Nokia Lumia 830: Knallig bunt und doch konservativ

Knallig bunt und doch konservativ: Das ist zweifelsfrei ein Widerspruch. Aber Microsoft liebt offenbar Widersprüche. Beim Betriebssystem Windows 8 geben sich Touch-Oberfläche und Mauszeiger-Desktop die Klinke in die Hand. Und auch beim Smartphone treffen zwei Welten aufeinander: Das Nokia Lumia 830 im Test.

Nokia Lumia 830 im Test
Nokia Lumia 830 im Test

Dem Aussehen von Mobiltelefonen hat es genützt, dass viele Smartphonehersteller Akkus und Speicher fest verbauen. Der Preis für die Schönheit ist jedoch eine begrenzte Lebenszeit. Wird der Speicher knapp, leidet die Freude. Macht gar der Akku schlapp, ist das Gerät oft ein Fall für den Elektroschrott oder Bastler. Austauschen oder Erweitern? Oft nicht möglich.

Das Lumia 830, das noch unter dem Namen Nokia verkauft wird (in Zukunft Microsoft) erfreute im Test mit Erinnerungen an alte Zeiten, weil Akku und Speicherkarte noch austauschbar sind. Für den Verschluss sorgt eine fragil wirkende, aber angebracht doch überaus stabile Plastikabdeckung auf der Rückseite. Und dass die nicht nur zweckmäßig ist, sondern auch zur Schönheit beitragen kann, unterstreicht Nokia mit der Farbauswahl. In unserem Falle war die Klappe nämlich quietschbunt in der Farbe orange. Wer damit auffallen will, hat leichtes Spiel.

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Equipment-Tipps für Profi-Podcaster

In den USA wird den Podcasts derzeit gerade wieder eine große Zukunft vorausgesagt. Ich persönlich bin – bei aller Sympathie für Podcasts – eher skeptisch, da die Masse der Menschen in der Vergangenheit auch für Talk-Radio-Formate keine große Begeisterung entwickelt hat. In den USA mag das etwas anders sein, aber in Deutschland bleiben Podcasts wohl (leider) eine Nische – aber eine überaus liebenswerte Nische.

Mein geschätzter Kollege Marcus Schuler, der für den Bayerischen Rundfunk derzeit im Silicon Valley für den Valley Report schreibt, gibt in einem lesenswerten Blog-Beitrag Einblicke in sein Equipment. Aus dem Text, der sich vor allem an Broadcaster für TV und Radio richtet, können auch Profi-Podcaster einige wertvolle Tipps für sich herausziehen.

Marcus ist berufsbedingt Perfektionist, was die Ausstattung angeht. Gute Podcast-Qualität lässt sich meiner Meinung nach auch mit günstigeren Mikros (z.B. Samsung C03U) und vernünftigen Produktionsbedingungen erreichen. Würden dies mehr Podcaster beherzigen, wäre vielen Hörern schon geholfen. Aber ich bin immer wieder begeistert darüber, wie professionell selbst im privaten Bereich heute mit vertretbarem Geldeinsatz gearbeitet werden kann.

Firefox für iPhone und iPad geplant

Nach Google Chrome plant jetzt wohl auch die Mozilla-Stiftung eine iOS-Version ihres Browsers Firefox. Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch den Internet Explorer auf der Plattform begrüßen dürfen.

Flo’s Weblog:

Auf einem internen Mozilla Event gab Firefox-Manager Jonathan Nightingale bekannt, dass Firefox nun wohl doch seinen Weg auf das iPhone und iPad finden wird. Man müsse dorthin gehen, wo auch die Nutzer sind – und das sei eben immer mehr auch auf Apples mobilen Geräten.

Bei so einer albernen Begründung für das lange Zögern kann man eigentlich nur sagen: Guten Morgen!

Ein etwas triftigerer Einwand wären zum Beispiel die technischen Einschränkungen auf der iOS-Plattform gewesen. Wir erinnern uns, dass Google Chrome am Anfang auch damit zu kämpfen hatte, dass Apple sich selbst einige technische Privilegien eingeräumt hat. Die Extensions in iOS 8 eröffnen auch für die Browser-Entwickler ganz neue Möglichkeiten.

Mir persönlich stellt sich allerdings die Frage, ob alternative Browser unter iOS überhaupt eine große Zukunft haben. Ich persönlich habe Google Chrome zwar installiert, bislang aber keinen Mehrwert entdecken können, der mich von dem naturgemäß besser integrierten Safari-Browser weggelockt hat. Der einzige Vorteil liegt meines Erachtens darin, etwaige Lesezeichen und Einstellungen des Desktop-Browsers auf dem iPhone oder iPad nutzen zu können. Wenn ich allerdings die vielen Homescreens betrachte, die Nutzer dieser Tage im Netz posten, entdecke ich dort selten Google Chrome. Zufall?

Internet: Sprachlich top, Kommunikation ein Flop?

Gute Nachrichten für alle, die fürchteten, dass das Internet die Sprachkultur ruiniert.

Onlinekosten.de:

Sprachpuristen kommt da das Grausen. Auch manche Eltern befürchten, dass Chatten, Bloggen und Twittern die Sprache ihrer Kinder verhunzt. Doch Experten geben Entwarnung: Die digitale Kommunikation kann die Sprachgewandtheit sogar fördern.

Ob das Kommunikationsverhalten Schaden genommen hat, ist freilich ein ganz anderes Thema.

Es ist nicht das Internet. Es sind die Menschen.

Julia im Gespräch mit dem BR-Reporter
Julia im Gespräch mit dem BR-Reporter

Hater. Das klingt ein wenig wie Hatschi, und es hat tatsächlich eines gemeinsam: Beides deutet auf einen Zustand von Krankheit hin.

Wie sehr hasserfüllte Personen über das Internet andere Menschen unter Druck setzen können, ist Medienberichten zu entnehmen. Es haben sich schon einige junge Menschen das Leben genommen, weil sie in das Visier von Hatern gerieten. Und wie viele unter dem täglichen Hass leiden, ohne dass ihr Fall aktenkundig wird, lässt sich schwer ermessen. Aus Schulkreisen weiß ich, dass Cybermobbing längst in jeder Schule ein Thema ist. Und es sind keine Einzelfälle. Es ist nicht das Internet. Es sind die Menschen. weiterlesen

Twitter spielt für Traffic keine Rolle, Facebook umso mehr

Es ist kurios: Obwohl mit Twitter theoretisch weitaus mehr Aufmerksamkeit erzeugt werden kann, weil „Freundschaften“ und „Likes“ keine so große Rolle spielen wie bei Facebook, ist Twitter als Linkquelle nahezu unbedeutend. Facebook prescht dagegen immer weiter vor. Dies sollte einem zu denken geben, denn es stärkt auch Facebooks Macht, dafür zur Kasse zu bitten.

Michael Kroker, Wirtschaftswoche:

Beim sogenannten Referral-Traffic – also dem Datenverkehr durch Empfehlungen in sozialen Netzwerken – bleibt der Kurznachrichtendienst Twitter weiterhin unbedeutend. Mehr noch: Im Jahresvergleich sank der Anteil sogar auf unter ein Prozent.

Kometenlandung: Philae sagt Finito

Erfolgreicher Anflug, spektakuläre Landung, geglücktes Einsammeln von Daten und jetzt Tiefschlaf. Die Kometenmission der ESA ist ein Erfolg.

Heise.de:

Mehr als zwei Tage nach seiner Landung hat die ESA-Sonde Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ihre Arbeit eingestellt und ist in einen Ruhezustand übergegangen.

Diese Mission hat schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung der Raumfahrt geleistet. Wie viel wäre – gemessen an den Missionen der 1960/70er Jahre – mit dem heutigen technischen Know-How möglich? Lasst es uns herausfinden!