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Conan auf der Spielemesse E3

“The big question in the gaming industry is, which is the better console — and what does a naked woman look like?”

US-Latenight-Talker Conan O’Brien auf der Spielemesse E3

Ausgeträumt: Die FAS sagt adé zur eigenen App

FAS-App

Aus, vorbei: Die FAS-App ist Geschichte.

Es ist aus Sicht der Verantwortlichen durchaus nachzuvollziehen, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung die App der Sonntagszeitung (FAS) mit der werktäglichen FAZ in einer E-Paper-App zusammengefasst hat. Es muss ein irrsinniger Aufwand gewesen sein, jeden Samstagabend die komplette FAS-Ausgabe tablet-gerecht für die FAS App auf dem  iPad umzusetzen. Die Designer haben sich dabei stets viel Mühe gegeben. Die Darstellungsgröße im Print (Nordisches Format) und auf einem iPad-Display von 9,7 Zoll Größe könnten unterschiedlicher kaum sein. Es war schon eine Leistung, die Zeitung in beiden Formaten stets ansprechend zu präsentieren.

Und zugegeben: Der eingefahrene Print-Leser musste sich anfangs – vor zwei Jahren – erstmal dran gewöhnen, die FAS nicht im Originallayout lesen zu können. Die digitalen Aktivitäten der Sonntagszeitung waren ja ohnehin eine schwere Geburt. Erst gab es jahrelang nur Texte, die auf der Website gelesen werden konnte. Dann folgte die App mit dem eigenen Layout, wobei Abonnenten keinen Preisvorteil genossen, sondern die Ausgaben zuerst zusätzlich einzeln zum vollen Preis kaufen mussten (vgl.  Testbericht). In diesem Punkt wurde glücklicherweise nachgebessert, jedoch stets unter Verzicht auf das Originallayout, das aber immerhin zwischenzeitlich im Webauftritt als E-Paper freigegeben wurde.

Jetzt ist der Traum von der iPad-Ausgabe in der FAS App geplatzt: An seine Stelle tritt beginnend mit der Ausgabe vom 30. Juni eine App, die eigentlich nur ein besserer PDF-Reader ist. Die FAS gibt es fortan endlich, aber zugleich nur noch im Originallayout der Zeitung – vom PDF unterscheidet sich die App nur dadurch, dass einzelne Artikel aufgerufen werden können und als Text angezeigt werden. Ärgerlich aus Lesersicht – und das dokumentieren auch zahlreiche negative Bewertungen im App Store – ist die Kommunikation dieser Änderung. Der Umstieg wurde zwar im Vorfeld kundgetan, aber wirklich befriedigende Informationen hat der Abonnent/Leser nicht erhalten.

Was die FAZ als Fortschritt verkauft, weil nun FAZ und FAS in einer App vorzufinden sind, kann nur als Rückschritt bezeichnet werden. Es ist eine deutliche Ernüchterung für alle, die glaubten, dass das iPad für traditionelle Printmedien die Erlösung aus dem Internet-Trauma sein könnte. Die Beweggründe der FAZ sind öffentlich nicht bekannt: Es kann jedoch offenkundig nur schlechtes Kaufverhalten gewesen sein. Die erhoffte Abkehr von der Kostenlos-Kultur ist gescheitert. Nach dem Aus des amerikanischen “The Daily” von Rupert Murdoch, der ersten reinen iPad-Zeitung, ist dies ein weiterer deutlicher Rückschlag für die Branche. Eigentlich braucht jetzt keiner mehr darüber nachzudenken, sein Printmedium aufwändig fürs iPad neu zu erfinden. Die potenziellen Nutzer haben offenbar noch nicht begriffen, dass gute Informationen und ansprechende Aufbereitung Geld kosten.

Buchrezension: Grundkurs C++

9783836222945Grundkurs C++ – das klingt nicht spannend, doch der Buchtitel trifft den Ton, den Autor Jürgen Wolf anschlägt: Klar und direkt geht es zur Sache. Keine der 447 Seiten wird für Unnötiges verschwendet.

Dabei ist zunächst zu sagen, dass sich der Markt der Programmierbücher mittlerweile in zwei Sparten einteilt: Die Praxisbücher, die an konkreten Beispielen spielerisch an die Sprachen heranführen, dafür aber in Kauf nehmen, viele Details nicht zu erläutern. Und die so genannten Referenzbücher, wozu auch dieser Titel gezählt werden kann, die eher die Funktion eines Nachschlagewerks einnehmen, also für Lernwillige nicht unmittelbar zu greifbaren Ergebnissen führen.

In diese Sparte fällt auch der Grundkurs C++. Gleich zu Beginn wird deutlich gemacht, dass der Leser am Ende kein fertiges GUI-Programm oder einen eigenen Linux-Kernel erwarten sollte. Dafür sind weitere Buchkäufe nötig. Dafür führt das Buch kurz und knapp in wesentliche Bereiche der Sprache ein, erklärt Syntax und gängige Funktionen, die Programmierern nicht nur bei C++ hilfreich sind, sondern – artverwandt – auch bei PHP, Java, Objective C und anderen Programmiersprachen.

Variablen, Funktionen, Arrays und selbst die OOP (Objektorientierte Programmierung) sind für den Leser anschließend keine Fremdwörter mehr. Einen gewissen Platz nimmt das Eingehen auf Feinheiten der Version 11 von C++ ein. Besonders im weiteren Verlauf steigt das Niveau aber rasch an, so dass zum Beispiel Anfänger bei der OOP gerne noch zu vertiefender Literatur greifen werden.

Nun ist die Frage, ob das Internet Referenzbücher nicht überflüssig gemacht hat. Tatsächlich gibt es zahllose Onlinedokumente mit Funktionsbeschreibungen. Und wem das zu abstrakt ist, der kann sich durch Foren wie Stackoverflow kämpfen und findet auf jedes Problem gleich mehrere Lösungen.

Deshalb ist es auch eine Frage des Preises, ob sich der Buchkauf lohnt und hier spricht das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei nur knapp zehn Euro eindeutig für das vorliegende Buch. Besonders für Anfänger dürften viele Fragen schneller zu beantworten sein als bei der Foren-Suche. Für Fortgeschrittene mit speziellen Fragen ist es möglicherweise aber tatsächlich effizienter, im Netz zu suchen.

Hier kann das Buch direkt bei Amazon gekauft werden:
Grundkurs C++: C++-Programmierung verständlich erklärt (Galileo Computing)

Google Reader ab 1. Juli offline – was nun?

Bildschirmfoto 2013-06-23 um 18.24.48Der 1. Juli naht und damit schwindet nach und nach die Hoffnung, dass bei Google noch so etwas wie Einsicht reifen könnte, den Google Reader am Netz zu lassen. Warum der Suchmaschinenriese den Dienst überhaupt einstellt und nicht stattdessen mehr draus macht, bleibt auch Monate nach Bekanntgabe der Schließung ein Rätsel.

Seither ist auch eine Menge Unsinn geschrieben worden, etwa darüber, dass RSS tot sei und durch die sozialen Netzwerke ersetzt wurde. Sicherlich ist es so, dass das Abonnieren von Fanseiten bei Facebook eine komfortable Möglichkeit ist, auf dem laufenden zu bleiben. Doch im Gegensatz zu RSS-Feeds muss jede relevante Meldung einzeln angeklickt werden, um den kompletten Text zu lesen. Im RSS-Reader gibt es die News – je nach Feed – gleich komplett. Hinzu kommt, dass Facebook nach schwer durchschaubaren Kriterien Neuigkeiten mal anzeigt oder nicht (was sich auch ein wenig vom Nutzerverhalten ableitet). Zumindest ist dadurch keine Verlässlichkeit gegeben, relevante Neuigkeiten auch tatsächlich zu Gesicht zu bekommen.

Die Hoffnung, dass sich für RSS-Newsjunkies zumindest etwas Neues ergibt, ist leider genauso enttäuscht worden wie die, dass Google den Dienst wegen der vielen Proteste doch fortführt.Natürlich gibt es Apps wie Flipboard, die nett aussehen. Oder Skripte zum Selbstinstallieren wie Fever. Doch keine dieser Lösungen bietet das gleiche wie Google Reader.

Wer die iOS-App Reeder nutzt, kann jetzt Feeds zumindest lokal aktualisieren. Der große Nachteil ist, dass es dadurch keine Synchronisierung mit anderen Geräten gibt, geschweige denn ein Webinterface.

Der Google Reader war – so schlicht er auch aussehen mag – schon ein sehr praktisches Internet-Tool. Wünschenswert wäre nur gewesen, markierte Artikel besser sortieren zu können. Dass er ab dem 1. Juli vom Netz geht, ist schlichtweg unverständlich.

Update: Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Feedly ein Webinterface bietet, das dem Google Reader recht ähnlich sieht. Einziges Problem: Feedly bietet seinen Dienst über eine eigene App an und für populäre RSS-Reader wie Reeder gibt es keine Schnittstelle. Damit ist Feedly leider keine vollständige Google-Alternative.

Schade ist auch, dass Reeder mittlerweile zwar die Möglichkeit anbietet, Feeds lokal zu laden. Noch besser wäre es aber, wenn die Datenstände über iCloud mit anderen iOS-Geräten synchronisiert werden könnten. Das ersetzt zwar nicht das Webinterface von Google, wäre aber immerhin eine Lösung, die komplett von Webanbietern abgekoppelt ist, ohne dass auf jedem Gerät unterschiedliche Lesestände vorliegen.

Wie gesagt: Es gibt viele schöne Seiten am neuen Design von iOS 7. Die Icons auf dem Homescreen (Springboard) gehören nicht dazu. Louie Mantia hat mal einen alternativen Vorschlag erstellt.

iOS 7: Neues Design weckt gemischte Gefühle

Nach den positiven ersten Eindrücken des Vortags geht es nun für alle Zuschauer der Apple Keynote auf der WWDC in die Details. Im Fokus steht dabei natürlich vor allem iOS 7, das mit allerlei neuen Funktionen, vor allem aber mit einem massiven Redesign von sich reden macht.

Die Debatte über das neue Design von iOS 7, also über der Konflikt der Führungskräfte Ive vs. Forstall, war ja schon entbrannt, bevor Apple überhaupt zu seiner gestrigen Keynote auf der WWDC eingeladen hatte. Scott Forstall, der frühere iOS-Entwicklungschef, stand wie Steve Jobs für das bisherige, etwas konservativ daherkommende Design, den so genannten Skeuomorphismus, also die Verwendung von Designelementen wie Holz und Leder. Ive galt als Verfechter des Flat Designs, was sich nun bestätigt hat.

Nun lässt sich über Geschmack bekanntlich trefflich streiten und meine persönliche Meinung ist, dass Jobs und Forstall es bei einigen Apps wie der “Freunde finden”-App und besonders der “Podcasts”-App mit ihren  Retroelementen übertrieben haben. Das Aussehen ging zulasten der Bedienung – das darf nicht passieren. Andererseits gibt es auch viele charmante Elemente. Die wenig genutzte “Passbook”-App mit ihrem Schredder sorgte bei mir eher für ein Schmunzeln, während andere sie verdammten.Die meisten Standardelemente des UI waren angenehm anzusehen. Da gab es nichts auszusetzen.

Das neue Design wird – das war abzusehen – ebenfalls Freunde und Feinde haben. Insgesamt hinterlässt es, soweit sich das nach einem Tag beurteilen lässt, einen gemischten Eindruck. Vieles, wie die neue Wetter-App, wirkt ansprechend und ist eine überfällige Anpassung an das, was Android und andere besser können und längst machen. Anderes, wie der Homescreen, ist für mich eher eine Designsünde. Das hellgraue Layer hinter den Schnellstartlinks sieht farblich unappetitlich aus und die neuen Icons erinnern eher an ein Kindertelefon.

Das sind natürlich subjektive Eindrücke, doch meines Erachtens gibt es beim Design auch eine objektive Komponente: Das iPhone war und ist auch für viele Geschäftsleute erste Wahl. Das bisherige Design war vielleicht nicht das modernste, aber für junge, hippe Leute durchaus akzeptabel. Umgekehrt strahlte es eine Seriosität aus, die es auch für den Business-Bereich tauglich machte. Kann sich jemand einen Anzugträger vorstellen, der mit dieser Kinderhandy-Optik in der Öffentlichkeit zeigen möchte? Schwerlich. Diese Anbiederung Apples an das Jungvolk könnte im Business-Bereich zum Bumerang werden.

Problematisch ist hierbei sicher auch der exzessive Gebrauch von Farben. Der weitgehende Verzicht auf Abgrenzungen und Kontraste soll durch das Kunterbunte kompensiert werden. Die Aussage, Jony Ive passe iOS an seine Gerätedesigns an, wird hier eher ins Gegenteil verkehrt. Ives Geräte kommen schlicht und dezent daher. Das neue iOS wirkt stellenweise farbenüberladen, unnötig knallig und schlichtweg irritierend – zumindest was den Homescreen betrifft.

In den Apple-Apps stellt sich das Bild schon ganz anders dar. Dort sind die neue Typografie und die Reduzierung auf das Wesentliche vielfach ansprechender gelöst.

Der erste Eindruck ist allerdings, dass dieses neue iOS seinen Vorgänger optisch nicht in den Schatten stellt. Es ist nicht so, dass ich nur noch dieses neue iOS 7 haben möchte und die Tage zähle, das alte Design endlich los zu werden.  Ganz im Gegenteil! Ich werde mir erstmals ernsthaft überlegen, ob und wenn ja, wann ich den Umstieg auf das neue iOS im Herbst nach seinem Erscheinen vollziehe, weil ich nicht weiß, ob ich damit wirklich glücklich bin. Es wird eine schwere Entscheidung, denn die neuen Funktionen sehen großartig aus.

WWDC 2013 – Apple läuft mit OS X Mavericks und iOS 7 zur Höchstform auf

Ein gutes Gefühl: iOS 7   Foto: (c) Apple

Ein gutes Gefühl: iOS 7 Foto: (c) Apple

Der Star der Keynote der World Wide Developer Conference (WWDC) 2013 von Apple steht fest: Craig Federighi. Der Nachfolger von Scott Forstall als Softwarechef wirkte spontan, lässig, humorvoll. Klar: Die Witze, wie den Sea Lion als OS X-Nachfolger, hatten ihm natürlich die Marketingstrategen vorher ins Handbuch geschrieben. Trotzdem stellte Federighi all jene in den Schatten, die ihre Skripte auch von PR-Strategen verfasst bekommen haben dürften, sei es Apple-Chef Tim Cook oder Phil Schiller.

Und Federighi war Inbegriff des Gefühls, das dieser Abend (oder Morgen – je nach Ortszeit) versprühte: Apple läuft endlich wieder zur Höchstform auf. Die Verkrampftheit nach der Neuordnung durch den Tod von Steve Jobs, die internen Machtkämpfe – all dies soll der Vergangenheit angehören. Es macht den Verantwortlichen augenscheinlich wieder mehr Spaß, radikal neue Konzepte zu entwickeln. Und diese Freude ist ansteckend.

Der Idealismus, Soft- und Hardware besser zu machen, ist nicht mehr nur ein Lippenbekenntnis von Cook, wenngleich er dies in gewohnter Manier auch diesmal wieder und wieder betonte. Es nimmt nun aber endlich auch wieder Gestalt an, in dem neuen OS X Mavericks, in dem radikal erneuerten iOS 7 oder im Mac Pro, der alle überrascht haben dürfte. Fehlte nur noch das “One more thing”, um dem ganzen die Krone aufzusetzen.

Überhaupt: Überraschungen. Lange hatte Apple damit zu kämpfen, dass alle Neuheiten vorher ausgeplaudert wurden. Die diesjährige Keynote steckte hingegen voller Überraschungen. Klar, vom i(Tunes) Radio haben wir alle schon mal gehört. Auch das schlichte Design von iOS 7 war abzusehen. Trotzdem waren viele Features  neu, vorher bestenfalls höchst spekulativ und insbesondere der Mac Pro sorgte für ein kräftiges Aha-Erlebnis. Wäre er erst im Herbst präsentiert worden, wäre der Überraschungseffekt wohl nicht mehr so gelungen.

Da traf es sich gut, dass Apple die Keynote auch live übertragen hat. Damit wurde all den Livebloggern die Deutungshoheit weggenommen, die sie gerne gegenüber ihren Lesern ausüben. Kein: Das wussten wir ja schon. Oder unnötige Einschätzungen. Das pure Apple-Erlebnis bereitete große Freude. Und die Präsentation war es nach eher lahmen Veranstaltungen in den vergangenen Monaten absolut wert, live gesehen zu werden.

So hat uns Apple endlich mal wieder mit einem Gefühl der Euphorie und des Sofort-haben-wollens aus einer Keynote entlassen. Ob iOS 7 im Alltag gefällt, wird sich zeigen. Im ersten Moment macht es aber neugierig. Und Apple hat vieles aufgegriffen, was von Nutzern seit mehreren iOS-Versionen als überfällig angesehen wurde, wie die schneller erreichbaren Einstellungen, richtiges Multitasking und automatische Updates.

Auch der App-Markt ist um einige Geldmaschinen ärmer: Taschenlampen-Apps und Passwortmanager werden jetzt wohl einen heftigen Einbruch erleben.

Schön ist auch, dass OS X Mavericks augenscheinlich wieder einen eigenständigen Desktop-Weg einschlägt. Das Redesign von iOS lässt das Computerbetriebssystem (erstmal) kalt. Der Drang Apples, das mobile und das stationäre Betriebssystem anzugleichen, ist offenbar verloren gegangen. Vielleicht hat auch die Bauchlandung Microsofts mit Windows 8 zu dieser Erkenntnis beigetragen. Gemeinsamkeiten – wie Maps und iBooks – gibt es neu dort, wo sie sinnvoll sind. Das neue Ordnungssystem mit Tags ist hingegen ein Beispiel für eine Funktion, die auf dem Desktop Sinn macht, auf dem mobilen Gerät (mangels offenen Dateisystems) aber nicht.

Nein, wir wollen diese Produktvorstellungen nicht glorifizieren, ohne sie vorher gründlich in Augenschein genommen zu haben. Aber das Gefühl, das dieser Abend vermittelte, stimmte.

Und das ist viel wert.

Street View-Spaß – Weltreise vom Wohnzimmer aus

Lustig: Mit MapCrunch reisen wir vom Computer aus durch die Welt.

Lustig: Der Internetdienst MapCrunch.

Ärgern wir uns für einen Augenblick mal nicht darüber, dass die hysterische Datenschutzdebatte dafür gesorgt hat, dass Google Street View in Deutschland nicht ausgebaut wird (während wir munter von amerikanischen Geheimdiensten ausspioniert werden, was aber wiederum kaum einen so richtig tangiert): Das wahre Potenzial des Straßenfotografierens ist ja noch lange nicht ausgeschöpft. Dass der Nutzer des Google-Dienstes sich am fremden Zielort schon mal umschauen kann, um bei einer Fahrt dorthin nicht lange herumzuirren, ist ja nur der eine Nutzen.

Ein ganz anderer ist, fremde Regionen erkunden zu können, ohne gleich Flugzeug, Auto oder Bahn bemühen zu müssen. Die Frage ist nur: Wo fängt man damit an?

Mit MapCrunch gibt es einen Dienst, der einem das Sightseeing leichter macht. Per Zufallsgenerator geht es an einen beliebigen Ort der Erde, der von Google schon fotografiert wurde. Der Nutzer kann dabei Präferenzen einstellen, er kann es aber auch lassen und sich einfach überraschen lassen. Ein schönes Sonntagsvergnügen.

Für Erheiterung sorgt auch Geoguessr. Dabei handelt es sich um ein  Ratespiel. Der Nutzer bekommt eine Straßenansicht von Street View angezeigt und muss dann auf der Karte markieren, wo er diesen Ort vermutet. Ein heiteres Vergnügen, denn der Einschätzen von Flora und Fauna hat manchmal großartig hin, geht manchmal aber auch gründlich daneben. Kleiner Tipp: Ortsschilder und die Sprachen, in denen sie verfasst sind, helfen häufig auch weiter. Wenn denn gerade eines greifbar ist.

Danke an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung für die Tipps!

In der vierten Folge des wasgehtApp podcasts ist Annik Rubens (Larissa Vassilian) zu Gast. Hier unsere Beschreibung der Sendung:

Der Schrank zur Welt: Dank des Internets können wir im Schrank sitzen, in ein Mikrofon sprechen und die Welt hört uns zu. Glaubt Ihr nicht? Stimmt aber. Das Zauberwort heißt Podcasten und erlaubt Gesprächsrunden ohne Konventionen und ohne Blick auf die Einschaltquote.

Larissa Vassilian versteht davon eine Menge. Als Annik Rubens ist sie seit dem Jahr 2006 auf Sendung und gilt trotz ihres jungen Alters schon als Urgestein in der deutschen Podcasterszene. Schlaflos in München hat einen riesigen Fankreis. Außerdem hat Larissa an diversen anderen Projekten mitgearbeitet, unter anderem auch am Cross-Media-Fernsehprojekt Rundshow im Bayerischen Fernsehen.

Im Gespräch mit Julia und Malte erzählt sie, wie sie zum Podcasten kam, welche Podcasts sie selbst gerne hört und warum sie derzeit seltener zu hören ist.

Über diesen Link gelangt Ihr direkt zur Sendung.

Ein lesenswerter Artikel über die ersten Erfahrungen jener, die dank Geld und Einfluss als erste in den Genuss von Google Glass kommen. Und eine Betrachtung darüber, wie Google dies geschickt für Werbezwecke nutzt.