Pokemon Go: Ein Türöffner?

Pokemon Go
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Ist Pokemon Go nur ein kurzer Trend, eine digitale Wunderkerze, die gerade abbrennt? Oder ist dies der Auftakt für das VR-Zeitalter, das breite Masse erreicht? Eine erste Analyse.

Böse Zungen könnten behaupten, dass es erst eine App brauchte, um lichtscheue Gamer ans Tageslicht zu bekommen. Doch die Wiederentdeckung der Außenwelt alleine erklärt den aktuellen Hype rund um die Spiele-App Pokemon Go nicht. Dazu durchdringt die virtuelle Monsterjagd einfach zu viele Schichten der Gesellschaft.

Seit kurzem ist die App auch in Deutschland verfügbar. Zuvor hatte sie schon in den USA die App-Charts gestürmt. Bereits jetzt rechnen einige im Netz hoch, dass Facebook, WhatsApp, Snapchat und Co. massiv darunter leiden könnten, wenn die Spieler ständig nach neuen Monstern Ausschau halten, anstatt sich ihrem bisherigen digitalen Zeitvertreib zu widmen. “Pokemon Go: Ein Türöffner?” weiterlesen

Dev Diary: Risiken und Nebenwirkungen von setHidesBarsOnSwipe

Viele kennen es von der Facebook- und anderen Apps, dass die Navigationbar in Apps sich langsam ausblendet, wenn der Nutzer nach unten scrollt. Beim Zurückscrollen taucht sie dann rasch wieder auf, so dass die Bedienelemente stets schnell erreichbar sind.

Seit iOS 8 existiert eine einfache und komfortable Möglichkeit, den Bildschirm auf diese Weise in Apps effizienter auszunutzen:

[self.navigationController setHidesBarsOnSwipe:YES];

Die Sache hat nur einen Haken. Bislang hatte ich in meiner App eine Funktion implementiert, die Wischgesten nach rechts in eine Art Zurück-Funktion übersetzt:

UISwipeGestureRecognizer *recognizer;
recognizer = [[UISwipeGestureRecognizer alloc] initWithTarget:self action:@selector(pageTurnLeft:)];
[recognizer setDirection:(UISwipeGestureRecognizerDirectionRight)];
[[self view] addGestureRecognizer:recognizer];

Die Funktion löst seit dem Aktivieren von setHidesBarOnSwipe nicht mehr aus. Wie sich herausstellte, zieht die Funktion alle Gesten auf sich. Es ist aber durchaus möglich, sich dem GestureRecognizer anzuschließen:

[self.navigationController.barHideOnSwipeGestureRecognizer addTarget:self action:@selector(swipeGesture:)];

Ein GestureRecognizer für alles – das klingt zu schön, um wahr zu sein. Und das ist es auch. Denn bislang konnte ich dem Recognizer gleich die gewünschte Swipe-Richtung mit auf den Weg geben (setDirection), was hier nicht geht. Mehr noch: Wir haben es bei der ausgelösten Funktion auch nicht mit einem Übergabewert des Typs UISwipeGestureRecognizer zu tun, dessen Direction wir einfach auslesen könnten, sondern mit einem anderen Vertreter:

- (void)swipeGesture:(UIPanGestureRecognizer*)gesture

Der UIPanGestureRecognizer ist leider kein so freundlicher Typ. Das Bestimmen der Richtung gestaltet sich weitaus aufwendiger. Und bislang habe ich noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden, neue und alte Funktion in Einklang zu bringen.

Dev Diary: iOS 9 und App Transport Security

Im Dev Diary, meinem kleinen Entwicklertagebuch, berichte ich über Entdeckungen, Tipps und Hinweise, auf die im Zuge der App-Entwicklung stoße.

Der Herbst naht so langsam und damit die Veröffentlichung von iOS 9. Alle Appentwickler sind gut beraten, sich schon einmal mit den Betaversionen und Xcode 7 beta vertraut zu machen, um später nicht unter Zeitdruck unliebsame Überraschungen zu erleben.

Und eine böse Überraschung setzte heute beim Ausprobieren der WZ App unter iOS 9 gleich beim ersten Aufruf ein. Wie beim Roulette hieß es: Nichts geht mehr. Die Daten vom Server wurden nicht geladen. In der Konsole gab es dazu die Begründung:

The resource could not be loaded because the App Transport Security policy requires the use of a secure connection.

App Transport Security? Tatsächlich soll diese API im SDK Gutes bewirken, nämlich abgesicherte Verbindungen zwischen App und Server. Dies macht bei vielen Anwendungen Sinn, bei denen persönliche Daten oder Logins übertragen werden. Und damit sich das schnell durchsetzt, hat Apple die Funktion per Default aktiviert.

Die Realität sieht aber so aus, dass viele Server weiterhin nur per HTTP erreichbar sind. Vielfach können Entwickler auch gar nicht vorhersehen, ob ihnen nicht doch eine ungesicherte Verbindung unterkommt, etwa bei Links in Tweets oder RSS-Feeds.

Kurzum: Die App Transport Security ist sicher sinnvoll, aber viele Entwickler möchten sie wahrscheinlich abschalten oder zumindest teilweise entschärfen. Bei Neglected Potential gibt es eine gute Zusammenfassung über die verschiedenen Optionen.

Wenn’s schnell gehen muss:

In Xcode die Info.plist der App editieren (nicht als Property List, sondern über Rechtsklick->Open As als Source Code). Dort folgendes einfügen:

<key>NSAppTransportSecurity</key>
<dict>
    <key>NSAllowsArbitraryLoads</key>
    <true/>
</dict>

Damit ist die App Transport Security erstmal komplett deaktiviert. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Doku bei Apple und die Überlegung, wie die neue Funktion möglicherweise doch genutzt werden.

WWDC Keynote: Was gibt es Neues bei Apple?

iOS 9Die Neuigkeiten der Keynote auf der Weltentwicklerkonferenz WWDC im Überblick:
  • Neue Versionen von iOS, OS X und WatchOS: Es gibt neue Betriebssysteme für iPhone und iPad (iOS 9), für den Mac (OS X El Capitan) und für die Apple Watch (Watch OS 2). Sie alle sollen im Herbst fertig und kostenlos verfügbar sein.
  • Public Beta für iOS 9 und OS X El Capitan: Beide neuen Versionen sollen in der Betaphase ab Juli allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
  • Swift 2 wird Open-Source: Die neue Programmiersprache erscheint in Version 2 und soll bis Ende des Jahres als Open-Source-Projekt veröffentlicht werden (übrigens auch für Linux!).
  • Apple Music vorgestellt: Für 9,99 Dollar im Monat steigt Apple in das Streaming-Geschäft ein. Drei Monate gibt es zur Probe kostenlos. In den neuen Dienst fließt das Know-How von Beats Music ein.
  • Apple fasst die Entwicklerprogramme für iOS und OS X zusammen: Waren bislang zwei Mitgliedschaften für je 99 Euro notwendig, reicht jetzt eine.
OS X 10.11 El Capitan:
  • Schwerpunkte der neuen Version sind Verbesserungen bei der Stabilität und der Geschwindigkeit.
  • Die Spotlight-Suche wurde aufgebohrt: Künftig werden auch Fragen des Nutzers verstanden und in Suchergebnisse umgesetzt.
  • Es gibt neue Gesten, die die Bedienung erleichtern sollen.
  • Die Grafik-Engine Metal gibt es künftig auch für den Mac: Vorgestellt wurde sie vergangenes Jahr zunächst für iOS.
iOS 9:
  • Alle Geräte, die iOS 8 unterstützen, können auch mit iOS 9 aktualisiert werden. Es werden keine älteren Geräte ausgeschlossen.
  • Siri wird proaktiv: Apples Antwort auf Google Now ist eine intelligentere Siri, eine vorausschauende Suche und das alles soll den Datenschutz wahren.
  • Apple Maps mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Berlin ist am Anfang mit dabei. Künftig kann man sich per Bus, Bahn, etc. durch die Start lotsen lassen.
  • Das iPhone sucht bei unbekannten Telefonnummern in den E-Mails, ob vielleicht ein Kontakt zugeordnet werden kann.
  • Apple Pay startet in Europa: Leider nicht in Deutschland, dafür aber in Großbritannien.
  • Notizen App mit neuen Funktionen: Fotos, Checklisten und mehr sind künftig möglich. Für Dritt-Apps wird es jetzt schwierig, zumal auch die Schrift angepasst werden kann.
  • Apple startet eigene Nachrichten App: Die News App gibt es zunächst nur in den USA, Großbritannien und Australien. Sie soll für Medien wie Zeitungen und Zeitschriften aber auch für Blogger gleichermaßen eine Plattform bieten. Eigene Apps werden damit ein Stück weit entbehrlich. Der Newsstand soll indes verschwinden.
  • Split Screen fürs iPad: Nutzer können künftig zwei Apps gleichzeitig nutzen. Die Apps teilen sich den Bildschirm auf. Entwickler sind gut beraten, mit Auto Layout und Size Classes zu arbeiten.
  • CarPlay wird kabellos: In iOS 9 bedarf es keiner Kabelverbndung mehr, um Autoradio und iPhone zu verbinden.
WatchOS 2:
  • Die neue Version ermöglicht Dritt-Apps, die direkt auf der Uhr betrieben werden können, und nicht wie bisher nur über WatchKit mit dem iPhone.
  • Es gibt einige neue Ziffernblätter, darunter mit Fotos.
  • Es gibt einen Weckermodus, bei dem die Uhr nachts auf die Seite gelegt wird.
  • Auf der Uhr können künftig Videos wiedergegeben werden.
  • E-Mails können direkt von der Uhr aus beantwortet werden.

Höhenflug fürs iPad: Alto’s Adventure

Das Spielprinzip ähnelt “Tiny Wings” und die Grafik samt Musik hat die Schönheit von “Monument Velley”: Mit “Alto’s Adventure” gibt es für iOS ein wunderschönes Spiel, das die rund zwei Euro absolut wert ist.

Als Snowboarder gilt es Felsen und andere Hindernisse zu überspringen, weggelaufene Tiere einzufangen und Münzen zu sammeln. Und eigentlich geht es vor allem darum, möglichst lange durchzuhalten. Ein Ende gibt es in der Endloslandschaft nicht – es sei denn, man landet irgendwann unweigerlich an einer Felswand oder im Abgrund.

Damit das Ganze nicht langweilig wird, gibt es Level mit verschiedenen Herausforderungen. So muss eine bestimmte Zahl von Münzen eingesammelt oder eine Drehung in der Luft absolviert werden. Klingt einfach, ist es aber nicht, weil die Ansprüche an den Snowboarder mit der Zeit immer mehr steigen. Erfreulich ist allerdings, dass sich viele Aufgaben auch mit mehreren Anläufen erledigen lassen, ohne dass das Erreichte verloren geht.

Dass nebenbei Tag und Nacht sowie das Wetter wechseln, rundet den positiven Gesamteindruck ab. Ein schönes Spiel für zwischendurch, aber auch für lange Abende.

“Alto’s Adventure” im App Store

Firefox für iPhone und iPad geplant

Nach Google Chrome plant jetzt wohl auch die Mozilla-Stiftung eine iOS-Version ihres Browsers Firefox. Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch den Internet Explorer auf der Plattform begrüßen dürfen.

Flo’s Weblog:

Auf einem internen Mozilla Event gab Firefox-Manager Jonathan Nightingale bekannt, dass Firefox nun wohl doch seinen Weg auf das iPhone und iPad finden wird. Man müsse dorthin gehen, wo auch die Nutzer sind – und das sei eben immer mehr auch auf Apples mobilen Geräten.

Bei so einer albernen Begründung für das lange Zögern kann man eigentlich nur sagen: Guten Morgen!

Ein etwas triftigerer Einwand wären zum Beispiel die technischen Einschränkungen auf der iOS-Plattform gewesen. Wir erinnern uns, dass Google Chrome am Anfang auch damit zu kämpfen hatte, dass Apple sich selbst einige technische Privilegien eingeräumt hat. Die Extensions in iOS 8 eröffnen auch für die Browser-Entwickler ganz neue Möglichkeiten.

Mir persönlich stellt sich allerdings die Frage, ob alternative Browser unter iOS überhaupt eine große Zukunft haben. Ich persönlich habe Google Chrome zwar installiert, bislang aber keinen Mehrwert entdecken können, der mich von dem naturgemäß besser integrierten Safari-Browser weggelockt hat. Der einzige Vorteil liegt meines Erachtens darin, etwaige Lesezeichen und Einstellungen des Desktop-Browsers auf dem iPhone oder iPad nutzen zu können. Wenn ich allerdings die vielen Homescreens betrachte, die Nutzer dieser Tage im Netz posten, entdecke ich dort selten Google Chrome. Zufall?

WhatsApp: Lesebestätigungen mögen nur Absender

Spiegel Online:

Ups, deine Nachricht hab ich nicht gesehen – diese Ausrede gilt ab jetzt nicht mehr für Nutzer von WhatsApp. Zwei blaue Haken zeigen an, wenn eine Meldung gelesen wurde. Vielen gefällt das gar nicht.

Nachdem viele Nutzer jahrelang dachten, dass die beiden Häkchen eine Lesebestätigung darstellen, regen sie sich jetzt darüber auf, dass es wirklich eine gibt.

Das Kommunikationsverhalten einiger Zeitgenossen ist einem ja ohnehin ein Rätsel. Dass nun das Anzeigen von Lesebestätigungen in einen Topf mit berechtigten Datenschutzfragen bei Messengern geworfen wird, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Was lernen wir daraus? Lesebestätigungen mögen offenbar nur Absender.

Nächstes Feature bei WhatsApp: Löschen per Knopfdruck.

Gigaset Elements im Test – Groß in der Sicherheit, klein im Preis

Alle paar Minuten ereignet sich in Deutschland ein Einbruch – mag die Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein, vielleicht auch nicht so hoch sein, sorgen die ständigen Schreckensmeldungen doch für ein Unbehagen, dem man irgendwie begegnen möchte. Und hier kommt Gigaset Elements ins Spiel. wasgehtApp.com hat das Sicherheitssystem für kleines Geld einem Praxistest unterzogen.

Verpackung von Gegaste Elements
Die Verpackung von Gigaset Elements

Lohnt sich eine Alarmanlage oder ist der Kauf überzogen? Diese Frage stellen sich viele, die die Sicherheit ihrer Wohnung oder ihres Hauses erhöhen möchten. Folglich sind es vor allem wohlhabende Menschen oder solche, die schon einmal von Einbrechern heimgesucht wurden, die weniger Berührungsängste mit Sicherheitstechnik haben.

In genau diese Kerbe schlägt die Firma Gigaset mit einem vergleichsweise günstigen System, das den Einstieg leicht macht. Gigaset dürfte den meisten durch die Festnetztelefone bekannt sein. Einst eine Siemens-Sparte, steht Gigaset heute auf eigenen Füßen. Das Wissen um die Schnurlostelefone ist aber insofern von Bedeutung, da Gigaset ein Teil seines Know-Hows auch in das Alarmsystem “Elements” hat einfließen lassen.

Bewegungssensor von Gigaset Elements
Der Bewegungssensor

Bei Elements handelt es sich um ein System aus Funksensoren und einer Basisstation, das seinem Besitzer über Pushnachricht oder E-Mail auf dem Smartphone signalisiert, wenn jemand das Haus oder die Wohnung betritt. Zusätzlich kann der Nutzer auch den Status von Fenstern und Türen abrufen, die mit einem Sensor ausgestattet sind. Somit lässt sich leicht herausfinden, ob beispielsweise vergessen wurde, die auf Kipp stehende Terrassentür zu schließen. Oder ob die Haustür noch offen steht.

Das knapp 200 Euro teure Basisset enthält mit der Basisstation, einem Türsensor und einem Bewegungsmelder bereits eine gute Grundausstattung. Die Station wird mittels LAN-Kabel mit dem Internetrouter verbunden und wird mittels Netzteil mit einer Steckdose verbunden. Eine WLAN-Anbindung ist übrigens nicht möglich, so dass an einer Aufstellung am Router kein Weg vorbei führt und auch ein freier LAN-Port vorhanden sein muss.

Gigaset Elements funkt mit Ultra Low Energy

Die beiden Sensoren – der eine ein kleines Kästchen für die Tür, der andere ein Kaffeebecher-großer Bewegungsmelder – werden mit einer CR123-Batterie betrieben und kommunizieren per DECT-Funk. Das genutzte ULE-Verfahren (Ultra Low Energy) soll besonders stromsparend sein. Der Hersteller wirbt mit zwei Jahren Laufzeit, was wir bedingt durch die Kürze des Tests noch nicht bestätigen können.

In jedem Fall ist das System aber leicht installiert. Lediglich bei der Basisstation brauchte es eines feinen Schraubenziehers und ruhiger Hände, um das Fixierplättchen für die Kabel zu befestigen. Ansonsten ging alles sehr schnell und durch Zusammenstecken. Die Sensoren können mittels Klebestreifen angebracht werden. Für den Bewegungsmelder gibt es außerdem eine Halterung zum Aufstellen und die Möglichkeit des Anschraubens. Der Türsensor fällt durch seine Maße schon etwas auf beim Blick auf die Tür. Wer weiße Türen und Fenster hat, dürfte die Sensoren aber bald gar nicht mehr bemerken. Schwieriger ist die Verwendung auf Holztüren oder Türen und Fenstern in anderen Farben.

Der Türsensor
Der Türsensor

Die Sensoren für Fenster und Türen müssen mittels App kalibriert werden, damit sie Bewegungen und Öffnungen richtig erkennen. In der Regel genügt es dazu, die Tür oder das Fenster einmal auf- und zuzumachen. Bei einem Test kann die richtige Erkennung überprüft werden. Das System scheint uns sehr feinfühlig zu sein. Bei einer Tür, die nicht richtig eingerastet und folglich noch offen steht, kommt der Sensor erwartungsgemäß aber an seine Grenzen. Am Rütteln an der Tür, ob sie wirklich zu ist, führt also kein Weg vorbei. Die Sensoren können nicht in die Tür hineinschauen.

Erschrickt man sich zunächst beim Anblick der vielen Einzelteile beim Auspacken, weicht die Sorge bald der Gewissheit, dass der Aufbau nicht lange dauert. Es liegt eine gute Anleitung bei. Außerdem gibt es im Internet Anleitungsvideos, um die Installation zu verdeutlichen. Probleme gab es in unserem Falle nur, als für die Sensoren via Internet Updates installiert werden sollten. Plötzlich verstanden sich Basis und Sensoren nicht mehr. Eine Neuinstallation, die etwas umständlich war, löste das Problem jedoch. Ob das auch bei anderen Nutzern vorkommt, ließ sich im Internet nicht ermitteln – möglicherweise war es nur ein Einzelfall.

Die Erkennung von Bewegungen und der Türen läuft sehr zuverlässig. Werden Tür- und Bewegungssensor kurz nacheinander ausgelöst, erhielten wir regelmäßig eine Pushnachricht, dass wohl jemand nach Hause gekommen ist. Das ruckartige Abnehmen des Türsensors löste in unserem Test einen Warnton aus, der laut Beschreibung auch ertönt, wenn sich Einbrecher an der Tür zu schaffen machen. Auch in diesem Falle soll eine Pushnachricht rausgehen. Nutzer können übrigens auch über ein Webinterface den Status des Systems abrufen. Dies funktionierte aber im Safari-Browser im Mac nicht, in Google Chrome dagegen tadellos.

Gigaset Elements ist leicht erweiterbar

Der Hersteller verspricht für die Zukunft noch weitere Einstellmöglichkeiten. Auch ist es möglich, sich Benachrichtigungen an mehrere Mobilgeräte per Pushnachricht senden zu lassen, dass auch der Partner bzw. die Partnerin in den Genuß der Benachrichtigungen kommt.

Vorteilhaft an Gigaset Elements ist die leichte Erweiterbarkeit. Für 40 bis 50 Euro gibt es Zusatzmodule wie weitere Tür- und Fenstersensoren, eine Sirene für die Steckdose oder – demnächst – eine Funkkamera. Die Anmeldung bei der Basisstation ist kinderleicht mithilfe der kostenlosen App für iOS- und Android-Geräte. Elements passt sich so an unterschiedliche Anforderungen je nach Haus- und Wohnungstyp an, ohne dass die Lösung gleich enorm ins Geld geht. Neue Sensoren werden kurz in die Nähe der Basis gehalten und über die App angemeldet.

Die Basisstation
Die Basisstation

Angesichts des günstigen Preises darf allerdings nicht erwartet werden, dass Elements eine professionelle Alarmanlage ersetzt. Der Hersteller räumt selbst ein, dass zum Beispiel Glasbruch nicht registriert wird. Und liegen einmal die Server des Herstellers lahm, über die die Kommunikation zwischen Geräten und Nutzer läuft, ist es auch vorbei mit der Alarmierung. Übrigens liegt hierdrin auch ein Risiko für die Zukunft. Sollte Gigaset das System einmal einstellen, könnten die Geräte plötzlich wertlos sein. Selbstredend sind auch der Ausfall von Internet und Strom ein Ausfallgrund – es gibt also ein nicht unerhebliches Restrisiko.

Trotzdem: Ein bisschen Schutz ist besser als gar keiner. Und wenn das System durch seine Alarmtöne die Einbrecher nicht gleich abschreckt, besteht zumindest die Möglichkeit, einen Bekannten oder gleich die Polizei zu alarmieren. Das System verschafft dem Besitzer wertvolle Zeit, die zur Ergreifung der Täter führen kann oder zumindest den Schaden abmildert.

Familien, die das System nutzen, müssen dafür allerdings in Kauf nehmen, dass die Privatsphäre leidet. Dass im Protokoll alle Bewegungen registriert bzw. teilweise sogar signalisiert werden, dürfte nicht in jedermanns Sinne sein. Dies ist der Preis, den man für mehr Sicherheit zahlen muss.

Weitere Informationen auf der Website des Herstellers.

Hinweis: Gigaset Elements wurde uns kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.