eine Frage der Statistik - gestatten: Ms. Mac

Alles eine Frage der Statistik – gestatten: Ms. Mac

 

Zum Jahresausklang noch einmal ein wenig Statistik. Die Firma Bluestacks hat die Daten von rund einer Million Facebook-Fans ausgewertet und daraus Ms. Mac errechnet – die durchschnittliche Mac-Nutzerin, denn Apple-User sind laut Ergebnis in der Mehrzahl weiblich.

Dass das Ganze nicht allzu ernst genommen werden sollte, räumen die Macher  im Kleingedruckten ein. Gleichwohl gehört diese Infografik zu den sehenswerten Statistiken im Jahre 2012.

In diesem Sinne: Einen guten Start in das neue Jahr 2013!

TV: Schluss mit der Grundverschlüsselung

Teuer: Wer digitales Kabel-TV sehen möchte, benötigt für moderne Fernseher ein CI+-Modul.

Ein CI+-Modul.

Mein erstes digitales TV-Erlebnis war öffentlich-rechtlich. Das hat nichts mit inhaltlichen Fragen zu tun. Es ist lediglich so, dass RTL, Sat.1 und ProSieben im digitalen TV von Kabel Deutschland (KDG) nur mit einer Smartcard zu entschlüsseln sind. Warum ich aber ausgerechnet für diese und weitere private TV-Sender zusätzlich zahlen sollte, nur weil das Signal in gleicher Auflösung digital übertragen wird, wollte sich mir nicht erschließen. Es ist ja schließlich auch im Interesse des Anbieters, digital zu senden: So spart er wertvolle analoge Kanalplätze, die sich mit digitalen Sendern gleich mehrfach belegen lassen.

An dem Unsinn mit der Grundverschlüsselung hat sich leider bis heute nichts geändert. Auf die Kunden kommen dadurch höhere Grundgebühren und vor allem zusätzliche Kosten für Equipment zu. Die nötigen Smartcards und CI+-Module lässt sich Kabel Deutschland gut bezahlen. Obendrein ist die Zahl der Smartcards pro Haushalt beschränkt. Das heißt, dass der Kabelnetzbetreiber seinen Kunden vorschreibt, wie viele Fernseher bzw. TV-Geräte (wie Recorder) er gleichzeitig betreiben darf.

Kleinere Kabelnetzbetreiber wie EWE TEL zeigen, dass es auch ohne geht. Doch die Kunden haben in Deutschland nicht die freie Wahl. Wer vor der Haustür nur das Kabel von KDG liegen hat, muss es entweder nehmen, oder sich etwas anderes überlegen, wie IP-TV oder Satellitenfernsehen. Natürlich hat das Kabel von KDG auch Vorzüge – wie etwa das mittlerweile stark gewachsene HD-Angebot.

Nun könnte bald Schluss sein mit der leidigen Grundverschlüsselung. Darüber berichtet Heise.de in einem lesenswerten Artikel.

Überraschung, Überraschung: Kaum einer surft mit seinem Fernseher im Internet. Das hat eine Studie der NPD Group in den USA ergeben, wie die Kollegen von Golem.de berichten.

Nur jeder Zehnte nutzt demzufolge den Webbrowser im Fernseher. Beliebt sind dagegen HD-Filme übers Netz (60 Prozent) und Musikstreaming (16 Prozent) – Anwendungen, für die man ja normalerweise auch Fernsehgeräte kauft.

Doch was lernen wir daraus? Beim Fernseherkauf sollte man sich nicht durch Internet-Funktionen blenden lassen. Entscheidend ist, was man mit dem Fernseher die meiste Zeit macht: Nämlich Fernsehen.

Jahresrückblicken ist ja eigentlich selten etwas Neues bzw. Spannendes abzugewinnen. Dass jedoch der Begriff Sackgasse der meist gesuchte Begriff des Jahres 2012 bei Wikipedia ist, überrascht nicht nur die Kollegen von t3n.

Wikipedia:

Bei einer Sackgasse oder Stichstraße (selten auch Sackstraße) handelt es sich um eine für Anliegerverkehr bestimmte kurze Gasse oder Straße, die nur von einem Ende her zugänglich ist. Sie besitzen in der Regel am Ende eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge.

Soweit, so gut. Interessant ist am Artikel vor allem, dass es hierzulande noch Variationen des Sackgassen-Schildes gibt, die wahrscheinlich den meisten nicht bekannt sind (durchlässig für Fußgänger bzw. Radfahrer). Oder hat diese Schilder irgendjemand schon mal in freier Wildbahn gesehen? Wir freuen uns über Hinweise!

Bunt, aber nicht schillernd: Microsoft Surface RT

Es ist ja kein neues Phänomen in der Tablet-Welt, dass man sich bei einem Produkt erstmal fragt, wo in der vorhandenen Gerätewelt es wohl seinen Platz einnehmen wird. Beim iPad war das auch so: Apples Innovation wurde von vielen belächelt. Immerhin hatte sich schon eine Größe wie Microsoft erfolglos in dieser Sparte betätigt. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an Windows XP Tablet Edition.

Nun sind Tablets also etabliert und kurioserweise gehört Microsoft zu den letzten Konzernen, die in den Markt einsteigen. Vielleicht liegt es daran, dass man sich schon mal eine blutige Nase geholt hat. Vielleicht brauchte man aber auch erstmal Bedenkzeit, um zu überlegen, wie das mit Hard- und Software denn überhaupt laufen soll, also welchen Stellenwert das Tablet in Microsofts Produkt-Portfolio künftig einnimmt.

Einen ziemlich hohen Stellenwert, wie wir mittlerweile wissen. Denn Microsoft scheute nicht davor zurück, den Desktop-Anwendern mit Windows 8 ein System auf die Nase zu drücken, dass seinen Nutzen primär auf Touchscreens entfaltet. Mittlerweile gibt es ja allerlei Notebooks, die eine Art Hybridfunktion einnehmen, wie zum Beispiel das Dell XPS 12.

Doch reden wir über Tablets und Microsofts Versuch, sich selbst in dem Markt zu positionieren. Das Ergebnis nennt sich Surface, ist im Vergleich zu anderen Tablets relativ klobig, hat aber einzigartige Qualitäten. Man stellt sich also die eingangs erwähnte Frage, welchen Platz dieses Gerät wohl einnehmen soll, ob es also sinnvoll ist, es zu besitzen.

Zu den Qualitäten zählt etwa die ansteckbare Tastatur, die im nächsten Moment als Cover für das Display unsichtbar wird. Auch in punkto Softwareangebot könnte Microsoft die Nase vorn haben, wäre da nicht der Schönheitsfehler, dass es zwei Windows 8-Versionen gibt: Die normale und RT, die eine für Intel-Prozessoren (wie bisher) und die andere für die in Tablets üblichen ARM-Chips.

Das ist nicht die einzige Sache, die beim Gebrauch des Surface negativ auffällt. Auch der optische Bruch zwischen dem früher Metro genannten Kachel-Design und dem Standard-Desktop, wie wir ihn von Windows kennen, ist eher gewöhnungsbedürftig. Viele Programme, unter anderem das Office-Paket, laufen nämlich im alten Design. Der Anwender steht dann vor der Aufgabe, ein Desktop-Programm mit seinen kleinen Bedienelementen auf einem kleinen Tablet-Display steuern zu müssen – das ist leider kein Spaß und wirkt einfach halbherzig und unausgereift. Natürlich: Man kann ja eine Maus anschließen. Es gibt einen USB-Port, was eine feine Sache ist. Doch mal ernsthaft: Wer möchte denn mit seinem Tablet eine Maus herumschleppen? Dann kann man auch gleich zum Ultrabook greifen, das zum einen unwesentlich teurer ist, zum anderen im Falle eines Hybridgeräts bei Bedarf auch per Touch gesteuert werden kann.

Unter dem Strich fällt mein Fazit nach einer Woche mit dem Surface RT durchwachsen aus. Ja, es ist ein Tablet, mit dem man arbeiten und leben kann. Seine Defizite sind keineswegs so schlimm, dass man vom Surface abraten müsste. Aber die Konkurrenz, allen voran Apple mit dem iPad, hat die Nase deutlich vorn. Dies liegt zum Teil an Stärken Apples, wie dem fortgeschrittenen Hardwaredesign und der weitaus homogener wirkenden Software, zum anderen aber daran, dass Microsoft aus potenziellen Stärken (noch) nichts macht. Dumm auch, dass man Desktop-Nutzern ein Tablet-User-Interface aufzwingt, aber dann nicht konsequent genug ist, diese Linie durchzuhalten. Gegenüber Android-Tablets ist das UI von Windows 8 nämlich allemal besser.

Hier mein Fazit in der Wilhelmshavener Zeitung:

Alles in allem hinterlässt das Microsoft Surface einen gemischten Eindruck: Design und Handling der Software wirken wesentlich sympathischer als bei Android. Auch bei der Hardware zeigt Microsoft mehr Mut zu Innovationen und geht zum Teil einen eigenen Weg, der irgendwo in der Symbiose zwischen Notebook und Tablet sein Wohl sucht. Doch der wuchtige Formfaktor, Ladezeiten und das inkonsequente Beibehalten des alten Desktops sind Punkte, bei denen die Mitbewerber einfach deutlich stärker sind. Das Surface ist zweifellos ein sympathisches Gerät. Vom perfekten mobilen Begleiter ist es aber noch ein Stück weit entfernt.

Link zum Testbericht

 

Eine schöne Idee von Google zum Weihnachtsfest.

Frohe Weihnachten!

Apps im Test: Macwelt HD

Die Zeitschrift Macwelt beschreitet neue Wege: Neben dem klassischen Onlinekiosk mit einer digitalen 1:1-Kopie der gedruckten Ausgabe gibt es künftig die Macwelt HD, ein speziell für das iPad konzipiertes elektronisches Magazin. Wir haben uns die erste Ausgabe (1/2013) einmal genauer angesehen.

Neu: Macwelt HD für das iPad

Neu: Macwelt HD für das iPad

Für Printmedien stellt sich schon lange nicht mehr die Frage, ob sie in der digitalen Welt mitmischen. Stattdessen geht es um das Wie.

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten: Naheliegend ist hierbei zunächst das Bereitstellen der Print-Inhalte im Originallayout. Dies hat Vor- und Nachteile: Wer eine eher print-affine Leserschaft hat, die das digitale Pendant eher als Ergänzung begreift, ermöglicht seinen Lesern dadurch eine leichtere Orientierung im digitalen Titel. Doch es gibt auch Nachteile: Printlayouts sind für größere Formate angelegt. Auf den kleinen Tabletbildschirmen wirken sie oft nicht so schön oder die Nutzer müssen viel zoomen, was von Lesern als Nachteil begriffen wird.

Die zweite Variante ist eine eigens hergestellte digitale Ausgabe. Diese kann neben dem Format auch die weiteren multimedialen Möglichkeiten ausschöpfen. Der Nachteil ist hierbei, dass sie weitaus aufwändiger zu produzieren ist. Und hier sind wir bei einem typischen digitalen Problem: Die Märkte sind klein, weil die Nutzer noch nicht in dem nötigen Maß bereit sind, für Inhalte auch zu bezahlen.

Doch Kostendruck hin oder her: Gerade gegenüber einer Computerzeitschrift gibt es eine hohe Erwartungshaltung seitens der Leser. Zugleich profitieren die Verlage davon, dass ihre Zielgruppe – naturgemäß – online- und technikaffin ist.

So überrascht es doch ein wenig, dass die Macwelt so lange gebraucht hat, um neben der digitalen 1:1-Kopie auch eine eigene iPad-Ausgabe zu starten.

mzl.hskfttbd.480x480-75Macwelt HD heißt dieses Produkt, das laut Ankündigung ein “neuartiges Leseerlebnis ermöglicht”.

Zugrunde liegt der App die Adobe Digital Production Suite, die bei immer mehr Zeitungen und Zeitschriften Abnehmer findet. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, der New Yorker und der Weser-Kurier sind nur einige weitere namhafte Beispiele.

Und hier liegt auch gleich der erste Vorteil für die Nutzer: Das Adobe DPS-System ist mittlerweile einigermaßen frei von Kinderkrankheiten und viele Nutzer haben sich an seine Steuerelemente gewöhnt. Zwar gibt es für jeden Titel eine eigene App, doch man kann gewissermaßen von einer einheitlichen Plattform sprechen. Artikelthemen werden mit einer horizontalen Wischgeste gewechselt. In der Vertikalen können Artikelseiten betrachtet werden. Nebenbei gibt es allerlei Möglichkeiten, Fotogalerien, Links und Videos einzubetten. Hat man sich an dieses dreidimensionale Leseerlebnis erstmal gewöhnt, entdeckt man schnell die Vorteile, weil Adobes Lösung einfach angenehmer auf dem Tablet zu konsumieren ist.

In der ersten Ausgabe (1/2013) erwartet die Leser unter anderem ein Einkaufsführer für Apple-Produkte, der alle Neuerscheinungen der vergangenen Monate umfasst. Um Phillips’ innovatives App-gesteuertes Lichtsystem geht es ebenso wie um Zubehörartikel wie Taschen oder die für IT-Zeitschriften obligatorischen Tipps in Hülle und Fülle.

Bei den Inhalten steht die Macwelt natürlich nach wie vor in Konkurrenz zu diversen Onlineportalen, die ihre Inhalte oft kostenlos unter das Volk bringen. Dem gegenüber kostet die Einzelausgabe der Macwelt HD 5,99 Euro – im In-App-Abo wird es ein wenig günstiger. Der Unterschied liegt darin, dass ein kompletter Titel seine Leser eher dazu verführt, auch mal über den Tellerrand zu schauen, während bei Onlineportalen meist gezielt nach bestimmten Beiträgen gesucht wird. Dieser Themenmix gelingt in Ausgabe 1/2013 recht gut, so dass selbst ein Leser, der die gängigen RSS-Feeds intensiv verfolgt, noch manche Neuigkeit erfährt oder aber zumindest weitere Hintergründe und Rezensionen nachlesen kann.

mzl.ylheskwt.480x480-75Einen Minuspunkt gibt es allerdings für die fehlende Möglichkeit, ein vorhandenes Abo auch für die HD-Ausgabe zu übertragen. Ein ähnliches Problem hatten lange Zeit die Abonnenten der FAS – erfreulicherweise ist dort mittlerweile Abhilfe geschaffen worden.

“Der Fokus auf die User-Experience ist ein deutlicher Mehrwert und bietet Lesern neben zahlreichen additiven Inhalten ein komplett neues Leseerlebnis“, sagt Marlene Buschbeck-Idlachemi, Chefredakteurin der Macwelt. Dies ist nach genauer Betrachtung der ersten Ausgabe nicht zu leugnen – gleichwohl ist der Preis mit fast sechs Euro ziemlich hoch. Letztlich ist es natürlich gerade bei Special-Interest-Titeln häufig auch eine Frage der Leserzahlen, die zu hohen Preisen führen. So ist Macwelt HD unter dem Strich ein guter Zuspruch zu wünschen, der in Zukunft vielleicht dann aber auch zu günstigeren Preisen führt.

Link: Macwelt HD im App Store von Apple

Fünf Regeln für gutes (Apple-)Design

Apple ist immer ein schöner Aufhänger, um auf sich aufmerksam zu machen. In diesem Fall werden die fünf Regeln für erfolgreiches (Apple-)Design aufgezeigt.

Quelle: OnlineMBA.com

App-News: Fixe Nachrichten, Weihnachtsmärkte-App und mehr

Was geht App? Der Name dieses Blogs ist in der Reihe “App News” Programm. Regelmäßig erhalten wir Hinweise auf neue Apps. Einige davon wollen wir in dieser Sparte kurz vorstellen.

Fixe Nachrichten: Die Entwickler von Tokks (für iOS – eine Android-Version ist in Arbeit) haben sich eines Problems angenommen, das wahrscheinlich jeder mobile Nutzer kennt. Man möchte “mal eben” eine SMS oder Nachricht verschicken, doch das Tippen im Gehen macht keine Freude und auch Siri ist nicht überall einsetzbar. Tokks, eine App aus Spanien, soll Abhilfe schaffen. Nutzer können damit eine Reihe von Kontakten voreinstellen. Mittels von Rädern kann so schnell der gewünschte Kontakt, der Verbindungsweg (SMS, Facebook, Twitter, etc.) und eine Standard-Nachricht ausgewählt werden. Es gibt eine kostenlose und eine kostenpflichtige Fassung der App, die allerdings aus Sicht deutschsprachiger Nutzer einige Kinderkrankheiten hat. Zum einen wird die Auflösung des iPhone 5 (noch) nicht unterstützt, was zu verschmerzen wäre. Ärgerlich ist dagegen die schlechte deutschsprachige Übersetzung. Alles in allem eine schöne Idee, die aber noch steigerungsfähig ist.

Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen: Sicher, es gibt wahrscheinlich Wichtigeres in der Welt, als eine objektive Bewertung von Weihnachtsmärkten. Doch Hand aufs Herz – obwohl die meisten Märkte aus den üblichen Buden für Speis und Trank bestehen, führt für viele Menschen dieser Tage kein Weg daran vorbei. Das Medienhaus Lensing aus Dortmund trägt diesem Umstand Rechnung und hat eine App namens „Weihnachtsmärkte in NRW“ (für iOS, 89 Cent) entwickelt. Enthalten sind insgesamt mehr als 100 Märkte in Nordrhein-Westfalen, kompakt und auf einen Blick. Zu jedem Weihnachtsmarkt gibt es Service-Informationen wie eine ausführliche Beschreibung, Fotos, Öffnungszeiten, Anfahrt und einen Link zur Webseite.

Mehr Apps: Appy Geek (für iOS & Android) und Appy Gamer (für iOS & Android) nehmen Smartphone-Nutzern das Auswählen von interessanten Nachrichtenquellen ab. Wem die 1000 Newsartikel pro Tag zu viel sind, kann die Auswahl noch etwas verfeinern. AppKostenlos (für iOS) sorgt täglich für kostenlose App-Downloads. Die Redaktion sucht geeignete Apps aus und sorgt in Zusammenarbeit mit den Herausgebern der Programme für eintägige Kostensenkungen. ColorVisor (für iOS) richtet sich primär an sehbehinderte Menschen. Mittels der in iPhone & iPad eingebauten Kamera hilft die App dabei, Farben zu erkennen. Sie kostet 4,49 Euro.